Königstransfer ist noch kein Stammspieler

Das Sané-Dilemma: Der Superstar ist trotz Mega-Quote nur Ersatz - woran liegt‘s? Flick liefert Erklärung

Leroy Sané ist beim FC Bayern noch kein Stammspieler. Der Superstar muss sich noch hinter seinen Kollegen anstellen - trotz seiner starken Torquote. Warum?

  • Leroy Sané findet sich beim FC Bayern noch oft auf der Bank wieder.
  • Als Joker hat er eine starke Tor-Quote.
  • Warum spielt er in den wichtigen Spielen nicht von Beginn an? Es gibt zwei Gründe.
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München - Er war der Königstransfer, er sollte nach Arjen Robben und Franck Ribéry der nächste große Star beim FC Bayern werden. Momentan muss sich Leroy Sané aber hinter Serge Gnabry und Kingsley Coman anstellen. Obwohl Sané regelmäßig trifft, ist er in den wichtigen Spielen nur Ersatz. Dafür gibt es eine Erklärung.

Leroy Sané (FC Bayern) enttäuscht in der Startelf gegen Atlético

Gegen Atletico Madrid in der Champions League schickte Hansi Flick eine B-Elf ins Rennen, auch Sané durfte von Beginn an ran. Die Chance nutzte er nicht - es war keine überzeugende Vorstellung des 24-Jährigen. Zu viele Ungenauigkeiten waren in seinem Spiel, er gewann nur ein Drittel seiner Zweikämpfe. Als Joker hingegen präsentierte er sich zuletzt treffsicher.

„Seine Effizienz ist sehr gut, aber wie viele andere auch hatte er gegen Salzburg einige unnötige Ballverluste und im Eins-gegen-Eins nicht nachgesetzt. Dafür gibt es Gründe, darüber haben wir gesprochen“, sagte Flick vor dem Spiel gegen Stuttgart. Gerade defensiv und taktisch verlangt er mehr vom Neuzugang. Das ist auch der erste Grund, warum er bis dato meist nur von der Bank kommt.

Leroy Sané (FC Bayern) muss sich hinter Gnabry und Coman anstellen - Flick mahnt zur Geduld

Der zweite Grund ist der folgende: In der letzten Saison entschieden die Bayern ihre Spiele oft recht früh. In den anspruchsvollen letzten Wochen dagegen waren die meisten Partien bis in die zweite Halbzeit offen - da ist es natürlich Gold wert, wenn man einen Spieler wie Sané einwechseln kann, der das Spiel dann mit seiner Schnelligkeit und Torgefährlichkeit entscheiden kann. Diese Möglichkeit will Flick sich offen halten. Zudem ist vor allem Kingsley Coman im Moment in glänzender Verfassung.

„Es ist klar, dass er noch Zeit braucht“, sagt der Coach. „Aber diese Zeit bekommt er.“ Spätestens, wenn im Frühling die ganz wichtigen Spiele kommen, muss Sané in Topform sein. Denn obwohl er dabei effektiv ist, ist es sicherlich nicht sein Anspruch, immer nur eingewechselt zu werden. (epp)

Rubriklistenbild: © Lukas Barth/dpa

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