Auch Messi und Ronaldo nicht dabei

Europas Fußballer des Jahres: Lewandowski nicht einmal Kandidat - Bayern-Fans toben

Robert Lewandowski bejubelt seinen Treffer zum 3:1 gegen Borussia Dortmund im DFL-Supercup.
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Robert Lewandowski wird bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres leer ausgehen.

Robert Lewandowski wird seinen Titel als Europas Fußballer des Jahres nicht verteidigen können. Der Pole fehlt in der engeren Auswahl der UEFA.

München - Zweimal konnte ein Spieler des FC Bayern bereits den Titel „Europas Fußballer des Jahres“ für sich beanspruchen, seitdem dieser 2011 von der UEFA unter neuem Namen wieder vergeben wird. Franck Ribery erhielt die Auszeichnung nach dem Triple-Gewinn der Münchner in der Saison 2012/13. Im vergangenen Jahr ging der Titel nach dem zweiten Triple der Bayern an Robert Lewandowski, der zum Jahresende auch den Titel als Weltfußballer einfahren konnte.

Lewandowski: Finalisten für „Europas Fußballer des Jahres“ veröffentlicht - Pole geht leer aus

Und auch in der vergangenen Saison hörte der polnische Ausnahmestürmer mit dem Toreschießen bekanntlich nicht auf. Nicht zuletzt mit seinen 41 Bundesligatoren, mit denen Lewandowski den Rekord von Gerd Müller übertrumpfen konnte, sorgte der Goalgetter weltweit für Aufsehen. Umso verwunderlicher ist es also, dass Lewandowski seinen Titel als „Europas Fußballer des Jahres“ nicht verteidigen wird. Die UEFA gab am Donnerstag die Shortlist für die Preisverleihung bekannt. Den Bayern-Stürmer sucht man in der Aufzählung vergeblich.

Stattdessen hat die UEFA drei Spieler in die engere Auswahl genommen, die mit ihren Teams das Finale der Champions League erreicht hatten. Kevin De Bruyne von Manchester City und die beiden Chelsea-Spieler N‘golo Kante und Jorginho. Letzterer konnte sich neben der CL-Trophäe mit Chelsea auch den EM-Titel mit Italien sichern. Neben Lewandowski fehlen also auch Lionel Messi und Cristiano Ronaldo auf der Shortlist. Die beiden Ausnahme-Fußballer gewannen die Auszeichnung bisher zwei bzw. dreimal. Bereits letztes Jahr hatten Messi und Ronaldo die engere Auswahl zum ersten Mal seit 2011 verpasst.

Bayerns-Fans sauer über Nichtnominierung - „Und Lewandowski spielt Tennis?“

Das Übergehen von Lewandowski trotz 41 Saisontoren in der Bundesliga sorgte nach der Bekanntgabe vor allem bei Fans des FC Bayern für Unmut. „Stell dir vor du schießt über 40 Tore und wirst nicht nominiert“, wundert sich ein User auf Instagram. „Und Lewandowski spielt Tennis?“, scherzt ein weiterer Nutzer mit Blick auf die Auswahl. „Was soll er sonst noch machen, als einen jahrzehntealten Rekord zu brechen“, fragt ein dritter Nutzer.

Europas Fußballer des Jahres: Tuchel mit Chancen auf Trainer-Auszeichnung

In der engeren Auswahl zum Trainer des Jahres steht derweil neben Pep Guardiola (Manchester City) und Roberto Mancini (Italien) auch der deutsche Thomas Tuchel, der den FC Chelsea zu seinem zweiten CL-Titel geführt hatte. Bei den Frauen geht die Auszeichnung zur Fußballerin des Jahres auf jeden Fall an eine Spielerin des FC Barcelona. Jennifer Hermoso, Lieke Martens und Alexia Putellas (alle vom FC Barcelona) stehen in der engeren Auswahl. Lluis Cortes (FC Barcelona), Peter Gerhardsson (Schweden) und Emma Hayes (FC Chelsea) konkurrieren im Frauenfußball um die Trainer-Auszeichnung. (fd)

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