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Tor-Flaute bei Lewandowski: Bremst Vertragssituation ihn aus? Nagelsmann stellt Forderung

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Von: Philipp Kessler

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Julian Nagelsmann gibt dem Weltfußballer Anweisungen.
Julian Nagelsmann gibt dem Weltfußballer Anweisungen. © Michael Deines/M.i.S.

Vor dem Achtelfinal-Rückspiel erlebt Weltfußballer Robert Lewandowski eine kleine Tor-Flaute. Gegen Salzburg braucht der FC Bayern jedoch seinen Top-Stürmer.

München - Er trifft und trifft und trifft – seit Kurzem einfach nicht ins Tor. Bei Robert Lewandowski (33) von einer Mini-Krise zu sprechen, ist definitiv falsch. Denn in dieser Saison hat der Superstürmer des FC Bayern in 34 Pflichtspielen bereits unfassbare 39 Treffer erzielt. Allerdings: In den letzten beiden Liga-Partien blieb er ohne Torbeteiligung. Das gab es zuletzt vor über drei Jahren, im Februar 2019. Auffällig in den vergangenen Wochen: Lewandowski hängt vorne oft in der Luft. So unscheinbar kennt man ihn nicht.

FC Bayern: Zwei Spiele ohne Tor - Nagelsmann fordert mehr Bälle für Lewandowski

„Er hat die letzten Spiele nicht extrem viele Abschlüsse bekommen“, bestätigte Thomas Müller (32) am Dienstag den Eindruck. Auch mit Blick auf das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League heute (um 21 Uhr im Live-Ticker) gegen Salzburg betonte der Bayer: „Ich glaube, dass wir unser Offensivspiel ein bisschen modifizieren müssen und wollen, gerade was das Einbeziehen von Lewy im Strafraum betrifft. Aber grundsätzlich ist er gut drauf.“

Auch Julian Nagelsmann (34) wies auf die Wichtigkeit hin, den Polen besser in Szene zu setzen. „Wenn man Lewy in der Mannschaft hat, der diese Torgefahr hat, ist es immer ratsam, ihm viele Bälle zu geben“, sagte der Trainer, der auch auf das Hinspiel in Salzburg hinwies: „Er hatte sehr viel Raum, hat aber dafür zu wenig Bälle bekommen. Das haben wir nochmal thematisiert, auch trainiert." Aber es werde nicht nur auf Lewandowski ankommen, sondern auch auf die Laufwege und Unterstützung der anderen Offensivspieler, „dass er auch Raum kriegt“.

Lewandowski vor CL-Achtelfinale: Bremst die Vertragssituation den Polen aus?

Schon im November 2021 erklärte der Stürmer, dass er teilweise Schwierigkeiten habe, seinen Ideal-Platz im System der Münchner mit vielen Offensivspielern zu finden. Trotzdem erzielte der ehrgeizige Pole Tore am Fließband. Aber aktuell läuft es nicht ganz nach Wunsch für ihn. Andererseits ist auch Lewandowskis Vertragssituation Thema. Zwar betonten die Bayern-Bosse öffentlich häufig, dass sie unbedingt das 2023 auslaufende Arbeitspapier des Weltfußballers vorzeitig verlängern möchten. Doch nach wie vor gibt es keinen Kontakt bezüglich eines neuen Kontrakts zwischen Verein und Spielerseite rund um Berater Pini Zahavi (78).

„Ich habe schon mehrfach gesagt, dass wir im Frühjahr Gespräche führen wollen mit diversen der verdienten Spieler, natürlich auch mit Robert“, sagte Vorstands-Boss Oliver Kahn (52) am Samstag bei Sky. Das sei noch nicht geschehen, weil der FCB in die „ganz entscheidende Phase der Saison“ gehe. „Wir wollen uns jetzt erst zu 100 Prozent auf das konzentrieren, um das es geht.“ Dennoch: Es ist kein Geheimnis, dass Lewandowski ein Spieler ist, der die Wertschätzung regelmäßig persönlich spüren muss – auch in Form von Taten.

Lewandowski: Bleibt Bayerns Top-Stürmer auch über den Sommer hinaus in München?

„Lewandowski gehört zum FC Bayern. Wenn Uli Hoeneß noch da wäre, hätte er nach dem Kahn-Interview gesagt: 'Hey, morgen Früh kann er in meinem Büro sofort seinen Vertrag verlängern.' Da sind klarere Worte gesagt worden“, sagte Sky-Experte Lothar Matthäus (60) am Sonntag.

Ob die Gerüchte um ein Interesse an Dortmund-Stürmer Erling Haaland (21/Vertrag bis 2024), die nach Kahns Treffen mit dessen Berater Mino Raiola (54) in Monaco kürzlich wieder aufgekocht waren, die Lewandowski-Seite stören? Möglich. Auch wenn es beim Termin hauptsächlich um Mittelfeld-Juwel Ryan Gravenberch (19/bis 2023) von Ajax Amsterdam gegangen sein soll. (Philipp Kessler)

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