Stürmer lässt Dampf ab

Lewandowski „verärgert“ über die Einstellung seiner Kollegen

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Robert Lewandowski zeigt mit dem Finger auf sein Team.

Robert Lewandowski wurde nicht Torschützenkönig. Der Stürmer vom FC Bayern München hat nun in einem Interview erzählt, dass er enttäuscht ist, nur Zweiter zu sein. 

Neben der Medaille für die Deutsche Meisterschaft blieb ein leerer Platz in der Vitrine von Lewandowski. Es fehlt die Torjägerkanone. Die schnappte sich Borussia Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang mit seinem Doppelpack gegen Werder Bremen am letzten Spieltag. Der ehrgeizige Pole in Diensten des FC Bayern war enttäuscht, dass er nicht der beste Torjäger war. 

„Jetzt schmerzt es nicht mehr, aber im ersten Moment schon“, sagte der Angreifer bei Super Express, einem überregionalen, polnischen Boulevardblatt. Außerdem fügt er an, warum er so geknickt ist: „Ich war nicht wirklich zufrieden, wie mein Team mir geholfen hat. Über die Einstellung war ich enttäuscht und verärgert.“

Klingt nach einem Vorwurf, aber wer das Spiel gegen Freiburg am 34. Spieltag gesehen hat, weiß auch, dass Lewandowski viele Möglichkeiten geboten wurden, sein Tore-Konto aufzustocken. Beim Tor zum 4:1 legte er sogar selbst uneigennützig zu Joshua Kimmich quer. Den Kopfball hätte der Stürmer auch selbst machen können. Außerdem belegt eine Statistik von Opta, dass Lewandowski die meisten Großchancen versiebte. 

Das Viertelfinale der Champions League ist noch in Lewys Kopf

Aber auch ein anderer Stachel scheint tief zu sitzen. Das Aus in der Champions League gegen Real Madrid war sicher einer der bittersten Momente im Jahr der Bayern. Immer wieder gingen Gerüchte um, Spieler wären nach dem Rückspiel in der spanischen Hauptstadt dem Schiedsrichter in seine Kabine gefolgt und hätten ihn beschimpft. Diese Gerüchte räumt der Pole nun aus. „Viele Spieler haben gefragt, warum er so und nicht anders gepfiffen hat. Es gab keine Beleidigungen. Seine Fehler haben sich gehäuft, das war unbegreiflich.“

Dabei ging es um die etlichen Fehlentscheidungen wie die Abseitsposition von Cristiano Ronaldo oder die Ampelkarte für Vidal. Lewandowski trauert dem Spiel noch hinterher und hatte durchaus Chancen fürs Weiterkommen gesehen: „Wir hätten im Halbfinale stehen können, aber wir sind aufgrund der Fehler der Schiedsrichter ausgeschieden.“ Der selbstbewusste Angreifer sagt auch, dass trotz seiner Verletzung ein Sieg gegen Real möglich gewesen wäre, auch wenn er im Hinspiel nicht dabei war. 

Abgesehen von diesen Rückschläge findet er, dass es eine „gute Saison“ gewesen ist. Und das, obwohl Lewandowski gerne mehr Titel gehabt hätte als nur die Deutsche Meisterschaft.

AnK

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