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„Hat sich lächerlich gemacht“: Hoeneß schießt gegen Innenministerin Faeser

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Von: Antonio José Riether

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Uli Hoeneß ist eine meinungsstarke Persönlichkeit, am Sonntag saß der langjährige FC-Bayern-Manager im „Doppelpass“ und äußerte sich zu zahlreichen Themen.

Update, 13.30 Uhr: Verlängert der FC Bayern den Vertrag mit Qatar Airways? „Tatsache ist, dass ich dazu wenig sagen kann. Ich weiß, dass Oliver Kahn extra eine Woche mit Andi Jung in Katar war und dort Gespräche geführt hat. Beide Seiten diskutieren intern einen Fragenkatalog“, meinte Hoeneß zum Sponsoring-Vertrag, der nur bis 2023 läuft.

„Das wird dann bei uns im Vorstand entschieden, auch der Aufsichtsrat redet mit. (...) In so einem Fall gibt es keine persönliche Meinung, sondern eine gemeinsame Entscheidung“, meint Hoeneß, der andeutet, dass noch nicht klar sei, ob das katarische Staatsunternehmen den Vertrag verlängern wolle. „Der Gegenwind, der hier in Deutschland zu spüren war, hat Spuren hinterlassen“.

Hoeneß wiederholte seine Standpunkte diesbezüglich aus dem September. „Werden sich die Verhältnisse für Arbeiter in Katar verändern, wenn der FC Bayern aussteigt? Ich glaube, nein“, meint Hoeneß. Diese würden sich nur dann verbessern, „wenn wir weiter machen und die Diskussion führen“. Die Zustände der Gastarbeiter hätten sich „mit Sicherheit verbessert und nicht verschlechtert“.

Hoeneß-Rundumschlag im „Doppelpass“: DFB, ZDF und Faeser bekommen ihr Fett weg

Update, 13.08 Uhr: Die Debatte um die „One Love“-Binde und über Menschenrechte ärgert Uli Hoeneß, der sich die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien zur Brust nahm. Dabei nannte er die Namen von ZDF-Moderator Jochen Breyer sowie ARD-Experte Thomas Hitzlsperger, den er als „Miesepeter“ bezeichnete.

Breyer und Hitzlsperger hatten jeweils mit Dokumentationen auf Missstände im Gastgeberland aufmerksam gemacht. Der Ex-Bayern-Spieler Hitzlsperger outete sich 2014 als homosexuell, in Katar sind sexuelle Handlungen unter Frauen sowie unter Männern gesetzlich verboten und stehen unter Strafe.

„Eine Viertelstunde vor Anpfiff des Eröffnungsspiels wurde noch über Menschenrechte geredet und dafür zahlen die über 200 Millionen an Übertragungsrechten“, kritisierte Hoeneß. In Argentinien oder Marokko sei gefeiert und nicht über Menschenrechte diskutiert worden. Die One-Love-Binde bezeichnete er zudem als „albern“, Bundesinnenministerin Nancy Faeser habe sich mit der Binde neben Gianni Infantino „lächerlich gemacht“.

Uli Hoeneß kritisiert Innenministerin Nancy Faeser scharf.
Uli Hoeneß kritisiert Innenministerin Nancy Faeser scharf. © Imago/Future Image/StarMedia

„Doppelpass“: Uli Hoeneß übt Kritik am DFB - „Man muss Aufbruchstimmung erzeugen“

Update, 13.01 Uhr: Wie geht es nun nach der WM mit der Nationalelf weiter? „Man muss eine Aufbruchstimmung für die Nationalmannschaft erzeugen“, fordert Hoeneß, der einige Ideen einbringt, um die Außendarstellung des DFB-Teams zu verbessern.

„Warum machen sie nicht mal ein Länderspiel am Samstagnachmittag um 17 Uhr, wenn auch Kinder zuschauen müssen? Wieso um 21 Uhr, wenn kein Kind zusehen kann? Man kann nicht immer alles haben, dann muss man halt auf Geld verzichten“, meint der 35-fache Nationalspieler. „Man kann mal 20.000 Kinder umsonst reinlassen oder öffentliche Trainings durchführen“, schlägt Hoeneß vor. Zudem kritisierte er die hohen Preise der Tickets für Länderspiele.

Auch die Qualität der Gegner sei entscheidend. „Vor der EM sind etwa 15 Spiele angesetzt, das dürfen aber nicht nur Testspiele gegen Zypern oder Moldau sein. Es muss also Spiele gegen Frankreich, Argentinien und so weiter geben.“

„Doppelpass“: Uli Hoeneß spricht über Harry Kane - „Will und kann der FC Bayern nicht bezahlen“

Update, 12.47 Uhr: Wie sieht es um den deutschen Fußball im Allgemeinen aus? Uli Hoeneß beobachtete einen Aufwärtstrend, der mit der WM jedoch wieder einen Knick erlebt. „Ich glaube, jeder von uns hat gedacht, dass es nach der Pandemie ein Riesenproblem gibt und genau das Gegenteil ist der Fall. Die Leute wollen Spaß und Unterhaltung haben und deshalb ist es besonders fatal, dass das durch die Debatten vor WM in Katar und durch die Leistungen der deutschen Mannschaft einen Dämpfer bekommen hat.“

Update, 12.30 Uhr: Könnte Harry Kane bald für den FC Bayern auflaufen? Hoeneß hat auch hierzu eine klare Meinung. „Kane ist ein grandioser Spieler, aber aus meiner Sicht sind das Größenordnungen und Beträge, die der FC Bayern nicht bezahlen will und möglicherweise auch nicht bezahlen kann – Manchester City ist bei 140 Millionen ausgestiegen.“

Uli Hoeneß schießt gegen Choupo-Berater: „Verwechselt manchmal die Nullen“

Update, 12.16 Uhr: Verlängert Eric Maxim Choupo-Moting seinen Vertrag beim FC Bayern? Hoeneß wäre dafür. Die Gespräche seien jedoch nicht einfach, „wenn auf der anderen Seite Roger Wittmann sitzt“, meinte Hoeneß und kritisierte damit den Berater des Stürmers. „Er verwechselt manchmal die Nullen“, ergänzte er kurz darauf.

Auch innerhalb des Vereins soll die Tendenz pro Verlängerung sein, so Hoeneß. „Was ich höre ist, dass großes Interesse besteht, den Vertrag zu verlängern“, meint der Ehrenpräsident und fügt hinzu: „Eric hat dem FC Bayern in einer schwierigen Situation geholfen, das hat doch keiner geglaubt. An der Aufgabe hat er sich unglaublich gesteigert, macht nicht nur die Tore, sondern hält auch vorne die Bälle, was bei unserem Spiel sehr wichtig ist.“ Darum sei er der Meinung, „dass man das versuchen sollte, auch wenn es dann ein zweites Jahr wäre.“

Update, 11.57 Uhr: Wie schwer ist Neuers Verletzung wirklich? Bild-Fußballchef Christian Falk zufolge handelte es sich bei der Verletzung des Keepers um einen offenen Schien- und Wadenbeinbruch, der Verein kommunizierte jedoch nur eine „Oberschenkelfraktur“. Hoeneß hat diesbezüglich eine klare Meinung: „Ich denke, dass es auch bei Fußballspielern das Arztgeheimnis gibt und der OP-Bericht nicht in der Bild-Zeitung abgedruckt werden muss“.

Uli Hoeneß im „Doppelpass“: Ex-FCB-Manager liegert sich erstes Wortgefecht

Update, 11.46 Uhr: Berichte der Bild-Zeitung, wonach sich Manuel Neuer an der Ablösesumme für Yann Sommer beteiligen sollte, bezeichnete Hoeneß als „unmöglich“ und teilte gegen den Fußballchef des Boulevardblattes aus. „Ein Glück, dass Sie nicht der Manager des FC Bayern sind“, meint Hoeneß in Richtung des Talkgastes Christian Falk. „Im Winter wollte man kein Geld ausgeben beim FC Bayern, jetzt sind es im Gesamtpaket 20 Millionen Euro“, hatte der Journalist festgestellt.

Update, 11.43 Uhr: Auch die Torwart-Frage des FC Bayern ist Gegenstand der Diskussionen beim „Doppelpass“. Uli Hoeneß versteht die Kontroverse um die Keeper-Suche nicht. „Ich finde es seltsam, dass man jetzt die Probleme vom Juli diskutiert. Die Aufgabe unseres Vorstandes war es, die bestmögliche Lösung zu finden und mit Sommer hat man eine sehr gute Lösung gefunden.“ Hoeneß bezeichnete den Schweizer als „Torwart, der mindestens die Probleme für die nächsten sechs Monate löst“.

Für seinen Unfall musste sich Manuel Neuer viel Kritik gefallen lassen. „Dass der Manuel einen Fehler gemacht hat, weiß er wahrscheinlich selbst. Man darf trotz allem nicht vergessen, was dieser Mann für den FCB geleistet hat“, meint Hoeneß. Solche Themen würden bei den Münchnern „sehr human und sozial“ behandelt werden, erklärte der ehemalige Manager und ergänzte: „Da spielt die ein oder andere Million keine Rolle. Der Mensch ist das Wichtigste, dann kommt das Geld - nicht umgekehrt!“

Uli Hoeneß enthüllt im „Doppelpass“: Hansi Flick wollte Mario Götze zurückholen

Update vom 22. Januar, 11.23 Uhr: Auch über die Bundesliga-Rückkehr von Mario Götze in dieser Saison wird thematisiert. Uli Hoeneß meldet sich auch hier zu Wort und bestätigt ein Transfergerücht aus der Vergangenheit. „Ja, wir hatten vor ein, zwei Jahren, als Hansi Flick bei uns Trainer war, darüber nachgedacht, ihn zurückzuholen. Aber das hat nicht geklappt“, meinte der Funktionär. „Er hat ja in Eindhoven gezeigt, dass er nichts verlernt hat.“

Update vom 22. Januar, 11.15 Uhr: Uli Hoeneß wird unter den Klängen der Studio-Band, die die Bayern-Hymne „Stern des Südens“ spielt, im Studio empfangen.

Der 71-Jährige wird gleich zu Beginn zu seiner Meinung zum WM-Abschneiden befragt und meint: „Das schlechte Abschneiden der Nationalmannschaft hat dem deutschen Fußball nicht gutgetan, aber viele deutsche Vereine stehen in internationalen Wettbewerben gut da“. Sein Wunsch: „Die Nationalmannschaft sollte aber als Lokomotive mit Blick auf die EM 2024 vorangehen.“

Uli Hoeneß beim „Doppelpass“: Alles, was hinter dem FC Bayern kommt, „ist mir egal“

Auch zur neuen Besetzung des DFB-Teammanager-Postens durch Rudi Völler äußerte sich Hoeneß. Er sei „auf jeden Fall“ der Richtige für den Job, meint der Bayern-Ehrenpräsident. „Ich glaube auch, dass seine Meinung in der Zusammenarbeit mit Hansi Flick gehört wird. Ich glaube, der Hansi Flick braucht einen Mann, der hinter ihm steht, wenn es schweig wird.“

Auch über die Bundesliga wird am Anfang der Sendung kurz gesprochen. Für Hoeneß ist eines jedoch klar: „Dass der FC Bayern Deutscher Meister wird, ist für mich hundertprozentig sicher und alles, was dahinter kommt, ist mir egal“, meint der Ex-Manager. Der erste flotte Spruch des Vormittags.

Uli Hoeneß: FC-Bayern-Patron zu Gast im Sport1-„Doppelpass“ - letzter Auftritt im September

München - Sport1 feiert sein 30-jähriges Bestehen, anlässlich des Jubiläums kündigte der Sender eine spezielle Ausgabe des Fußball-Talks „Doppelpass“ an. So wird Uli Hoeneß, der langjährige Manager des FC Bayern und heutige Ehrenpräsident des Rekordmeisters, am Sonntag, dem 22. Januar, mit von der Partie sein. Dabei wird es wohl um die Verpflichtung von Yann Sommer gehen, aber auch um andere tagesaktuelle Themen aus der Bundesliga.

Ulrich „Uli“ Hoeneß
Geboren: 5. Januar 1952 in Ulm
Stationen als Spieler: TSG Ulm, FC Bayern München, 1. FC Nürnberg
Länderspiele für Deutschland: 35
Tätigkeit: Ehrenpräsident und Aufsichtsratsmitglied des FC Bayern

Sport1-Doppelpass: Uli Hoeneß zu Gast in der Jubiläumssendung des Kult-Talks

Der 71-Jährige ist angesichts seiner teils legendären Auftritte in der Kult-Sendung Bestandteil des „Doppelpass“, auch wenn seine öffentlichen Auftritte in den letzten Jahren immer seltener wurden. Im September überraschte er zuletzt mit einem spontanen Anruf während der Live-Sendung zum Thema Katar.

Die wirren bis kontroversen Standpunkte des Bayern-Machers gingen im Anschluss durch die Medien. So behauptete Hoeneß etwa, dass es den Arbeitern in Katar durch die WM „besser“ ginge, „und nicht schlechter und das sollte man endlich mal akzeptieren“. Bei der Sendung am Sonntag könnte Hoeneß durchaus zu seinen Äußerungen zum Thema Katar befragt werden, vor dem Turnier gab es unzählige Berichte über die schlechten Bedingungen der Arbeiter im Emirat sowie tausende Todesfälle auf den Baustellen.

Uli Hoeneß wird am Sonntagvormittag beim „Doppelpass“ zu Gast sein.
Uli Hoeneß wird am Sonntagvormittag beim „Doppelpass“ zu Gast sein. © Christoph Hardt/imago-images

Uli Hoeneß sorgte im September mit Katar-Aussagen für viel Kritik

In der letzten Sendung hatte Hoeneß auch den ausgesprochenen Katar-Gegner Andreas Rettig auf unsachlicher Ebene angegriffen. „Ich möchte den Andreas Rettig, den König der Scheinheiligen, mal fragen, ob er im Winter nicht mehr so warm duscht und ob er sich zum Gas aus Katar schon Gedanken gemacht hat?“, fragte Hoeneß den Studiogast. Daraufhin musste sich der Welt- und Europameister viel Kritik gefallen lassen.

Ob sich Hoeneß auch diesmal auf einen anderen Gast einschießt, bleibt abzuwarten. Neben dem Ulmer werden auch Ex-Profi Mario Basler, Sport1-Boss Olaf Schröder, Bild-Fußballchef Christian Falk sowie der Journalist Michael Bröcker neben dem Sport1-Experten Stefan Effenberg in der Sendung ihre Meinung äußern. (ajr)

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