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Das letzte Stadtduell gab es 2008

Lokal-Derby im DFB-Pokal? Das sagen Bayern und Löwen

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FC Bayern gegen TSV 1860 - kommt es wieder zu einem echten Derby?

München - Das wäre ein Ding! Im Achtelfinale im DFB-Pokal könnte es zum Duell FC Bayern gegen TSV 1860 kommen. Wie sehen die beiden Vereine ein mögliches Lokalderby?

FC Bayern: Her mit dem Derby!

Der Titelverteidiger ist entthront, der FC Bayern schon jetzt der Top-Favorit auf den Pokalsieg. Sportlich sind die Münchner das Maß der Dinge, auf nationaler Ebene derzeit nahezu ohne Konkurrenz – aber dennoch schauen sie am Sonntag (19.30 Uhr, Sky) bei der Auslosung des DFB-Pokal Achtelfinals ganz genau hin. Denn eine Paarung würde ganz München elektrisieren, auch wenn das Duell David gegen Goliath heißen würde. Also, bitte: Her mit dem Derby!

Der FCB gegen den TSV, die Roten gegen die Blauen – das gab es zuletzt am 27. Februar 2008, auch im Pokal. Wenn Schlagersängerin Vanessa Mai am Sonntagabend ein glückliches Händchen besitzt, könnte am 15./16. Dezember nicht nur der Glühwein in der Allianz Arena das Münchner Fußballherz erwärmen. Auch die FCB-Stars fiebern der Auslosung entgegen. Auf die Frage, was er sich wünsche, entgegnete Philipp Lahm umgehend: „Ein Derby. Schön wär’s.“ Der Kapitän hätte sogar nichts gegen zwei Lokalduelle einzuwenden, schließlich ist die SpVgg Unterhaching auch noch im Wettbewerb. „In der einen Runde den, in der nächsten den anderen“, grinste Lahm mit Blick auf die möglichen Gegner aus der Umgebung.

Die Entscheidung im letzten Derby am 28. Februar 2008: Franck Ribéry versenkt den Foulelfmeter in der letzten Minute der Verlängerung, Bayern gewann somit 1:0 gegen 1860.

Das bislang letzte Aufeinandertreffen mit den Löwen hat der 31-Jährige noch bestens in Erinnerung. Kein Wunder, schließlich ist er neben Franck Ribéry der einzige verbliebene Star aus dem damaligen Kader. Der Franzose verwandelte 2008 in der 120. Minute einen unberechtigten Elfmeter zum 1:0-Sieg. Pagenburg hatte Klose damals vor dem Strafraum zu Boden geholt. Davon weiß Lahm natürlich nichts mehr. „Von wegen Fehlentscheidung. Wir sind souverän weitergekommen durch Francks Elfmeter“, meinte der Kapitän, der damals noch als Linksverteidiger agierte, nicht ganz ernst gemeint. Neben ihm gibt es im Team noch einen waschechten Bayern, der mit dem FCB zwar schon fast alles gewonnen, aber noch nie ein Derby bestritten hat – Thomas Müller. Diesen Makel würde der 26-Jährige gerne abstreifen. „Und jetzt gegen die Löwen“, wünschte er sich auf dem Weg in die Kabine. Als „interessant“ bezeichnete Matthias Sammer ein mögliches Stadtduell, am liebsten wäre ihm allerdings ein Heimspiel. Das wäre gegen die Löwen ja irgendwie garantiert.

So stehen die Chancen auf ein Münchner Pokal-Derby

1860 München: Derby? Erst im Halbfinale ...

Philipp Lahm wünscht sich fürs Pokal-Achtelfinale im Dezember ein Derby gegen den TSV 1860. Bei den Löwen dürfte angesichts der sportlichen Kräfteverhältnisse eher ein Vergleich mit der SpVgg Unterhaching auf dem Auslosungswunschzettel für Sonntagabend stehen. „Bayern? Besser erst im Viertel- oder Halbfinale“, sagte Mittelfeld-Abräumer Milos Degenek gestern Mittag nach der Rückkehr aus Mainz. Und 1860-Sportchef Necat Aygün meinte gegenüber der tz: „Schön wäre in jedem Fall ein Heimspiel. Ein Derby gegen den FC Bayern, hmm… das würde ich mir lieber in der Bundesliga wünschen.“

Vom Aufstieg sind die Löwen als siegloser Vorletzter der Zweiten Liga aktuell ein Stückchen entfernt. Was Mehmet Scholl, der Derbyheld a. D., in der ARD mit der ihm eigenen Ironie kommentierte: „Was lernen wir aus der Geschichte der Löwen? Sie spielen in der falschen Liga!“, witzelte Scholl nach dem 2:1-Sieg der Sechziger beim FSV Mainz. „Zwei Erstligisten rausgeworfen und in der Zweiten Liga können sie nicht gewinnen.“

Die Löwen als Bundesligist? Scholl, der alte Romantiker, „hätte nichts dagegen, wenn sie in der Ersten Liga spielen würden. Dann hätten wir in der Stadt wieder diese Derbys.“

Diese Derbys, lang ist’s her…

Das letzte Bundesliga-Duell datiert vom 25. April 2004. Damals siegten die Bayern im ersten Spiel von Löwen-Nottrainer Gerald Vanenburg am 30. Spieltag durch einen Treffer von Roque Santa Cruz mit 1:0. Vier Wochen später waren die Sechziger in die Zweite Liga abgestiegen und verkündeten trotzig auf Transparenten: „Wir kommen wieder!“ Das beste Resultat seitdem: ein vierter Platz zum Abschluss der Saison 2004/05. Seitdem war man der Dritten Liga meist näher als der Bundesliga. Sportlich und umsatztechisch war die Schere zwischen Rot und Blau noch nie so weit geöffnet wie jetzt, nicht einmal in den Bayernliga-Jahren der Löwen.

sw/lk

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