Ex-Münchner spricht über Privatleben

Lothar Matthäus überrascht mit erstaunlich ehrlichem Liebes-Geständnis

Lothar Matthäus heiratete in seinem Leben bereits fünf Frauen. Die vier gescheiterten Ehen betrachtet der Rekordnationalspieler als „Niederlagen“ - ist aber dennoch zufrieden.

München - Lothar Matthäus kann getrost als einer der erfolgreichsten deutschen Fußballer aller Zeiten bezeichnet werden. Der frühere zentrale Mittelfeldspieler sicherte sich unter anderem sieben Mal die deutsche Meisterschaft mit dem FC Bayern, holte sowohl mit dem FCB als auch Inter Mailand den Uefa-Cup und wurde als Weltmeister als nach wie vor einziger Deutscher zum Weltfußballer des Jahres gewählt.

Lothar Matthäus: Beeindruckende Karriere des Rekordnationalspielers

Darüber hinaus war Matthäus nach seiner Spielerkarriere als Trainer aktiv und war in dieser Zeit Nationalcoach von Ungarn und Bulgarien. Zudem stand er für Rapid Wien, Partizan Belgrad und Maccabi Netanja (Israel) an der Seitenlinie. Als Trainer war Matthäus dabei jedoch keineswegs so erfolgreich wie zuvor als Spieler. Heute ist er TV-Experte beim Bezahlsender Sky.

Trotz der herausragenden Erfolge als Spieler scheint der mittlerweile 59-Jährige nicht bei allen Fußballfans im Land einen hohen Kredit zu haben. Immer wieder wird Matthäus für sein Handeln abseits des Platzes belächelt. Sei es wegen englischsprachiger Fernsehinterviews oder seinem Privatleben samt insgesamt fünf Ehen.

Die Karriere von Lothar Matthäus

1978-79: FC Herzogenaurach

1979-84: Borussia Mönchengladbach

1984-88: FC Bayern München

1988-92: Inter Mailand

1992-00: FC Bayern München

2000: New York Metro Stars

Lothar Matthäus: „Das Ende einer Ehe ist eine Niederlage“

Im Nachhinein betrachtet der Rekordnationalspieler die bereits vier gescheiterten Ehen als Niederlagen, wie er nun in einem Interview mit dem Sport-Magazin Fußball & Familie erklärte. Auf die Frage, was er in seinem Leben bereut, sagte Matthäus: „Das Ende einer Ehe ist eine Niederlage. Man geht hinein wie in ein Fußballspiel. Man will gewinnen. Man geht die Ehe ein, weil man dran glaubt.

Von 1981 bis 1992 war Matthäus das erste Mal verheiratet und bekam mit seiner Frau Sylvia zwei Töchter. Zwei Jahre nach der Scheidung heiratete der gebürtige Erlangener das Schweizer Model Lolita Morena, die Mutter seines ersten Sohnes wurde. Nachdem die Beziehung 1999 gescheitert war, liierte sich der Weltmeister 2003 mit der Serbin Marijana Kostić, mit der er bis 2008 zusammen blieb.

Lothar Matthäus: „Das Wichtigste für mich ist, dass ich auch heute noch in den Spiegel gucken kann“

Am Neujahrstag 2009 heiratete Matthäus dann ein viertes Mal und zwar das ukrainisch-deutsche Model Liliana Nova. Die Ehe hielt allerdings nur zwei Jahre, schon im Februar 2011 setzte es die Scheidung. Seit 2014 ist Matthäus mit der Russin Anastasia Klimko verheiratet. Das Paar hat einen Sohn.

Rückblickend spricht Matthäus reflektiert über seine Partnerinnen: „Das Wichtigste für mich ist, dass ich auch heute noch für mich in den Spiegel gucken kann und sagen: ‚Hör zu, es hat zwar nicht funktioniert. Du hast dein Ziel nicht erreicht. Aber du hast dich immer ehrlich und korrekt verhalten.‘ Das waren Lebenserfahrungen. Hat nicht sollen sein, aus unterschiedlichsten Gründen.“

Liliana & Lothar: Mit dem Model war Matthäus etwas mehr als zwei Jahre lang verheiratet.

Lothar Matthäus: „Trotz gescheiterter Endspiele, trotz gescheiterter Ehen bin ich sehr zufrieden“

Zu diesen Lebenserfahrungen zählt der 150-fache Nationalspieler auch die verlorenen europäischen Endspiele. 1987 führte Matthäus den FC Bayern als Kapitän ins Finale des Europapokals der Landesmeister gegen den FC Porto. In der Startelf der von Udo Lattek trainierten Münchner stand neben Michael Rummenigge und Dieter Hoeneß unter anderem auch der jetzige Bayern-Coach Hansi Flick. Doch keiner von ihnen konnte die Niederlage verhindern. Trotz Münchner Pausenführung gewannen die Portugiesen mit 2:1.

Zwölf Jahre später erlebte der Ehrenspielführer des DFB dann „die schlimmstmögliche Niederlage aller Zeiten“, wie Matthäus das Champions-League-Finale 1999 einst gegenüber der Münchner Abendzeitung bezeichnete. Binnen 102 Sekunden machte Manchester United aus einem 1:0 ein 1:2. Der sicher geglaubte Königsklassentriumph wurde in der Nachspielzeit zerstört. Wie schon 1987 stand Matthäus in der Startelf. Alles in allem ist der 59-Jährige dennoch glücklich über seine bisherige Vita: „Trotz gescheiterter Champions-League-Endspiele, trotz gescheiterter Ehen bin ich mit meinem Leben sehr zufrieden.“ (as)

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