Einschätzung vor Gladbach-Spiel

Matthäus: "FC Bayern hat eine Sonderstellung"

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Lothar Matthäus.

München - Der FC Bayern muss am Sonntag gegen Gladbach ran. Es deutet alles auf ein spannendes Duell hin – auch wenn Lothar Matthäus die Bayern noch minimal im Vorteil sieht.

Bayern gegen Gladbach, Erster gegen Zweiter, oder: Guardiola gegen Favre! Das Topspiel am Sonntag (17.30 Uhr, Sky) ist auch das Duell der beiden Toptrainer der Bundesliga. Und wenn die beiden dann aufeinandertreffen, werden sie sich auch an ihre Zeit vor mehr als 20 Jahren in Barcelona erinnern. Der heute fast 57 Jahre alte Favre hospitierte als junger Trainer damals 15 Tage bei den Katalanen unter Trainer Johan Cruyff, der im defensiven Mittelfeld einen jungen Spieler namens Pep Guardiola förderte. Favre schwärmt noch heute von den damaligen Eindrücken: „Es war fantastisch. Die Philosophie von Cruyff hat mich beeindruckt“, erzählte Gladbachs Coach. Guardiola habe als Trainer später vieles von damals weiterentwickelt – bis hin zum heutigen Stil des FC Bayern.

Auch Favre, wie Guardiola ein strategischer Mittelfeldspieler, ist geprägt vom System Cruyff. Die heutigen Unterschiede zwischen seiner und Guardiolas Interpretation sind minimal. Favre setzt auf pfeilschnelle Außenspieler, der Bayern-Trainer bevorzugt trickreiche und stellt sie gerne auf die „falsche“ Seite. Guardiolas Mannschaften verteidigen sehr hoch und gezielt in kleinen Gruppen, Gladbachs Stärken unter Favre liegen im Verschieben der Reihen und dem blitzschnellen Umschaltspiel, mit gezielten Pässen in die Tiefe, gerne auch über außen. Bayern spielt mit einem „Sechser“, Favre stellt zwei Stabilisatoren auf.

Es deutet alles auf ein spannendes Duell hin – auch wenn Lothar Matthäus die Bayern noch minimal im Vorteil sieht. „Man sollte den Gegnern immer den nötigen Respekt zollen. Aber klar: Bayern München hat eine Sonderstellung in der Bundesliga“, so der Weltmeister von 1990 zur tz. „Man kann keinen Kader der Bundesliga mit dem des FC Bayern vergleichen, dennoch kommt der Erfolg der Borussia nicht von ungefähr. Die haben was auf die Beine gestellt in den vergangenen Jahren, vor allem in der Offensive haben sie große Qualität. In Gladbach ist eine Mannschaft zusammengewachsen, die um die Champions-League-Plätze mitspielen wird.“

Guardiola hatte seine Truppe bereits vergangenes Jahr vor dem Duell gegen die Gladbacher eindringlich gewarnt: „Favre kann es schaffen, uns zu stoppen und eine gute Arbeit machen“, sagte Pep. Am Ende hatten aber trotzdem die Bayern zweimal die Nase vorn: 2:0 und 3:1.

lop

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