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Bayern-Star Hernandez ins Gefängnis? Entscheidung gefallen

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Von: Alexander Kaindl

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Lucas Hernandez machte zuletzt Schlagzeilen abseits des Platzes - eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten stand im Raum. Nun ist die Entscheidung um den Bayern-Star gefallen.

Madrid - Lucas Hernandez* muss nicht für sechs Monate ins Gefängnis. Die Strafe für den Verteidiger des FC Bayern* wird stattdessen auf Bewährung ausgesprochen. Die Münchner und ihr Rekord-Transfer werden aufatmen - schließlich hätte der französische Weltmeister im Worst Case mehr als 30 Spiele verpassen können.

Die spanische Justiz hat einer Berufungsklage der Anwälte des Abwehrspielers stattgegeben, wie das Landgericht am Mittwoch in Madrid mitteilte. Die sechsmonatige Haftstrafe wegen häuslicher Gewalt war schon 2019 von einem Strafgericht in Madrid verhängt worden*.

FC Bayern: Lucas Hernandez ins Gefängnis? Entscheidung ist nun fix

„Wir sind der Ansicht, dass der Berufung stattgegeben werden soll und der Haftantritt aufgehoben wird“, teilte das Gericht in einem Statement mit. Die Strafe wurde zur Bewährung für vier Jahre ausgesetzt. In dieser Zeit darf Hernandez keine Straftat begehen, sonst muss er die Haftstrafe doch in Spanien in einem Gefängnis seiner Wahl antreten. Zudem sprach das Gericht eine Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu je 400 Euro (96.000 Euro) gegen den 25-Jährigen aus.

Beim FC Bayern München hatte man zuletzt immer wieder betont, dass es sich um eine Privatangelegenheit handle - dennoch stärkten die Verantwortlichen ihrem „Luci“ den Rücken. Trainer Julian Nagelsmann unterstrich erst am Dienstag auf der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach*, weiter mit Hernandez zu planen. Er erklärte außerdem, dass er nicht den Eindruck habe, dass die Situation den Linksfuß großartig belaste.

Hernandez hatte gegen ein Kontaktverbot verstoßen - Inzwischen ist er mit seiner damaligen Freundin verheiratet

Hernandez war wegen eines Verstoßes gegen ein Annäherungs- und Kontaktverbot gegenüber seiner heutigen Ehefrau im Dezember 2019 zu einer sechsmonatigen Haft verurteilt worden. In der vergangenen Woche war er deshalb in Madrid vor Gericht erschienen, um dort die Anordnung der Strafe entgegen zu nehmen.

Im Februar 2017 waren sowohl der damalige Profi von Atletico Madrid als auch seine Freundin nach einem Streit wegen häuslicher Gewalt zu 31 Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Außerdem wurde ein Kontaktverbot ausgesprochen. Hernandez und seine Freundin versöhnten sich nach dem Streit allerdings und heirateten einige Monate später. Bei der Rückkehr aus den Flitterwochen wurde der Franzose aufgrund des Verstoßes gegen das weiterhin geltende Kontaktverbot verhaftet. (akl/dpa/sid) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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