Thiago wieder fit

Bayerns Luxuskader: Wer muss auf die Tribüne?

Beim FC Bayern müssen auch Nationalspieler regelmäßig auf die Bank.
+
Beim FC Bayern müssen auch Nationalspieler regelmäßig auf die Bank.

Der FC Bayern hat ein Problem. Ein Luxusproblem. Alle Feldspieler sind fit und es gibt nicht genug Platz im Kader. Jupp Heynckes muss unangenehme Entscheidungen treffen.

München - Der FC Bayern hat am Samstag um 15.30 Uhr gegen den VfL Wolfsburg (fast) den kompletten Kader zusammen. Lediglich Manuel Neuer fehlt weiter verletzt. Das stellt Trainer Jupp Heynckes vor Probleme. Er hat aktuell einfach zu viele Spieler, die sich um einen Stammplatz bewerben.

Thiago ist nach seinem Muskelteilriss im Oberschenkel und fast drei Monaten Verletzungspause zurück im Kader des FC Bayern - und steht gegen Wolfsburg direkt in der Startelf. „Thiago hat jetzt zwei Wochen lang am Mannschaftstraining teilgenommen", sagte Trainer Jupp Heynckes am Freitag auf der Pressekonferenz der Münchner. Damit verschärft sich das Luxusproblem im Bayern-Kader: Alle 19 Feldspieler sind fit.

So sehen Sie Wolsburg gegen Bayern.

Die Rechnung ist dabei recht einfach. Im 18er Kader sind zwei Torhüter, es bleiben also 16 Plätze für Feldspieler übrig. Heißt: Drei müssen auf die Tribüne. In der vergangenen Woche gegen Schalke erwischte es neben dem noch geschonten Thiago bereits Außenverteidiger Juan Bernat und Mittelfeldspieler Sebastian Rudy.

Immerhin: Gegen Wolfsburg muss Jupp Heynckes erneut nur zwei Spieler streichen. Arturo Vidal fehlt wegen einer Gelbsperre. Die Wahl, wenn Heynckes letztlich auf die Tribüne setzt, fällt aber schwer.

Zwölf Spieler im Kader gesetzt

Vor allem im zentralen Mittelfeld herrscht in München ein (gewolltes) Überangebot. Mit Javi Martinez, Vidal, Rudy, James Rodriguez, Thiago, Corentin Tolisso und Thomas Müller streiten sich sieben Spieler um drei Positionen. 

Doch wer muss künftig bei den Bayern auf die Tribüne, wer ist gesetzt und wer könnte in die Mannschaft rotieren? In wichtigen Spielen, beispielsweise im Pokal-Halbfinale gegen Leverkusen oder in der Champions League, gibt es gleich eine Reihe von Spielern, auf die Heynckes nicht verzichten wird: Joshua Kimmich, Mats Hummels, Jérôme Boateng, David Alaba, James Rodríguez, Thiago, Javi Martínez, Thomas Müller, Arjen Robben, Kingsley Coman, Franck Ribéry und Robert Lewandowski. 

Von den 16 Plätzen für Feldspieler im Kader sind also von vorne herein zwölf fest vergeben. Es bleiben vier Plätze übrig. Schaut man auf das vorhandene Spielermaterial fällt auf, dass in der Abwehr kaum Ersatz vorhanden ist. Also dürften ein Innenverteidiger (Süle) und ein Außenverteidiger (Rafinha, Bernat) noch zum Kader gehören. Bleiben noch zwei von 16 Plätzen.

Rudy, Tolisso und Vidal droht Tribüne

Im zentralen Mittelfeld sind bereits vier Spieler für drei Positionen im Kader. Um genügend Optionen auf der Bank zu haben, dürfte noch ein weiterer Mittelfeldspieler hinzukommen. Um diesen Platz streiten sich dann Rudy, Vidal und Rekord-Neuzugang Tolisso. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass theoretisch zwei der sieben zentralen Spieler auf die Tribüne müssen. 

Doch das ist gar nicht so einfach, denn aktuell kann Heynckes jeden der sieben Spieler bringen, ohne dass ein großer Leistungsverlust erkennbar ist. Zudem haben alle unterschiedliche Stärken, die dem FC Bayern weiterhelfen können. Und doch wird wohl jede Woche einer auf die Tribüne ausweichen müssen.

Gemeinsam mit einem der beiden Außenverteidiger (Bernat oder Rafinha) wären die drei Tribünenplätze also vergeben. Sandro Wagner würde als Ersatz für Robert Lewandowski den letzten Platz im Kader einnehmen.

Alternative Szenarien möglich

Heynckes hat aber natürlich auch Spielraum bei den „Streichkandidaten“. Sitzt beispielsweise Müller auf der Bank, hätte der FCB-Coach einen potenziellen Ersatz für Lewandowski in der Hinterhand. Das könnte Wagner den Platz im Kader kosten. Dafür könnten ein Mittelfeldspieler oder der zweite Außenverteidiger ins Aufgebot rutschen.

In einigen Spielen dürfte Jupp Heynckes viel rotieren und Spieler, die zumeist auf der Bank sitzen, von Beginn an bringen. In diesen Fällen wäre es theoretisch möglich, dass sich auch einer der zwölf gesetzten Spieler auf der Tribüne wiederfindet.

Das Münchner Luxusproblem droht sich in der kommenden Saison gar noch zu verschärfen. Mit Leon Goretzka kommt der nächste Mittelfeldspieler. Dann wären es, Stand jetzt, acht Spieler für drei Positionen. 

WhatsApp-News zum FC Bayern gratis aufs Handy: tz.de bietet einen besonderen Service für FCB-Fans an. Sie bekommen regelmäßig die neuesten Nachrichten zu den Roten direkt per WhatsApp auf Ihr Smartphone. Und das kostenlos: Hier anmelden!

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare