tz-Kolumne "Hart aber Felix"

Magath: Ancelotti ist eine gute Wahl

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"Carlo Ancelotti ist eine gute Wahl" , meint Ex-Bayern-Trainer Felix Magath in seiner tz-Kolumne über den designierten Trainer des FC Bayern.

München - "Carlo Ancelotti ist eine gute Wahl" , meint Ex-Bayern-Trainer Felix Magath in seiner tz-Kolumne über den designierten Trainer des FC Bayern.

Halbzeit, Winterpause. Zeit zum Durchschnaufen und Gelegenheit für eine kleine Zwischenbilanz. Vor der Saison habe ich an dieser Stelle meine Einschätzungen zu allen 18 Erstligisten abgegeben und eine Endtabelle der Saison prognostiziert. Es gibt einige Ausreißer – sowohl nach oben als auch nach unten.

Beim FC Bayern herrscht nun auch Klarheit, was die Trainerfrage angeht. Dass Pep Guardiolas Abschied nun feststeht, wird die Mannschaft nicht aus der Bahn werfen. Die Spieler werden sich intern sicher über das Thema unterhalten. Letztlich wollen alle Stars aber Titel – und sich schon für den neuen Trainer empfehlen. Carlo Ancelotti ist als Nachfolger eine gute Wahl. Ein Trainer, der dreimal die Champions League gewonnen hat, genießt automatisch eine große Autorität. Außerdem hat er im Umgang mit Ronaldo bewiesen, dass er auch im Umgang mit starken Persönlichkeiten kein Problem hat.

Magath: BVB bleibt Verfolger des FC Bayern

Borussia Dortmund überrascht durch eine hohe Treffsicherheit. Dass die Spieler ihre Chancen so effektiv nutzen, ist der größte Unterschied zur Vorsaison. Damals haben Spieler wie Aubameyang und Reus fast alles versiebt, jetzt gelingt ihnen viel mehr. Auch ein Mchitarjan hat noch nie so viele Tore geschossen. Ich sehe keinen Verfolger, der den BVB noch von Platz zwei verdrängen könnte, trotz der Niederlage in Köln.

Die Aufsteiger haben in der ersten Hälfte der Hinrunde für Furore gesorgt. Auch Fürth oder Paderborn starteten einst euphorisch, bauten dann aber ab. Das wird in der Rückrunde nicht anders sein. Ingolstadt macht noch den gefestigteren Eindruck. Ihnen traue ich durchaus zu, dass sie nicht in Abstiegsnöte kommen. Darmstadts Leistung beeindruckt mich weiterhin. Ein Super-Job von Trainer Dirk Schuster. Aber die Gegner stellen sich auf die Spielweise seines Teams inzwischen ein.

Wesentlich besser hatte ich den VfB Stuttgart eingeschätzt. Ich bleibe auch weiter dabei, dass die Mannschaft ein großes Potenzial hat. Der Verein hat den Fehler mit der Verpflichtung von Alexander Zorniger als Trainer inzwischen ja korrigiert. Seine Entlassung war der erste wichtige Schritt zur Rettung. Die einzige Gefahr sehe ich noch darin, dass sich der ein oder andere Spieler in der Rückrunde angesichts der stagnierenden Entwicklung beim VfB Gedanken um einen Vereinswechsel machen könnte. Das Schachern beispielsweise um Daniel Didavi scheint ja schon begonnen zu haben. So etwas kann Unruhe bringen.

Mit dem Tabellenplatz werden die Schalker sicher einigermaßen zufrieden sein. Dennoch ist bei den Königsblauen wieder alles beim Alten. Eigentlich hatten alle auf neuen Schwung unter André Breitenreiter gehofft. Doch auch der jüngste Sieg gegen Hoffenheim fiel unspektakulär aus. Schalke steuert auf eine weitere verschenkte Saison zu.

Von Felix Magath

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