Bayern wesentlich effektiver

ManCity: Knapp eine Milliarde für drei Titel

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ManCity-Coach Manuel Pellegrini inmitten seiner Mannschaft.

München - Die Bayern treffen am Mittwochabend auf Manchester City. Der Scheich-Klub hat in den vergangenen sechs Jahren nur halb so viel Geld ausgegeben wie Bayern, und dafür viel weniger Titel geholt.

Zeit is’ worn! Die Allianz Arena erstrahlt von innen wieder in Blau. Die Banden, die Fähnchen - alles in Blau gehalten! Aber kein hellblau, wie es bei den Zweitligakicks der Löwen zum Einsatz kommt. Es ist ein dunkleres Blau. Royalblau. Champions-League-Blau! Ab heute ist wieder die Königsklasse zu Gast in Fröttmaning - und es geht gleich in die Vollen: Bayern empfängt Manchester City. Der Knaller zwischen dem Münchner Vorzeigeverein und dem Scheichklub von der Insel (20.45 Uhr, Sky und ZDF) geht nach den Vorrundenpartien 2011 und 2013 in die dritte Runde - was besonders Karl-Heinz Rummenigge freuen dürfte. Der Vorstandsboss der Münchner packte die Gelegenheit gleich mal beim Schopf und tat kund, was er von der Transferpolitik der Citizens so hält. „Wir sollten nicht meinen, dass die Finanzen in Ordnung sind“, sagte Rummenigge zum Thema -Financial Fairplay. „Ich fordere die Vereine auf, sich an die Richtlinien zu halten.“

Rückblick: City wurde erst vergangenen Mai zu einer Geldstrafe von 60 Millionen Euro verdonnert, weil Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan es mit dem Financial Fairplay nicht ganz so genau genommen hatte. Ob ihn das juckt, darf allerdings bezweifelt werden. Seit der Scheich 2008 auf den City-Thron stieg, hat er - anschnallen, bitte - 904 Millionen Euro investiert! Für Transfers. Eine knappe Milliarde!

Überraschung: Thiago beim Abschlusstraining dabei

Überraschung: Thiago beim Abschlusstraining dabei

Die Truppe um Knipser Edin Dzeko und Zauberer David Silva holte dafür zwar zweimal den Meistertitel und einmal den FA-Cup, die internationalen Titel jedoch blieben aus. Der größte Erfolg bis dato: das Erreichen des Achtelfinales vergangene Saison. Zum Vergleich: Die Bayern gaben im selben Zeitraum „nur“ 414 Millionen aus, gewannen dafür einmal die Champions League, den europäischen Supercup, die Klub-WM, vier Meistertitel und zweimal  den DFB-Pokal. Und trotzdem: Die direkte Bilanz zwischen beiden Teams könnte ausgeglichener nicht sein. Von den vier Partien siegten beide Teams jeweils zweimal.

Und auch der heutige Gipfel dürfte für den Rekordmeister eine enge Kiste werden. Der Grund: Die Hälfte des Pep-Teams liegt im Lazarett. Schweinsteiger, Thiago und Javi Martínez sowieso, seit vergangenem Samstag auch wieder Holger Badstuber. Doch der größte Schock folgte am Dienstag: Auch Franck Ribéry fällt aus. Nach dem Training am Montag fuhr der Franzose in die Praxis von Bayern-Doc Müller-Wohlfahrt, weil er wieder Schmerzen im lädierten linken Knie (Patellasehne) verspürte. Coach Pep Guardiola bestätigte: „Er hat wieder Schmerzen. Ich denke, er fällt die nächsten Tage aus.“ „Wir brauchen nicht zu jammern, sondern müssen das Spiel annehmen“, will Philipp Lahm keine Ausreden gelten lassen. Mut macht Arjen Robben, der nach seinen Problemen am Sprunggelenk das Abschlusstraining mit der Mannschaft absolvierte. Doch City hat zuletzt mächtig Selbstvertrauen getankt. „Wir haben sieben von zwölf Punkten geholt“, so Ex-Bayer Martin Demichelis: „Ich erwarte ein ausgeglichenes Spiel.“ Es ist der erste Wegweiser der Saison - und hoffentlich auch der erste Dreier in der Königsklasse.

lop, sw

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