ManCity-Trainer

Pellegrini im tz-Interview: "Für Bayern wird's schwer"

+
War stets eines von Peps Vorbildern: Manuel Pellegrini.

München - Wiedersehen macht Freude! Oder doch nicht? Das verrät Manuel Pellegrini, der Trainer von Manchester City, im exklusiven tz-Interview.

Wiedersehen macht Freude! Oder doch nicht? Manuel Pellegrini (60) und Manchester City treffen am Mittwoch (20.45 Uhr, Sky) zum fünften Mal in drei Jahren in einem offiziellen Spiel auf die Bayern. Und auch wenn die Bilanz ausgeglichen ist (zwei Siege, zwei Pleiten), hätte der Chilene gerne gegen jemand anderen gespielt. Warum? Das verrät Pellegrini im tz-Interview.

Herr Pellegrini, mit Moskau und Bayern trifft Ihre Mannschaft auf zwei gleiche Gegner wie im Vorjahr. Gut so?

Pellegrini: Mich hat die Ziehung schon etwas überrascht. Vor allem die Art und Weise, wie gezogen wurde. In der vergangenen Saison hatten wir Bayern, Moskau und Pilsen, dieses Jahr Bayern, Moskau und Rom. Es ist nicht gut, die Gruppen aus dem Vorjahr fast eins zu eins zu wiederholen. Zumal ich es nicht gut finde, wenn die Teams, die Vierter wurden und in die Relegation mussten, am Ende in Topf eins landen. Dort sollten die stärksten Mannschaften vertreten sein.

ManCity war nur in Lostopf zwei.

Pellegrini: In unserer Gruppe finden sich drei Meister: der englische, der deutsche und der russische. In meinen Augen ist das etwas unausgeglichen. Vielleicht gibt es ja in Zukunft ein System, das die Saisonplatzierung und gewonnene Punkte in Europa gleichermaßen behandelt.

Muss das Losverfahren also modifiziert werden?

Pellegrini: Eine gute Lösung wäre, wenn alle Mannschaften, die aus der Relegation kommen, automatisch in Topf vier wandern. Die Meister und die Teams mit den meisten Punkten in Europa gehören dagegen immer in Topf eins. Da muss jetzt einfach etwas geschehen, damit sich nicht noch mal so etwas ereignet wie bei unserer Gruppe in diesem Jahr.

Nun müssen Sie aber doch gegen die Bayern ran. Ist es vielleicht sogar besser, dass Sie schon einige Male gegen sie gespielt haben?

Pellegrini: Ich glaube nicht. Jedes Fußballspiel ist anders. Vergangene Saison war es ja ähnlich. Da hat Bayern im Hinspiel gut gespielt und uns daheim 3:1 geschlagen, danach sind wir in die Allianz Arena und haben sie wiederum 3:2 geschlagen. Beide Spiele waren von Grund auf verschieden, und das, obwohl sie innerhalb von nur einem Monat stattfanden. Fest steht: Wir haben eine ziemlich schwere Gruppe vor der Brust. Die Meister aus Deutschland, England und Russland sowie der italienische Vizemeister – das Weiterkommen wird sehr schwer.

Die Bayern haben sich unter anderem mit Robert Lewandowski und Xabi Alonso verstärkt. Wie werden Sie die Partie dieses Jahr angehen?

Pellegrini: Wie jedes andere Spiel auch: indem wir versuchen, dem Gegner unsere fußballerischen Qualitäten aufzuzwingen. Auch wenn der Gegner in diesem Spiel Bayern München heißt. Gleichwohl müssen wir auch die Besonderheiten unseres Gegners beachten. Wir wissen nämlich, dass es sehr schwer gegen Bayern werden könnte, wenn wir ihnen bereits in den ersten Minuten den Ball überlassen. Aber wenn wir unser gewohntes Spiel durchbringen und dem Ball in unseren Reihen halten, wird es auch für sie schwer.

Ist Pep Guardiolas Handschrift nach einem Jahr in München nun deutlicher zu erkennen?

Pellegrini: Durchaus. Aber Pep verdient nichts anderes. Er ist ein großer Trainer, der es immer geschafft hat, seinen Spielern auch seinen Spielstil zu vermitteln. Wenn man Bayern München spielen sieht, merkt man sofort, dass es Peps Mannschaft ist. Das zeigt seine Qualität und die Arbeit, die er bislang vollbracht hat. Vor allem beim Hinspiel vergangene Saison war das der Fall. In Manchester hat Bayern großartige Ballpassagen gehabt, die Spieler haben auf einem wahnsinnig hohen technischen Niveau agiert. Auf der anderen Seite hatten wir auch einen ziemlich schlechten Tag. Heute sind wir aber erfahrener und weiter.

Interview: Simon Mullock

 

Auch interessant

Meistgelesen

Nach Ancelotti-Trennung: Inter will Vidal im Winter holen
Nach Ancelotti-Trennung: Inter will Vidal im Winter holen
Arbeitet Philipp Lahm bald für den DFB?
Arbeitet Philipp Lahm bald für den DFB?
Hummels erklärt die Heynckes-Bayern: Warum es jetzt klappt
Hummels erklärt die Heynckes-Bayern: Warum es jetzt klappt
Wie im Triple-Jahr: "Papa" Heynckes macht die Bayern flott
Wie im Triple-Jahr: "Papa" Heynckes macht die Bayern flott

Kommentare