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Gnabry-Zukunft beim FC Bayern: Nationalspieler blockt Vertragsverlängerung weiter ab

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Von: Christoph Klaucke

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Serge Gnabry hat das Vertragsangebot noch nicht akzeptiert. Der Offensivstar zögert weiterhin mit einer Verlängerung beim FC Bayern.

Update vom 2. Juni, 15 Uhr: Serge Gnabry zögert mit einer Vertragsverlängerung beim FC Bayern. Der Vertrag des Nationalspielers läuft wie bei Robert Lewandowski im Jahr 2023 aus. Im Gegensatz zum Polen, der seinen Wechselwunsch mehr als deutlich hinterlegt hat, konnte sich Gnabry noch zu keiner Entscheidung durchringen. Auch bei der Nationalmannschaft gab sich der 26-Jährige schmallippig. Bei der heiklen Vertragsfrage gefror das ansteckende Lächeln im Gesicht von Gnabry sekundenschnell.

Serge David Gnabry
Geboren: 14. Juli 1995 (Alter 26 Jahre), Stuttgart
Verein: FC Bayern München
Vertrag bis: 30.06.2023
Marktwert: 70 Millionen Euro

„Zu meiner eigenen Vertragssituation will ich mich hier nicht äußern, deswegen dazu bitte keine weiteren Fragen mehr“, sagte Gnabry bestimmt. Dem Offensivspieler liegt angeblich ein unterschriftsreifer Vertrag über 19 Millionen Euro Gehalt pro Jahr vor. Er wünsche sich eine gewisse Wertschätzung, betonte Gnabry, „die sollte von beiden Seiten gezollt werden“. Es sei allerdings mitnichten so, „dass jeder von uns nur ans Geld denkt“, so der gebürtige Schwabe, „da spielen im Arbeitsverhältnis noch andere Dinge eine Rolle, um sich wohlzufühlen“.

Serge Gnabry wohl vom FC Bayern genervt: Münchner werben um Sadio Mané

Der wechselwillige Robert Lewandowski soll sich echauffiert haben, dass die Bayern um Erling Haaland buhlten. Jetzt soll sich der Rekordmeister mit Sadio Mané vom FC Liverpool einig sein, der eine Alternative zu Gnabry wäre. Dieser wünscht sich zunächst, dass der Zoff zwischen „Lewy“ und dem Klub bald endet. „Es ist ein bisschen schade, wie es da immer hin und her geht“, sagte er, „als Mitspieler und Teil des Vereins hoffe ich, dass es da eine Lösung geben wird“.

Der FC Bayern schließt einen Verkauf von Serge Gnabry nicht aus.
Der FC Bayern schließt einen Verkauf von Serge Gnabry nicht aus. © Imago

Gnabry könne auch die Rolle als Mittelstürmer „gut ausfüllen“, meinte der 26-Jährige, „obwohl es nicht meine Stammposition ist“. Dem Gerangel um die Plätze in München könnte sich Gnabry mit einem vorzeitigen Abschied entziehen, Mané dürfte bald als Ersatz bereitstehen. Zu seinem möglichen Erben, meinte Gnabry frostig, „sage ich nichts“.

Gnabry-Entscheidung offenbar gefallen: Verkauf im Sommer bahnt sich an

München – Verliert der FC Bayern in der kommenden Transferperiode gleich zwei seiner Offensivstars? Robert Lewandowski will den Rekordmeister bekanntlich verlassen, doch die Vereinsführung lehnt einen vorzeitigen Wechsel ab. Anders stellt sich die Gemengelage hingegen bei Serge Gnabry dar. Die Bayern würden einem vorzeitigen Wechsel des Nationalstürmers im Sommer wohl zustimmen.

Verlängerung oder Verkauf? FCB-Bosse forcieren Wechsel

Wie bei Lewandowski läuft auch der Vertrag von Serge Gnabry beim FC Bayern München zum 30. Juni 2023 aus. Der Klub hat dem Spieler deshalb offenbar ein Angebot zur Vertragsverlängerung über 19 Millionen Euro vorgelegt. Doch der 26-Jährige hat das Münchner Vertragsangebot noch immer nicht akzeptiert.

Die FCB-Bosse um Vorstandschef Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic wünschen sich eine Zusage und fordern von Gnabry ein „Ja“. Die Offerte wird offenbar nicht mehr erhöht, wie der kicker berichtet. Die tz weiß: Sollte Gnabry weiterhin seine Unterschrift unter ein neues Arbeitspapier verweigern, soll er noch vor der kommenden Saison verkauft werden, um einen ablösefreien Wechsel zu verhindern.

FC Bayern: Gnabry-Ablöse für Mané-Transfer frei

Gnabry hat es dagegen nicht eilig. Der gebürtige Stuttgarter könnte sich offenbar vorstellen, ohne verlängerten Vertrag in die neue Saison zu gehen. Das ist für den FC Bayern jedoch keine Option. Die Bosse erhoffen sich mit einem Verkauf von Gnabry laut Bild rund 40 Millionen Euro Ablöse. Champions-League-Sieger Real Madrid scheint nach der Absage von PSG-Superstar Kylian Mbappé interessiert zu sein.

Die möglichen Transfer-Einnahmen könnten die Bayern direkt in eine Verpflichtung von Sadio Mané als Gnabry-Nachfolger investieren. Mané, der den FC Liverpool nach dem verlorenen CL-Finale gegen Real verlassen will, ist laut Kicker nicht explizit als Lewandowski-Ersatz eingeplant. Der Senegalese kann diese Rolle aber einnehmen, auch gegen die Königlichen spielte er im Zentrum.

FC Bayern: Mané soll als Gnabry-Nachfolger kommen

Noch ist der Transfermarkt nicht heiß gelaufen. Das Wechselfenster ist noch bis Ende August geöffnet. Deshalb bricht an der Säbener Straße in Sachen Transfers auch noch keine Hektik aus.

Ein Verkauf von Gnabry und ein Transfer von Mané könnte den Bayern jedoch finanziell in die Karten spielen. Das Mané-Gehalt in Liverpool ist offenbar überraschend gering. (ck)

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