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Nach Hoeneß’ Spieler-Schelte - So reagiert Manuel Neuer

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Von: Manuel Bonke

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Torwart Manuel Neuer aus Deutschland fängt den Ball vor Roman Neustädter (l) aus Russland.
Torwart Manuel Neuer aus Deutschland fängt den Ball vor Roman Neustädter (l) aus Russland. © dpa / Christian Charisius

Uli Hoeneß’ Spieler-Schelte ist bis nach Leipzig durchgedrungen. Dort absolvierte Manuel Neuer mit dem DFB-Team die Partie gegen Russland.

Leipzig - Uli Hoeneß macht Ernst! Nach dem Sieben-Punkte-Rückstand auf Dortmund zählt der Bayern-Patron seine Spieler an und verspricht einen radikalen Umbruch zur neuen Saison. Hoeneß’ Spieler-Schelte ist bis zu Manuel Neuer nach Leipzig durchgedrungen. „Klar, dass die Verantwortlichen - egal, wer es ist von oben - uns immer kritisieren dürfen. Dieser Kritik muss sich jeder Spieler dementsprechend stellen. Gerade wenn es nicht läuft und wir keine guten Spiele machen, muss sich jeder Spieler selbst hinterfragen: Tut er alles für den Erfolg? Ist er mit sich selbst zufrieden? Da sind wir aber unsere schärfsten Kritiker“, sagte der Bayern-Kapitän im Gespräch mit der tz, als er mit der Hoeneß-Kritik konfrontiert wurde. 

Der FCB-Präsident ist in der Öffentlichkeit derzeit wieder auffällig präsent. Als vergangenen Sonntag Hans-Joachim Watzke bei Sky auftrat, war Hoeneß parallel als Redner auf einer Veranstaltung geladen. Während einer Pause ließ sich der 66-Jährige kurzfristig am Telefon zuschalten und kündigte dort erst mal einen spannenden Sommer in München an: „Der zweite Schritt des Umbruchs wird das Mannschaftsgesicht ziemlich verändern.“ 

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Nach Spieler-Schelte von Uli Hoeneß: Manuel Neuer im Gespräch 

Dass Hoeneß sich plötzlich wieder vermehrt und ausführlich zur Lage und Zukunft in München äußert, will Neuer aber nicht überbewerten: „Grundsätzlich ist es so, dass Uli Hoeneß in der Vergangenheit immer etwas gesagt hat, wenn es um den FC Bayern ging. Das war jetzt also nichts Neues. Man muss nur die letzten 30 Jahre zurückschauen: Da ist es nie so gewesen, dass der Uli im stillen Kämmerlein saß und sich nicht dazu geäußert hat, was an der Säbener Straße passiert. Dementsprechend ist es für mich, der nun schon etwas länger dabei ist, nichts Neues.“ Dass Hoeneß laut Sport Bild vorm Spiel in Dortmund noch näher als sonst an der Mannschaft war und unter anderem mit im Teambus saß, war in dieser Saison aber schon ein Novum. 

Manuel Neuer will diese Tatsache trotzdem nicht überbewerten, bestätigt gegenüber der tz aber Hoeneß’ Anwesenheit: „Ja, aber das ist nichts Unübliches.“ In der Vergangenheit sei das oft nach Spielen der Fall gewesen. Von daher sei es eigentlich auch teilweise schon Gang und Gäbe gewesen. Der Keeper betont aber: „Gegen Dortmund war es auch ein wichtiges Spiel, von daher: Er möchte, dass es läuft - genau so wie jeder Spieler und jeder Verantwortliche. Er gibt alles dafür, dass es beim FC Bayern funktioniert und wir Spieler müssen auch alles dafür geben, dass es wieder in die richtige Richtung läuft.“ Kapitän und Präsident sind sich also einig, dass alle zusammenhalten müssen, um wieder für Erfolge in München zu sorgen. 

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