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Machs noch mal, Manu!

Drachentöter Neuer kehrt nach Porto zurück

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Für Manuel Neuer ist das Estadio Dragao ein gutes Pflaster.

Porto - Für Manuel Neuer ist der FC Porto ein besonderer Gegner. Im Estadio Dragao machte sich der FCB-Torhüter 2008 erstmals einen Namen. Mit Schalke 04.

1987 - mit diesem Jahr sahen sich die Bayern in letzter Zeit fast täglich konfrontiert. Immer wieder wurden sie auf das Finale des Europapokals der Landesmeister angesprochen und die sensationelle 1:2-Niederlage des FC Bayern gegen Porto. Doch die ist längst Schnee von gestern. „1987 war ich noch nicht geboren, also habe ich auch keine schlechten Erfahrungen mit dem FC Porto gemacht“, meinte Thomas Müller gewohnt gelassen. Und er ist nicht der einzige Münchner, der damals noch gar nicht auf der Welt war. Eigene Erfahrungen mit dem FC Porto haben nur die wenigsten Stars aus dem Kader der Roten gemacht - einer aber ganz besondere. Manuel Neuers Stern am internationalen Fußballhimmel ging gegen jenen Gegner auf, als er am 5. März 2008 im Estadio Dragao zum Drachentöter mutierte.

Dort erwarten den FC Bayern auch am Mittwoch (20.45 Uhr, ZDF & Sky) über 50 000 frenetische Fans, die ihren FC Porto nach vorne peitschen werden.

„Die Atmosphäre ist sehr gut. Die Zuschauer sind laut und emotional“, erinnert sich Neuer nur zu gut noch an seinen außergewöhnlichen Auftritt im CL-Achtelfinale 2008 - damals noch im Trikot des FC Schalke 04. „Es war meine erste Saison in der Königsklasse. Ich war noch sehr jung und das Spiel in Porto sehr eng. Der Gegner hatte zahlreiche Chancen, aber ich hatte einen Sahnetag und habe die Mannschaft im Spiel gehalten“, weiß der heutige Welttorhüter noch genau. „Damals hatte der Manu noch blondierte Haare“, flachste Müller. Auf youTube existiert nach wie vor ein rund zweiminütiges Video, das Neuers Heldentaten der Partie aneinanderreiht. Vier Minuten vor dem Ende egalisierten die Portugiesen den 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel aber doch noch, ehe das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste. Hinter seine Note eins setzte der Jungspund noch ein dickes Sternchen, als er seine Schalker mit zwei parierten Elfern ins Viertelfinale führte. An jenen Abend erinnert sich selbst der Boss der Bayern noch bestens. „Er hat da Schalke 04 praktisch im Alleingang gerettet“, sagte Karl-Heinz Rummenigge, der gestern mit seinen Vorstandskollegen der Mannschaft nach Portugal folgte. „Unter anderem deshalb haben wir ihn ja gekauft.“

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Auch heute Abend könnte auf den mittlerweile 29-jährigen Weltmeister eine Menge Arbeit zukommen. „Porto ist eine sehr, sehr gute Mannschaft“, warnt Pep Guardiola vor dem Tabellenzweiten der portugiesischen Liga und sprach dem Team von Julen Lopetegui ein großes Lob aus: „Die Mannschaft spielt ein sehr gutes Angriffspressing und ist vor allem in der Spielverlagerung stark.“ Dennoch blicken die Bayern in erster Linie auf sich. „Ich denke nicht ans Ergebnis, sondern fokussiere mich auf unsere Spielweise“, sagte Guardiola. Die ist seit dem Ausfall von Arjen Robben und Franck Ribéry deutlich vertikaler ausgerichtet, wie Müller bestätigte: „Unsere Spielweise hat sich natürlich geändert. Jetzt ist es eher so, dass Lewy und ich in die Tiefe gehen. Wir suchen weniger die Dribblings von außen nach innen.“ Beim FCB gibt es in der schwierigen Phase ohnehin nur eine Konstante - und die steht im Tor. Sollte Neuer auch nur annähernd seine Form aus dem letzten Gastspiel in Porto erreichen, werden die Münchner heute zumindest nicht verlieren. Egal, wie sie angreifen werden.

Sven Westerschulze

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