Auch beim DFB läufts prächtig

Manuel Wintzheimer - Die Tormaschine des FC Bayern

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Manuel Wintzheimer (re.) durfte diese Saison bereits 21 Mal einen Torerfolg mit seinen Kollegen feiern.

FC Bayern München (B-Junioren) - Zuletzt ist viel über das Fehlen von eigenen Talenten im Profi-Kader des FC Bayern diskutiert worden. Mit Torjäger Manuel Wintzheimer gibt es in der U-17 jedoch einen vielversprechenden Kandidaten für die Zukunft.

Der 17-jährige Stürmer hat bislang eine herausragende Saison hinter sich. Nach den ersten 15 Spieltagen der B-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest hat Wintzheimer bereits 21 Treffer erzielt und vier Mal für seine Teamkollegen aufgelegt. Auch dank dieser unglaublichen Quote stehen die B-Junioren des FCB zur Winterpause mit 39 Punkten an der Tabellenspitze. Der Vorsprung auf den ersten Verfolger von der TSG Hoffenheim beträgt dabei vier Punkte. Für Wintzheimer ist die Zielsetzung klar: "Es wäre schon eine super Sache die Endrunde der Deutschen Meisterschaft zu erreichen", betont er auf der vereinseigenen Website. 

Dass es überhaupt so weit kommen konnte, hat auch viel mit einer mutigen Entscheidung zu tun. Im Alter von 14 Jahren entschied er sich, seine beschauliche Heimat Arnstein, eine Gemeinde in der Nähe von Würzburg, zu verlassen und in das Jugendhaus des FC Bayern zu ziehen. „Am Anfang war es schon ein bisschen schwierig, aber ich habe mich sehr schnell an alles gewöhnt.“, erinnert er sich an die ersten Wochen an der Säbener Straße. Seither geht es für den Youngster Schritt für Schritt nach oben. Der Stürmer, der Robert Lewandowski als sein großes Vorbild angibt, traf bereits vergangenes Jahr in der U-16-Mannschaft satte 18 Mal in 16 Spielen ins Tor. Sein jetziger Trainer Tim Walter beschreibt seine personifizierte Torgarantie als "arbeitenden Sürmer", der eine "große Qualität im Abschluss" besitzt.

Solche Leistungen blieben natürlich auch den Scouts des Deutschen Fußball Bundes (DFB) nicht verborgen. So wurde Wintzheimer im November erstmalig für die U-17 Nationalmannschaft nominiert und feierte dort sogleich ein glänzendes Debüt. In seinem ersten Einsatz gegen die U-17-Auswahl Englands trug sich der Unterfranke beim 5:3-Erfolg mit einem Doppelpack in die Torschützenliste ein. Der Einstand nach Maß hat beim jungen Knipser die Lust auf mehr geweckt. "Es wäre hervorragend, wenn ich mich in der U-17 Nationalmannschaft etablieren könnte.", formuliert er im Gespräch mit dfb.de seine Ziele mit dem Adler auf der Brust.

Damit ihn das Heimweh und die große Entfernung zu seiner Familie nicht zu sehr übermannt, betreiben seine Eltern einen großen Aufwand. Sie reisen jedes Wochenende durch den Süden der Republik, um alle Spiele ihres Sprösslings vor Ort verfolgen zu können. "Sie bleiben den ganzen Tag in München, reisen dann wieder ab", so Wintzheimer, der glücklich darüber ist, dass er nicht nur Telefonkontakt zu seinen Eltern hat. In der Schule stehen für das Talent bald die Abschlussprüfungen zur Mittleren Reife auf dem Programm. Für Wintzheimer, der seine schulischen Stärken in den Bereichen Mathe und Physik sieht, soll dies allerdings nur ein nötiger Schritt, ohne größere Bedeutung sein. Er verfolgt ganz klar das Ziel einmal als Profi-Fußballer sein Geld zu verdienen.

Diesen Traum beim FC Bayern, dem er seit Kindheitstagen die Daumen drückt, zu verwirklichen, beschreibt er selbst als "unglaublich". Heiko Vogel, Jugendkoordinator und Trainer der Bayern-Reserve, hat ihn zumindest schon einmal auf dem Zettel. „Er hat einen Torinstinkt, den man nicht erlernen kann. Ihm reichen wenige Situationen, um ein Tor zu erzielen.“, zeichnet Vogel, der sonst sehr sparsam mit lobenden Worten umgeht, seinen hoffnungsvollen Nachwuchs-Bomber aus.

Quelle: fussball-vorort.de

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