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Marcel Reif meint nach P1-Party mit BVB-Legende: „Verhältnis Boateng und FC Bayern auf tiefem Stand“

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Von: Marcus Giebel, Moritz Bletzinger, Lukas Schierlinger, Andreas Knobloch

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Jerome Boateng lud zur Party.
Jerome Boateng lud zur Party. © sampics / Christina Pahnke / Christina Pahnke

Bei der Party unter dem Namen „BOA CLUB X P1“ von Jerome Boateng waren hochkarätige Gäste am Start. Sogar eine BVB-Legende traute sich nach der Klatsche zur Feier. Von einem Experten hagelt es Kritik am Bayern-Star.

Update vom 7. April, 16.19 Uhr: Wie reagieren die Bayern-Bosse auf Jerome Boatengs Party am Abend des wohl wichtigsten Bundesligaspiels der Saison? Marcel Reif geht davon aus, dass die Feier Nachwirkungen haben wird. „Ich glaube, dass sie mit Jerome Boateng ein Problem haben werden in den nächsten Wochen“, sagte der Experte im Sport1-“Doppelpass“: „Mit der Ankündigung einer Party ist er völlig raus aus dem Mannschaftsgefüge.“

Zugleich betont der langjährige Kommentator aber auch, dass das Ergebnis gegen den BVB dem Weltmeister natürlich in die Karten spielen würde: „Bei 5:0 ist alles okay. Wenn sie nicht gewonnen hätten, hätte diese Party-Aktion noch für Gesprächsstoff gesorgt.“ Für Reif steht fest: „Für das Binnenverhältnis ist das kein guter Leistungsnachweis. Ich glaube, dass das Verhältnis Jerome Boateng und FC Bayern auf einem tiefen Stand ist.“

Video: Sehen Sie hier Boatengs Traumtor im Training

Bayern-Stars und BVB-Legende Weidenfeller feiern auf Boatengs Party

Update vom 7. April, 8.23 Uhr: Den Sieg gegen Borussia Dortmund gebührend feiern? Die Gelegenheit bot sich den Bayern-Spielern auf Boatengs Party im P1. Wer wann mit wem kam, wurde von der Bild protokolliert. Jerome Boateng selbst kam beispielsweise erst um 1.37 Uhr - zu diesem Zeitpunkt waren die hochkarätigsten Gäste schon am Abfeiern. Neben Sprint-Legende Usain Bolt waren auch Lena Meyer-Landrut, Rapper Capital Bra, Ex-GNTM-Juror Peyman Amin oder auch Palina Rojinski zugegen. 

Von den FCB-Stars, frisch gebackener Tabellenführer, zeigten sich einige, manche wenn auch nur kurz. Der 18-jährige Alphonso Davies kam mit den Nachwuchs-Hoffnungen Joshua Zirkzee (17 Jahre alt) und Chris Richards (19)* kurz vor Mitternacht. 

Um 0.26 Uhr ist dann Serge Gnabry aufgetaucht. Neun Minuten später ist sogar eine Ex-BVB-Legende gesehen worden: Roman Weidenfeller war zu Gast. Der Ex-Keeper holte zusammen mit Boateng den Weltmeistertitel 2014 in Brasilien. Auch wenn er und Boateng sich anscheinend gut verstehen, wird die Laune Weidenfellers nach der herben Niederlage nicht unbedingt am Siedepunkt sein. 

Vor 1 Uhr morgens zeigte sich auch Corentin Tolisso. Kurz darauf kamen Javi Martinez und David Alaba. Auch Doppeltorschütze Robert Lewandowski erschien mit Frau - allerdings nur für zwölf Minuten. Somit verpasste er ganz knapp Mats Hummels, der um 1.24 Uhr den Weg ins P1 gefunden hatte. Bis zur Ankunft von Gastgeber Boateng kamen noch Kingsley Coman, Renato Sanches und Franck Ribéry mit Ehefrau Wahiba. 

Um 2.30 Uhr wurde auch Thiago mit seiner Frau gesichtet. Wann der Spaß vorbei war, wird nicht beschrieben. Grund für eine lange Feier hatte das Spiel zuvor wenigstens gegeben.  

Matthäus kritisiert Boateng-Party im P1 - Kovac: „Ich liebe Lothar, aber...“

Update vom 6. April, 18.20 Uhr: Auch Hasan Salihamidzic und Niko Kovac wurden im Vorfeld des Bundesliga-Gipfels gegen Borussia Dortmund von „Sky“ zur Boateng-Party befragt. Der Sportdirektor sprach von einer „negativen Geschichte“ und ergänzte: „Wir haben mit Jerome gesprochen, haben das geklärt. Natürlich bin ich auch nicht damit glücklich. Jetzt muss man das beste daraus machen.“

Derweil wurde der Trainer mit der Aussage von „Sky“-Experte Lothar Matthäus konfrontiert, der FC Bayern hätte über eine Suspendierung von Boateng nachdenken sollen: „Ich bin mir sicher, dass sich der Lothar nicht nach jedem Spiel gleich ins Bett gelegt hat. Ich liebe den Lothar, aber früher war das genauso.“

Update vom 6. April, 17.48 Uhr: Diverse Promis feiern am Abend auf der Boa-Party in den Sonntag. Uli Hoeneß wird dem P1 mit Sicherheit keinen Besuch abstatten. Laut Bild sagte der Präsident mit einem Lächeln über die Veranstaltung von Verteidiger Jerome Boateng: „Ich würde da auch nicht hingehen. Weil es ein Schwachsinn ist!“

Update vom 5. April, 16.01 Uhr: Für die Boa-Party sind sie noch zu jung. Doch die Buben aus der F-Jugend der FA Peiting haben Tickets für den deutschen Clasico gewonnen. Leider jedoch nicht genug, als dass alle Nachwuchskicker dabei hätten sein können. Zum Glück gab es doch noch ein Happy End, wie merkur.de* berichtete.

Boa-Party: Einlass ab 23 Uhr - keine Tischreservierungen mehr möglich

Update vom 5. April, 15.01 Uhr: Nach dem deutschen Clasico ist vor der Boa-Party im P1. Und die Pforten der Nobeldisco öffnen sich nicht nur für Promis. Da es sich um eine öffentliche Veranstaltung handelt, können auch Otto-Normal-Bürger mitfeiern. Der Eintritt beträgt 20 Euro pro Nase, los geht‘s ab 23 Uhr - also knapp drei Stunden nach Abpfiff. Wie die Bild berichtet, raten die P1-Betreiber, „sehr pünktlich“ zu erscheinen - denn der Run auf die Plätze wird dem Sturm auf die Tickets für das Spiel in der Allianz Arena wohl kaum nachstehen. Tisch-Reservierungen seien nicht mehr möglich. Zudem wird geraten, nicht im Trikot zu erscheinen. Der Dresscode (“Dress well be fine“) ist zwar nicht sehr streng ausgelegt, allerdings achten die Türsteher schon auf ein gepflegtes Äußeres.

Viele Promis wie Lena und Bolt haben sich zur Boa-Party angesagt

Update vom 4. April, 20.39 Uhr: Jerome Boatengs Party im Münchner Nobel-Club P1 am Abend nach dem Kracher des FC Bayern gegen Borussia Dortmund sorgt bundesweit für Aufsehen. Über die Homepage der Diskothek ließ Jerome Boateng verkünden für wen er die Feier veranstaltet: „Ich habe immer ein Team um mich herum, meine Familie, meine Mannschaft, meine Freunde und Bekannte, all jene Menschen, die mich unterstützen [...] Für all diese Menschen schmeiße ich eine Party.“

Nun hat das Boa-Magazin, das Lifestyle-Heft, dem zu Ehren gefeiert wird, einige der geladenen Gäste bekannt gegeben. Laut Instagram-Story des Magazins stehen der ehemalige Sprintstar Usain Bolt, Sängerin Lena Meyer-Landrut, Jeromes Bruder George Boateng, Moderatorin Palina Rojinski, sowie etliche deutsche Rap-Größen, wie Capital Bra, Kurdo, Luciano und Samra auf der Gästeliste. Zudem sollen auch alle Spieler des FC Bayern München eingeladen sein. Namentlich genannt wird in der Insta-Story aber nur Franck Ribéry.

Der erste Gast ist offenbar auch schon angereist: Jerome Boateng postete am Donnerstag in seiner Instagram-Story ein Bild mit der in Berlin lebenden Palina Rojinski. Auch die Moderatorin postete das Bild und verriet auch den Grund für das Treffen: Sie traf Jerome Boateng für ihren Podcast „Podkinski“.

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Jerome Boateng © Screenshot: Instagram/jeromeboateng

Niko Kovac zur Boateng-Party: „Seine Sache“

Update vom 4. April: Nach Hasan Salihamidzic hat sich nun auch Bayern-Trainer Niko Kovac zu der Party von Jerome Boateng geäußert. Er sagte am Donnerstag: „Ich hab davon gehört. Ich persönlich hätte die Party nicht angesetzt. Der Kroate schränkte jedoch ein: „Es gibt eine Agentur, die das alles organisiert. Es kann jeder selbst entscheiden, was er in seiner Freizeit macht, auch ein Bundesligaspieler. Es ist seine Sache. Wir dürfen kein Drama daraus machen, ich finde diese Diskussion nicht in Ordnung.“

Video: Jerome Boateng schmeißt nach BVB-Spiel eine Party im P1

Salihamidzic zur Boateng-Party im P1: „Würde ich nicht machen“

Update vom 4. April: Angesprochen auf die Party-Pläne von Jerome Boateng, hat sich Hasan Salihamidzic wenig begeistert gezeigt. „Das würde ich als Spieler nicht machen, besonders, wenn man so ein Spiel hat und auch nicht weiß, wie das Spiel ausgeht“, sagte der FCB-Sportdirektor nach dem Pokal-Krimi gegen Heidenheim.

„Ich gehe davon aus, dass wir ein gutes Spiel machen werden, aber wenn man mich gefragt hätte, hätte ich ihm davon abgeraten“, ließ Brazzo in der Mixed Zone durchblicken.

Auch bei einigen von Boatengs Mitspielern scheint dessen Ankündigung zumindest diskutiert worden zu sein. „Erstmal werden wir Samstagabend hoffentlich das Spiel gewinnen. Alles andere ist erstmal komplett nebensächlich. Sowas wird erst danach entschieden“, sagte Mats Hummels am Mittwochabend. „Wenn wir verlieren, wird man mich dort sicherlich nicht sehen“, schob Boatengs Defensivkollege nach.

Update vom 29. März: Jerome Boateng wird den FC Bayern nach dieser Saison sicher verlassen, das berichtet die SZ. Mit Lucas Hernandez wurde ein potenzieller Nachfolger bereits verpflichtet.

Originalmeldung: Boateng lädt nach Knaller gegen BVB zur Party ins P1

München - Spektakuläres Timing von Jerome Boateng. Am Abend des Topspiels gegen Borussia Dortmund lässt der Bayern-Verteidiger direkt eine große Party folgen. 

Die „Boa-Party“ wird im Münchener Nobel-Klub P1 stattfinden. Über die Website der Diskothek lässt der 30-Jährige wissen: „Ich habe immer ein Team um mich herum, meine Familie, meine Mannschaft, meine Freunde und Bekannte, all jene Menschen, die mich unterstützen [...] Für all diese Menschen schmeiße ich eine Party.“ Diese Menschen fasst der Weltmeister als „Club Boateng“ oder „BOA Club“ zusammen.

Boateng: Er will wohl die Party nutzen, um sein Lifestyle Magazin vorzustellen

Wie Bild erfahren hat, will Boateng die Party nutzen um die neue Ausgabe seines Lifestyle-Magazins „Boa“ vorzustellen. Deutschrapper Capital Bra soll als Ehrengast für die passende Musik sorgen. 

Mit Kampfansagen zum Topspiel gegen Borussia Dortmund hielt man sich beim Rekordmeister bislang zurück. Was seine Fete angeht, gibt sich Boateng schon deutlich selbstbewusster: „Denn es wird groß“, schließt er in seiner Einladung

Wie zahlreich sich die Mannschaft des FC Bayern auf der Party präsentiert, dürfte stark vom Ergebnis im Top-Duell mit Borussia Dortmund abhängen. Ob der Zeitpunkt clever gewählt ist, wird sich erst nach Abpfiff um ungefähr 20.20 Uhr herausstellen.

Bei seiner Laudatio bei den About You Awards in München hat Jerome Boateng für viele TV-Zuschauer keine gute Figur abgegeben.

FC Bayern-Star Mats Hummels beteiligt sich an einem Start-Up und bringt eine App raus. Er will damit die Qualität des deutschen Fußballs steigern.

*merkur.de und fupa.net sind Teile des deutschlandweiten Ippen-Digital-Netzwerkes.

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