Ex-Sportdirektor Nerlinger verrät Ablauf

Wie läuft das mit dem Reus-Transfer?

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Marco Reus.

München - Es ist angerichtet. Die Liga freut sich auf das Top-Spiel, wenn der FC Bayern am Samstag (18.30 Uhr/Sky) Borussia Dortmund empfängt. Viele Augen werden dabei auf Marco Reus gerichtet sein.

Es ist angerichtet. Die Liga freut sich auf das Top-Spiel, wenn der FC Bayern am Samstag (18.30 Uhr) Borussia Dortmund empfängt. Meister gegen Vize, Pep gegen Klopp – Emotionen garantiert!

Christian Nerlinger.

Doch in der Vergangenheit kämpften die Klubs nicht nur auf dem Rasen gegeneinander, sondern auch auf dem Transfermarkt. Und diese Duelle waren nicht weniger emotional, schließlich lotste der FCB mit Mario Götze und Robert Lewandowski zwei Top-Stars der Schwarz-Gelben an die Isar. Doch damit nicht genug – heimlich bahnt sich der nächste Transfercoup der Münchner an. Im Sommer hatte FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge die Ausstiegsklausel über 25 Millionen Euro von BVB-Star Marco Reus publik gemacht, angeblich haben die Bayern sogar schon Kontakt mit Reus' Management aufgenommen. „Es ist sehr ungewöhnlich, dass ein Verein einen Vertragsinhalt eines Spielers von einem anderen Verein veröffentlicht“, meint Ex-FCB-Sportdirektor Christian Nerlinger zur tz. Die Anzeichen für einen Wechsel des 25-Jährigen verdichten sich, doch wer entscheidet beim FC Bayern eigentlich über einen Transfer dieser Größenordnung?

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„Grundsätzlich müssen die großen Transfers beim FC Bayern einstimmig beschlossen werden. Da muss jeder hinter den Entscheidungen stehen. Vorstand und Sportdirektor müssen bei der Trainerentscheidung einer Meinung sein, bei den Transferentscheidungen muss auch der Trainer dahinterstehen“, verrät Nerlinger: „Das wird auch jetzt das Gremium beim FC Bayern sein. Der Vorstand, sicher auch der Technische Direktor Michael Reschke, der mittlerweile, glaube ich, ein gewichtiges Wort mitzureden hat, und auch der Trainer müssen einer Meinung sein.“

Dass die Bayern-Führung sich dabei auch über Reus abstimmt, ist kein Geheimnis. Der 41-Jährige glaubt ohnehin an einen Abschied: „Ich glaube nicht, dass Marco zu halten ist. Wenn der FC Bayern nicht zugreift, wird es ein anderer Top-Klub in Europa sein.“

Ob auch der derzeit noch inhaftierte Ex-Präsident Uli Hoeneß dabei ein Wort mitzureden habe, „kann ich nicht beurteilen“, so Nerlinger und ergänzt: „Ich bin mir aber ganz sicher, dass er bald wieder mitsprechen wird. Der FC Bayern weiß, dass er Uli braucht. Wenn wichtige Entscheidungen zur Kaderstrukturierung getroffen werden müssen, ist es immer gut, Uli Hoeneß an seiner Seite zu haben. Da wird er wieder ein gewichtiges Wort mitreden.“

Das nächste Duell findet am Samstag aber auf dem Platz statt. Ob Nerlinger trotz der BVB-Krise ein Top-Spiel erwartet? „Auf jeden Fall. Ich finde nicht, dass es den Dortmunder gerecht wird, ihnen Häme entgegen zu bringen.“

sw

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