Ende der Spekulationen

Götze: "Ich bekenne mich ganz klar zum FC Bayern"

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Mario Götze.

Frankfurt/Main - Mario Götze hat sich erstmals nach ewigen Zeiten und den wochenlangen Diskussionen um seine Zukunft zu seinem Klub Bayern München bekannt.

"Es stand nie zur Debatte, dass ich Bayern München verlasse. Ich bekenne mich ganz klar zum FC Bayern München", sagte der 23 Jahre alte Fußball-Weltmeister am Donnerstag in Frankfurt/Main,

Für WM-Held Mario Götze waren die Diskussionen der vergangenen Woche offenbar total überflüssig. „Es stand nie zur Debatte, dass ich Bayern München verlasse. Ich bekenne mich ganz klar zum FC Bayern München“, sagte der 23 Jahre alte Fußball-Weltmeister am Donnerstag in Frankfurt/Main, wo er am Freitag mit der deutschen Nationalmannschaft das EM-Qualifikationsspiel gegen Polen (20.45 Uhr, so sehen Sie die Partie live) bestreitet, mit ruhiger, aber klarer Stimme. Dabei tat er so, als hätte er sich während der am Montag beendeten Transferperiode nie Gedanken über einen vorzeitigen Abschied vom deutschen Rekordchampion gemacht.

„Ich bin dem Verein sehr dankbar. Wir hatten zwei sehr erfolgreiche Jahre. Ich bin sehr positiv, ich bin für die Zukunft guter Dinge“, sagte der Offensivspieler, der sich im selben Atemzug bei seinen Mitspielern und auch bei seinem Trainer bedankte, ohne dabei den Namen Pep Guardiola auszusprechen.

Von etwaigen Unstimmigkeiten mit dem Spanier, der angeblich nicht voll hinter ihm steht, wollte er nichts wissen. „Ich habe in den zwei Jahren viel gespielt. Meine Statistiken sind auch nicht so schlecht“, sagte er und versprach den Fans, dass er in seinem dritten Jahr für den deutschen Branchenprimus noch zulegen werde. „Ich versuche, das Bestmögliche aus meinem Körper und meinem Spiel herauszuholen. Ich will noch besser werden.“

Dass es nach dem WM-Triumph, für den er mit seinem Siegtreffer zum 1:0 im Finale gegen Argentinien maßgeblich verantwortlich war, nicht ganz so rund gelaufen sei, müsse man als Sportler akzeptieren. Eine Flucht aus München zu Juventus Turin, das sich konkret um ihn bemüht hatte, oder auch nach Spanien habe er aber nie in Erwägung gezogen, versicherte Götze. Warum er sich nicht früher so klar zu den Bayern bekannt hatte und damit wohl viel Unruhe im Kreis des deutschen Meisters verhindert hätte, erklärte er aber nicht.

Stattdessen blickte er noch einmal zurück. „Vielleicht war es eine einmalige Geschichte in Brasilien. Das muss man sich immer vor Augen führen. Ich sehe das vergangene Jahr sehr positiv. Es ist manchmal schade, dass alles so schnelllebig ist. Manchmal würde ich mir wünschen, dass man die Dinge länger genießen kann.“

Genießen wolle er auf alle Fälle die neue Saison, und das mit den Bayern und vor allem auch mit der DFB-Auswahl, bei der er es zum Heldenstatus gebracht hat, was ihm selbst aber nach eigener Aussage nicht so behagt.

Zunächst einmal wolle er zu seinem Spiel zurückfinden, damit er der Nationalmannschaft und auch den Münchnern wieder weiterhelfen kann. Gegen Polen wird er vermutlich wieder als einzige Spitze im und um den Sechszehnmeterraum herumwuseln, wie Joachim Löw frühzeitig verriet. Der Bundestrainer hat im Gegensatz zu manch anderen nie an den Qualitäten des ehemaligen Dortmunders gezweifelt: „Er ist ein Spieler von enorm hohem Wert. Ich weiß, was er kann. Vor allem auf engem Raum. Das spielt für unser Spiel eine wichtige Rolle, weil Gegner manchmal mit zehn Mann auf engem Raum verteidigen. Er wird gegen Polen zeigen, was in ihm steckt.“

Das befürchtet auf polnischer Seite offenbar auch Götzes Vereinskollege Robert Lewandowski: „Er hat alle Qualitäten und kann mit einer einzelnen Aktion etwas bewegen.“

SID

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