Dabei gibt es gewaltige Unterschiede

Gisdol: Peinlicher Vergleich mit Pep

+
Markus Gisdol zupfte und zerrte am Arm des Schiri-Assistenten.

Sinsheim - Markus Gisdol verglich sein rüpelhaftes Verhalten an der Seitenlinie bei der Partie seiner TSG Hoffenheim gegen Dortmund mit den "Verfehlungen" von Pep Guardiola. Dabei gibt es gewaltige Unterschiede.

Eigentlich hätte sich Markus Gisdol über den ersten Punktgewinn seiner Hoffenheimer seit dem dritten Spieltag freuen sollen – doch der Trainer von 1899 ließ nach dem 1:1 gegen den BVB lieber ein verbales Feuerwerk in Richtung Schiedsrichter Tobias Welz ab. Der hatte den ewig zeternden Gisdol in der 51. Minute nämlich auf die Tribüne geschickt. Und zwar vollkommen zu Recht, was der 46-Jährige aber nicht einsehen wollte.

Nach einer Abseitsentscheidung bedrängte er den Assistenten und zog ihn am Arm, ehe Welz ihn des Innenraums verwies. Gisdol: „Eine skandalöse Situation. Die Krönung ist dabei, dass der Linienrichter nach einer kurzen Berührung sofort seinem Chef schreit: Er hat mich angefasst! Schick ihn auf die Tribüne!“ Einmal in Rage legte Gisdol in Richtung Assistent Rafael Foltyn gleich noch mal nach und meinte: „Vielleicht hat er eine Anfassphobie. Pep Guardiola darf zehnmal den Linienrichter anfassen, und da wird nicht reagiert.“

Der 1899-Coach bezog plötzlich auch Pep Guardiola in seine Fehde mit Welz und dem vierten Offiziellen Wolfgang Stark mit ein, dabei war der Trainer des FC Bayern am Mittwochabend vom Ort des Geschehens so weit entfernt wie die Hoffenheimer von der Tabellenspitze. „Wenn Guardiola den Linienrichter umarmt und die Bibiana Steinhaus in den Arm nimmt und ihr was ins Ohr flüstert, egal was, wird nicht reagiert“, zählte der Coach des Tabellen-17. auf und fühlte sich ungerecht behandelt: „Das kann ich nicht so stehen lassen, das sind zwei unterschiedliche Maßstäbe, die da angelegt werden.“

In der Tat ging auch Pep schon das ein oder andere Mal auf Tuchfühlung mit den Offiziellen, doch zwischen seinem Auftreten und dem des 1899-Trainers liegen dennoch Welten. Es war gegen Dortmund nicht das erste Mal, dass Gisdol fast durchgehend an der Seitenlinie tobte. An nahezu jedem Pfiff gegen sein Team hatte er lautstark und wild gestikulierend etwas auszusetzen. Die Szene, in der Welz dem BVB einen klaren Elfer verwehrte, ließ er bei seiner zweifelhaften Schiri-Schelte aber unerwähnt. Nicht nur an der Seitenlinie gibt es gewaltige Unterschiede zwischen ihm und Pep Guardiola.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

So kommen Sie noch an Tickets für den FC Bayern
So kommen Sie noch an Tickets für den FC Bayern
Klare Ansage im Kampf um Goretzka: Bayern bekommt Konkurrenz aus Italien
Klare Ansage im Kampf um Goretzka: Bayern bekommt Konkurrenz aus Italien
Gnabry-Leihe zu Hoffenheim: „Vielleicht wird sie verlängert“
Gnabry-Leihe zu Hoffenheim: „Vielleicht wird sie verlängert“
Transfergerüchte und aktuelle News: Welche Spieler sind beim FC Bayern München im Gespräch?
Transfergerüchte und aktuelle News: Welche Spieler sind beim FC Bayern München im Gespräch?

Kommentare