Marseille-Coach nennt Schweini "Scheissneigère"

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Didier Deschamps

Marseille - Didier Deschamps, Trainer von Bayerns Champions-League-Gegner Olympique, hat Bastian Schweinsteiger "Scheißneiger" genannt. Schlimme Entgleisung oder Versehen? Letzteres!

Didier Deschamps hat so seine Probleme. Und zwar nicht nur mit der sportlichen Talfahrt seines Teams. Schließlich hat sich Olympique Marseille nach fünf Niederlagen in Folge inzwischen auch noch aus dem Pokal gegen einen Drittligisten verabschiedet.

Auch die Aussprache macht ihm zu schaffen. Bei einer Pressekonferenz sprach er über den FC Bayern, auf den sein Team am 28. März und am 3. April in der Champions League trifft. Deschamps erklärt voller Respekt: "Sie haben Titel gewonnen. Sie haben Lahm, sie haben Boateng und Scheissneigère."

Die seltsamsten Fußballer-Namen

Hier sehen Sie eine Auswahl der merkwürdigsten Spielernamen. Entweder sie wecken seltsame Assoziazionen, oder aber sie sind schwierig auszusprechen. Auch die Fans stellen manche Namen auf eine harte Probe, hier sehen Sie ein Banner mit dem falsch geschriebenen "Kuraniy" auf diesem Foto aus seiner Schalke-Zeit. Zugegeben: Für ihre Namen können die Leute nichts, und deswegen sollte man sich auch nicht darüber lustig machen. Aber bemerkenswert finden darf man manche Namen allemal - klicken sie sich durch! © dpa
Bekim Kastrati: Der Klassiker unter den kuriosen Namen. Als der Spieler (damals bei Fortuna Düsseldorf) sich eine schmerzhafte Verletzung an den Genitalien zuzog, stand in den Zeitungen die seltsame Überschrift: "Hoden-Riss bei Kastrati" © Getty
Alain Junior Ollé Ollé: "Olleeeee Olleeeeee Olleeeeeeeee Olleeeeeeeee", schallt es regelmäßig durch Deutschlands Stadien. Der Youngster, ehemals SC Freiburg, ist aber in den seltensten Fällen gemeint. © Getty
Kees Kwakman: Da kann man durchaus mal Hunger bekommen © dpa
Julian Schieber: Hier ist der Fall umgekehrt. Wenn die VfB-Fans "Schieber" skandieren, dann wollen sie meist nicht dem Schiedsrichter eine Wettbewerbsverzerrung unterstellen. Sie fordern schlichtweg die Einwechslung des Publikumslieblings. © Getty
Demba Ba: Sein Nachname ist fast schon vorbei, bevor er überhaupt begonnen hat © Getty
Jörg Butt: Für Deutsche klingt sein Name ganz normal - aber fragen Sie mal einen Engländer oder Amerikaner! Im Englischen bedeutet sein Nachname "Ar**h". © Getty
Jan-Ingwer Callsen-Bracker: Viel Mut zum Doppelnamen bewiesen die Eltern des Innenverteidigers. © Getty
Eric Maxim Choupo-Moting: Am kniffligsten ist wohl der erste Teil seines Nachnamens - aber auch die anderen haben es in sich. © Getty
Christopher Gäng: Der Keeper ist vielen nur durch seinen kuriosen Namen ein Begriff. © Getty
Marc Gouiffe à Goufan: Bitte einmal laut vorlesen - für Zungenschäden übernehmen wir keine Haftung! © Getty
Grafite: Grafitsch? Grafitö? Grafitschi? Grafitt? Selbst als er Torschützenkönig wurde, wusste keiner so recht, wie man den Namen des Brasilianers ausspricht. Richtig ist: "Grafitt" - oder? © Getty
Léonard Kweuke: Erst wenn man die korrekte Aussprache kennt, wird sein Name kurios: "Quäke" © Getty
Zvjezdan Misimovic: Der Vorname des Spielmachers ist so schwierig auszusprechen, dass ihn alle nur "Zwetschge" nennen. © Getty
Kristian Nicht: Stolperfallen sind Vorprogrammiert, wenn Reporter über ihn sprechen oder schreiben. © Getty
Sebastian Schindzielorz: Der Mittelfeldspieler hat schon seit Jahren seinen Spitznamen weg: Sie nennen ihn "Schnitzelhorst". © Getty
Frank Fahrenhorst: Ein Horst kommt selten allein. Neben Schnitzelhorst (siehe vorheriges Bild) gibt es in Deutschland auch einen Fahrenhorst. Manche nennen den mitunter wackligen Innenverteidiger auch despektierlich "Gefahrenhorst". © Getty
Valdet Rama: Der Wirbelwind heißt nicht nur wie eine Margarine - die Kombination aus Vor- und Nachnamen bietet noch einen Extra-Kniff. Die ergibt nämlich "Valderrama" - und so heißt das kolumbianische Fußball-Idol mit der Mega-Lockenmähne. Kein Wunder, dass auch der Hannoveraner den Spitznamen "Carlos" verpasst bekam. © Getty
Franck Ribéry : Für die meisten ist es kein Problem, den Namen des französischen Megastars auszusprechen. Für manche aber doch. Vor allem Franz Beckenbauer glänzt immer wieder durch neue Ausspracheoptionen. © Getty
Bastian Schweinsteiger: Alle Deutschen haben sich längst an den Namen des Nationalspielers gewöhnt. Wer aber wissen will, wie seltsam sich "Schweinsteiger" anhören kann, sollte mal ausländisches Fernsehen schauen. © Getty
Albert Streit: Ganz klar etwas aus der Abteilung "Nomen est omen": Der streit-bare Fußball-Profi verscherzte es sich schon mit mehreren Trainern © Getty
Sandor Torghelle: Nomen est omen? Nichts anderes würde sich der Stürmer wünschen. © Getty
Patrick Milchraum: Achtung, Schenkelklopfer! Hier sehen Sie Milchraum im Strafraum © Getty
Christian Wetklo: Ohne Worte. © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Nejmeddin Daghfous © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Valerie Domovchiyski © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Davidson Drobo-Ampem © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Daniel Gygax © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Vasily Khomutovsky © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Dorge Kouemaha © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Pa Saikou Kujabi © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Peniel Kokou Mlapa © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Seyi Olajengbesi  © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Herve Oussale © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Shervin Radjabali-Fardi © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Niklas Tarvajärvi © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Anatoliy Tymoshchuk © Getty
Und Macchambes Younga-Mouhani. Es sind eben die Kleinigkeiten, die den Fußballfans Freude machen - und seien es nur seltsame Namen. © Getty
Steven Skrzybski: Chipski? Schrübski? Skripski? Das weiß vermutlich nur der junge Spieler von Union Berlin selbst. © getty

Wie bitte? Scheissneigère? Schlimme Entgleisung oder ein Versehen? Letzteres. Deschamps machte schlichtweg der für Nicht-Deutsche nun wirklich knifflige Name von Bastian Schweinsteiger zu schaffen. Die Entschuldigung folgte prompt. "Ich werde an meiner Aussage arbeiten müssen", erklärte Deschamps. Hier sehen Sie das Video der Panne und hier das der Entschuldigung

Deschamps' Aussprache ist nicht die einzige Baustelle bis zum Spiel nächste Woche. Die Zeitung Le Parisien schrieb, vor dem Heimspiel gegen den deutschen Rekordmeister im Stade Velodrome habe man das Gefühl, dass „die Bayern das Duell leicht und locker für sich entscheiden" können.

Ein Ex-Roter im Team: Bayern-Gegner Olympique im Porträt

Für Franck Ribéry kommt es im Champions-League-Viertelfinale zu einem wohl emotionalen Duell mit seinem Ex-Club, für den er vor dem Wechsel zum FC Bayern von 2005 bis 2007 spielte. © dapd
Olympique Marseille hat die Champions League schon einmal gewonnen, 1993 - in München (1:0 gegen den AC Mailand). Bei OM spielte damals Rudi Völler. © dapd
An diesem Sieg haftet allerdings ein Makel: Im Jahre 2006 gestand der ehemalige Spieler Jean-Jacques Eydelie (Foto) der französischen Sportzeitung L'Equipe, dass mit Ausnahme von Völler alle Spieler für das Endspiel eine Injektion erhielten, deren Zusammensetzung nicht bekannt war. © dapd
Wegen des Skandals um den ehemaligen OM-Präsidenten Bernard Tapie (Foto), der vor einem Liga-Spiel gegen US Valenciennes Bestechungsgelder gezahlt hatte, wurde Marseille die französische Meisterschaft 1993 nachträglich aberkannt, darüber hinaus wurde der Verein 1994 in die 2. Liga zurückgestuft. Tapie wurde 1997 zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. OM war fast am Ende, wegen hoher Schulden stand der Klub Mitte der 90er Jahre am Rande der finanziellen Pleite. © dapd
2010 gewann OM erstmals nach 17 Jahren wieder den Meistertitel (und durfte ihn auch behalten), in der vergangenen Saison gewann die Mannschaft, die seit 2009 vom französischen Weltmeister Didier Deschamps (Foto) trainiert wird, den Pokal, in der Meisterschaft reichte es immerhin zu Rang zwei. Derzeit steht OM in der Liga (Ligue 1) nur auf Rang acht. © dapd
Für das Viertelfinale qualifizierte sich der Klub, in der Vorrunde Gegner von Borussia Dortmund, durch ein 1:2 im Rückspiel bei Inter Mailand (Hinspiel 1:0). © dapd
Stars von Olympique sind der zwischenzeitlich verletzte Angreifer Loic Remy ... © dapd
... sowie die Brüder Jordan und Andre (unten) Ayew - sie sind die Söhne von Abedi Pele, der einst für 1860 München spielte. An Andre zeigte auch der FC Bayern schon Interesse. © dapd
Neben Völler trugen früher auch die Deutschen Karl-Heinz Förster, Klaus Allofs und Andreas Köpke (Foto) das Trikot von Marseille. © dapd
Franz Beckenbauer war dort nach dem Weltmeister-Titel mit Deutschland vorübergehend sportlicher und technischer Leiter (1990/91). Ihm zur Seite stand Holger Osieck als Trainer. © sampics
Seine Spiele trägt OM im Stade Velodrome (hier im Vorfeld eines Rugby-Matchs) aus, das allerdings seit dem Umbau zur WM 1998 keine Radrennbahn mehr hat. Wegen des neuerlichen Umbaus ist die Arena, größtes Stadion für Vereinsfußball in Frankreich, derzeit erneut eine Baustelle. © dapd
Zum Team von Trainer Didier Deschamps gehört auch der frühere Bayern-Amateur Alou Diarra. © dapd
Stenogramm: Olympique de Marseille (OM). - gegründet: 1899. - Vereinsfarben: Weiß-Blau. - Präsident: Vincent Labrune. - Trainer: Didier Deschamps (seit 2009). - Erfolge: Champions-League-Sieger 1993, Champions-League-Finalist 1991 (0:0, 3:5 i.E. gegen Roter Stern Belgrad), 9-mal französischer Meister (zuletzt 2010, Titel 1993 nachträglich aberkannt), 10-mal Vizemeister (zuletzt 2011), 10-mal französischer Pokalsieger (zuletzt 1989). © dapd

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