Im Buch "Herr Guardiola"

Pep spricht über "eine Wendung des Schicksals"

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Pep Guardiola ist seit Sommer 2013 Trainer des FC Bayern.

München - Marti Perarnau veröffentlicht ein Buch über Pep Guardiola und sein erstes Jahr beim FC Bayern. Darin geht es auch um die ersten Gespräche mit den Verantwortlichen.

Der FC Chelsea hat angeklopft. Manchester United ebenso. Doch am Ende entschied sich Pep Guardiola nach seinem einjährigen Sabbatjahr bekanntlich dazu, Trainer in Deutschland zu werden, Trainer des FC Bayern. Als Nachfolger des Triple-Siegers Jupp Heynckes.

Der Weg dorthin war ein langer Prozess, wie es Autor Marti Perarnau in dem Werk "Herr Guardiola - Das erste Jahr bei Bayern München" beschreibt. Demnach hätten die Verantwortlichen schon früh ihr Interesse am katalanischen Star-Coach bekundet. Eine Delegation des FCB sei bei Guardiolas letztem Spiel als Verantwortlichem des FC Barcelona vor Ort gewesen - am 25. Mai 2012 beim 3:0-Sieg bei Atletico Madrid. Sechs Tage nach der dramatischen Champions-League-Niederlage im "Finale dahoam" gegen den FC Chelsea. Am Ende einer Saison ohne Titel für den deutschen Rekordmeister.

Doch an dem Abend "bekam die Bayern-Delegation nicht die Gelegenheit, mit Guardiola zu sprechen", schreibt Perarnau. Dafür hätten sie sich aber mit dessen Berater und Bruder Pere ausgetauscht. Pep selbst hatte zu diesem Zeitpunkt schon vom deutschen Rekordmeister gehört. Mehr als das: Mit Barcelona nahm er 2011 am Audi Cup teil - und gewann offenbar einen guten Eindruck von den Bedingungen rund um das Trainingszentrum an der Säbener Straße - "trotz der Tatsache, dass es kleiner war als in Barcelona und dass sie weniger technische Einrichtungen hatten", so Perarnau.

Erste Gespräche bereits im Juni 2011

"Ich mag diesen Ort. Ich kann mir vorstellen, hier eines Tages Trainer zu sein", soll Pep zu seinem Vertrauten Manel Estiarte gesagt haben. Ähnliches hatte er offenbar aber auch schon einige Wochen zuvor geäußert. Bei Manchester United, wo er im Mai 2011 den 4:1-Sieg in der Champions League gegen den FC Schalke verfolgt hatte. Er liebe die Atmosphäre, soll der Katalane seinem Freund mitgeteilt haben.

Die großen Teams in Europa hätten Guardiola demnach schon immer beeindruckt. So sei es bereits im Juni 2011, vor dem Audi Cup in München, zu einem ersten Treffen mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge gekommen. Um eine mögliche Beschäftigung sei es da aber noch nicht gegangen. "Ich habe ihnen gesagt, wie sehr ich ihr aktuelles Team und den FC Bayern als Klub bewundere", wird der Star-Coach zitiert. "Ich habe nicht im Geringsten daran gedacht, dort einmal Trainer zu werden." Die Tatsache, dass es dann doch so gekommen ist, "war eine Wendung des Schicksals".

Olé! So viel Pep steckt in München

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Im Okotber 2012, während seiner einjährigen Auszeit, habe öfter sein Telefon geklingelt. Es ging um Job-Offerten diverser Top-Klubs in Europa. Das Ende ist bekannt. Es gab weitere Treffen mit Hoeneß und Rummenigge. Es sei um Mario Gomez, Luiz Gustavo und Anatoliy Tymoshchuk gegangen. Und um Toni Kroos, den Pep halten wollte. Im Dezember erzielten beide Parteien Einigkeit, Guardiola sagte Chelsea, ManCity und AC Mailand ab. Zugunsten der Münchner.

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