1. tz
  2. Sport
  3. FC Bayern

Gerücht aus Argentinien: Braucht der FC Bayern einen neuen Trainer?

Erstellt:

Von: Dominik Mittermaier

Kommentare

Sehen wir Martin Demichelis bald in der ersten argentinische Liga trainieren?
Sehen wir Martin Demichelis bald in der ersten argentinische Liga trainieren? © BEAUTIFUL SPORTS/Goldberg via www.imago-images.de

Der argentinische Club Atletico Talleres ist angeblich an Martin Demichelis interessiert. Muss sich der FC Bayern II nach einem neuen Trainer umschauen?

München - Irres Gerücht aus Südamerika. Martin Demichelis soll laut TNT Sports Argentina ein Angebot für den Posten des Cheftrainers des argentinischen Erstligisten CA Talleres erhalten haben. Dort soll er die Nachfolge des aktuellen Coaches Alexander Medina antreten, der kurz vor einem Engagement in Brasilien steht. Der Klub aus Cordoba steht momentan auf Platz drei. Eine reizende Aufgabe für Demichelis, der selber aus der Provinz Cordoba stammt?

Denn eigentlich hat sich der aktuelle Bayern-II-Coach noch einiges in München vorgenommen. Der Argentinier ist erst seit April 2021 im Amt und strebt derzeit den direkten Wiederaufstieg in die 3. Liga mit den Bayern Amateuren an. Die meisten seiner jungen ambitionierten Kicker kennt er bereits aus seiner Zeit als U19-Trainer. 2019 hat er sie eigens gefördert und in den Herrenbereich hochgezogen. Dazu kommt die Verbundenheit mit dem FC Bayern*. Immer wieder betonte der Argentinier, wie wohl er sich in München fühlt. Es wird also bestimmt nicht einfach den ehemaligen Innenverteidiger aus München loszueisen. Eine Äußerung zu dem Thema von Demichelis selbst, gibt es bisher noch nicht.

FC Bayern II: Trainerwechsel schadet Aufstiegsambitionen

Klar ist, dass die Transfergerüchte für die kleinen Bayern zur Unzeit kommen. Die aktuelle Tabellensituation lädt nicht gerade zum Ausruhen ein. Mit einem mehr absolvierten Spiel und vier Punkten Rückstand auf die SpVgg Bayreuth, ist der direkte Wiederaufstieg schon jetzt eine Herkulesaufgabe. Ein neuer Trainer bedeutet eine generelle Umstellung für die Spieler, mit neuen Strukturen, Taktiken, Normen und Regeln. Das braucht Zeit, und die haben die Bayern Amateure derzeit nicht unbedingt. Daher scheint es fraglich, ob die Verantwortlichen an der Säbener Straße Demichelis überhaupt aus seinem laufenden Vertrag entlassen würden.

Und auch inwiefern der Argentinier überhaupt an einer Rückkehr in seine Heimat interessiert ist, ist nicht überliefert. Immerhin ist München zu seiner zweiten Heimat geworden. Der 41-Jährige hat sieben Jahre bei den Profis als Spieler mitgewirkt, bei keinem anderen Verein stand er länger unter Vertrag. Nach mehreren Auslandsstationen kehrte der Gaucho dann 2019 zu den Roten zurück - als Trainer.

Martin Demichelis: Sebastian Hoeneß und Erik ten Hag als Vorbild?

Im Juni 2022 erhält der Argentinier voraussichtlich die UEFA Pro-Lizenz und erreicht damit das höchste Trainer-Ausbildungsniveau. Allein das zeigt, dass Demichelis als Trainer noch hoch hinaus möchte. Ob der Schritt in Richtung Argentinien nachhaltig seine Trainer-Karriere fördern würde, ist fraglich. Zwar hört sich die erste argentinische Liga im Gegensatz zur Regionalliga Bayern vorerst vielversprechend an, könnte allerdings bei genauerer Betrachtung karriereschädigend sein. Während seiner Tätigkeit in Südamerika würde Demichelis aus dem Blickfeld des europäischen Fußballs geraten. Natürlich kann ihm bei einem Verbleib nicht automatisch eine hochklassige Trainer-Karriere vorausgesagt werden, dennoch haben es ihm Vorgänger wie Sebastian Hoeneß oder Erik ten Hag bereits vorgemacht.*tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA (Dominik Mittermaier)

Auch interessant

Kommentare