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Leitmotiv, Madrid-Korb und Nagelsmanns Plan: Die Geheimnisse des Mathys Tel

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Von: Philipp Kessler

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Soll in der Rückrunde womöglich noch mehr Einsatz als zweite Spitze bekommen: Mathys Tel.
Soll in der Rückrunde womöglich noch mehr Einsatz als zweite Spitze bekommen: Mathys Tel. Foto: dpa/hoppe © dpa/hoppe

München statt Madrid: Mathys Tel schlug ein Angebot der Königlichen aus, um für den FC Bayern zu spielen. Nagelsmann hat einen Plan mit ihm.

Doha – Mathys Tel ist der Shootingstar des FC Bayern. Der 17-Jährige wechselte im vergangenen Sommer für eine feste Ablöse von 20 Millionen Euro von Stade Rennes zum FC Bayern. Dabei hätte der hochtalentierte Angreifer, der seine Qualitäten aktuell in den Trainingseinheiten in Doha unter Beweis stellt, durchaus bei einem anderen großen Verein landen können.

Mathys Tel
Geboren: 27. April 2005 (Alter 17 Jahre), Sarcelles, Frankreich
Verein: FC Bayern München
Position: Stürmer, Außenstürmer
Marktwert: 20 Millionen Euro

Lieber FC Bayern: Mathys Tel gab Real Madrid einen Korb

Real Madrid funkte während der Verhandlungen zwischen Bayern und der Tel-Seite dazwischen. Die Königlichen wollten den Franzosen unbedingt – blitzten aber ab. Sein Berater hatte zu dem Zeitpunkt ohnehin bereits dem deutschen Rekordmeister sein Wort gegeben. Und Tel selbst wollte nur nach München. Auch weil die Bayern-Verantwortlichen um Sportvorstand Hasan Salihamidzic (46) ihm einen konkreten Karriere-Plan vorgelegt hatten. Nach unseren Informationen setzte sich vor allem der Technische Direktor Marco Neppe (36) für einen Transfer ein.

Bereits in der Hinrunde ließ Tel seine Klasse aufblitzen. In zwölf Pflichtspielen traf er vier Mal. Im Schnitt traf er alle 87 Minuten. Ein Top-Wert – aber Tel will noch mehr. Die Winterpause nutzte er nach einem fordernden Halbjahr in München einerseits zur Regeneration. Andererseits kam aber auch das Training nicht zu kurz. In Guadeloupe, der Heimat seiner Eltern, konsultierte Tel auch den Osteopathen Malik Mérion. Der Grund: Tel möchte seinen Körper besser kennenlernen. Die Einheiten halfen ihm dabei.

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Bayern-Juwel Mathys Tel hat spezielles Leitmotiv

„Ich weiß, dass ich weiterhin permanent an mir arbeiten und immer dazulernen muss. Das habe ich seit meiner Kindheit in mir drin“, betonte Tel vor Kurzem. Der französische U-19-Nationalspieler ist extrem wissbegierig. Er informiert sich vor Spielen auch privat mithilfe von YouTube-Videos über seine Gegenspieler. Bei Fragen hilft ihm auch sein Kumpel Kingsley Coman (26). Zudem lernt Tel täglich Deutsch.

Das Leitmotiv, das ihm seine Großeltern vermittelt haben, lautet „Précis Pas Pressé“.“Es bedeutet, dass man immer versuchen muss, genau in dem Moment, in dem man ist, nichts zu vernachlässigen“, erklärte Tel. „Du musst bei allem, was du tust, konzentriert sein, auf dich, auf den Moment, auf das, was du tust. Man muss Selbstvertrauen haben und darf sich nicht von außen beeinflussen lassen.“ Eines seiner Vorbilder ist Frankreichs Welt- und Europameister Thierry Henry (45). Aufgrund seiner Schnelligkeit wird Tel aber auch mit Kylian Mbappé (24) von Paris Saint-Germain verglichen. Kenner sehen allerdings eher Parallelen zu Real-Star Karim Benzema (34). Auch der aktuelle Weltfußballer ist ein spielerisch starker Stürmer und kommt eher aus der Tiefe.

Zweite Spitze? Nagelsmann hat speziellen Plan mit Mathys Tel

Nach unseren Informationen plant Nagelsmann, Tel in der Rückrunde auch als zweite Spitze neben Neuner Eric Maxim Choupo-Moting (33) einzusetzen. Der Franzose soll dabei als hängender Stürmer agieren. Durch den Ausfall von Sadio Mané (30) könnten sich für Tel aber auch mehr Einsätze auf seiner präferierten Position auf dem linken Flügel ergeben.

Fakt ist: Tel will voll durchstarten. Einen Motivationsschub hat ihm ein Instagram-Kommentar von der kürzlich verstorbenen brasilianischen Fußball-Legende Pele gegeben. Am 10. September erzielte Tel beim 2:2 gegen Stuttgart ein Tor. Die Bayern schrieben dazu auf Twitter: „Mathys Tel ist nun unser jüngster Torschütze in der Bundesliga.“ Pele antwortete dazu: „Das erste Tor von vielen weiteren.“ Erst am vergangene Woche am Montag fiel Tel der Kommentar auf. Zum Trainingsauftakt am Tag darauf erschien er dementsprechend mit viel Selbstvertrauen, das auch in Katar noch anhält.

PHILIPP KESSLER

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