Nationalspieler fordert mehr Mut

Hummels: "Viele Vereine zu ängstlich gegen Bayern"

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Mats Hummels (l.) & Co. wollen Gas geben.

Bad Ragaz - Weltmeister Mats Hummels hat die Rivalen in der Fußball-Bundesliga gemahnt, ihre unterwürfige Haltung gegenüber Rekordmeister Bayern München abzulegen.

Update vom 29. Juli 2015: Während die meisten Bundesligisten in den nächsten Tagen erst in die heiße Phase der Vorbereitung übergehen, kämpft Borussia Dortmund schon jetzt um den Einzug in die Europa League. Der Gegner: Wolfsberger AC. Wie Sie die Europa-League-Partie live und im Stream verfolgen können, lesen Sie in unserem TV-Guide.

„In Deutschland agieren zu viele Vereine zu ängstlich gegen die Bayern, sowohl verbal als auch sportlich“, sagte der Abwehrchef von Borussia Dortmund im Interview mit dem kicker (Montag-Ausgabe). „Sie täten gut daran, das zu lassen.“

Dass der neue Trainer Thomas Tuchel den Bayern vor der neuen Saison aber nicht den Kampf ansagte, sondern den BVB nur als „Herausforderer der Top 4“ bezeichnete, hält Hummels für nachvollziehbar. „Das ergibt doch Sinn, die Erwartungshaltung nicht gleich zu hoch zu setzen, wenn man neu bei einem Verein ist“, erklärte der 26-Jährige: „Uns Spielern ist jedoch klar: Für uns zählt nur, Platz 1 bis 3 zu belegen, mindestens aber Platz 4. Dafür arbeiten wir.“

In den Vorjahren sei ihm Tuchel auch deshalb aufgefallen, weil er nicht zu devot im Umgang mit den Bayern war, versicherte Hummels, der von 1995 bis 2008 als Nachwuchsspieler selbst für den FC Bayern spielte: „Man hatte oft das Gefühl, dass viele andere Teams das Spiel gegen die Bayern vorher schon abgehakt hatten. Mainz mit Tuchel damals nicht, das ist mir aufgefallen.“

Der neue Trainer war es letztendlich wohl auch, der Hummels überzeugte, den Verein nicht zu verlassen. „Mir hat es sehr gut gefallen, was er damals gesagt hat, auch die Art und Weise, wie er es getan hat“, sagte der Innenverteidiger, der vor dem ersten Gespräch mit Tuchel noch öffentlich über einen Vereinswechsel nach siebeneinhalb Jahren nachgedacht hatte.

Das bisher vierwöchige Wirken des Klopp-Nachfolgers schürt bei allen Beteiligten den Glauben an eine Rückkehr zu alter Schlagkraft. Die noch zum Dienstantritt von Tuchel favorisierte Strategie, keine Saisonziele zu nennen, ist mittlerweile überholt. Sportmanager Michael Zorc klang kurz vor der Rückreise aus der Schweiz nach Dortmund kämpferisch wie lange nicht: „Wir kommen aus der Rolle des Herausforderers. Nicht für die Bayern, die sind zu weit weg. Aber für die anderen Top-Teams. Die wollen wir uns schnappen.“

dpa/sid

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