Sky-Experte analysiert den Rekordmeister

Matthäus rät den Bayern: Unbedingt mit Jupp verlängern!

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Lothar Matthäus (r.) hält große Stücke auf Jupp Heynckes.

Lothar Matthäus spricht über die Stürmersuche des FC Bayern, die Zukunft von Jupp Heynckes sowie die Transferkandidaten Christian Pulisic und Leon Goretzka.

München – Lothar Matthäus (56) begann seine Karriere einst bei Borussia Mönchengladbach – unter dem Trainer Jupp Heynckes – , ehe er zum FC Bayern wechselte. Der „Sky“-Experte spricht vor dem Duell seiner beiden Ex-Klubs am Samstag über . . .

. . . den Titelkampf in der Bundesliga: „In den vergangenen sechs Wochen hat sich die Lage um 110 Prozent gedreht. Der FC Bayern gibt unter Jupp Heynckes plötzlich keine Punkte mehr ab. Dortmund hat zu viele Baustellen – in München war das unter Carlo Ancelotti ähnlich. Die Bayern sind jetzt fast schon wieder Meister – das ist schade für die deutschen Fußballfans. Aber ein Verein hat eben alles richtig gemacht – und Dortmund macht seit Wochen fast alles falsch.“

. . . die Rückkehr von Heynckes: „Als die Bayern Heynckes geholt haben, haben wir alle gedacht: Wer kam denn auf die Idee? Jetzt aber muss man ihnen gratulieren. Es gibt keinen besseren Trainer auf dem Markt! Und wenn man denkt, dass Jupp Heynckes der richtige Trainer für ein weiteres Jahr ist, dann muss man mit ihm reden. Es wäre die beste Lösung. Es läuft, mit einfachen Mitteln. Er hat alle Dinge, die gefehlt haben, zurückgebracht: Respekt, keine Eifersucht untereinander – und Arbeit, Arbeit, Arbeit. Er bringt sogar einen Arturo Vidal wieder in die Spur. Er hat eine klare Linie, und die Spieler schätzen das.“

. . . die Trainersuche des FC Bayern: „Ich sehe im Moment auch für die nächste Saison keinen besseren Kandidaten. Uli Hoeneß wird mit ihm reden, die Entscheidung trifft Heynckes ganz alleine. Aber sie sollte spätestens im ersten Quartal fallen. Aktuell schließt er es aus, aber man soll nie nie sagen – und 2013 hat er auch gemeint, das war es, er macht im Schwalmtal seine ,Ponderosa’ auf. Wenn Heynckes etwas sagt, folgen ihm die Leute – auch Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge. Erfahrung lernst du nicht aus dem Computer. Ich habe das Gefühl, es macht ihm jetzt wieder Spaß. Und es gibt keinen perfekten Nachfolger.“

. . . die Optionen Thomas Tuchel und Julian Nagelsmann:„Tuchel ist eine Persönlichkeit, ich kann ihn mir als Bayern-Trainer vorstellen. Er bringt alles mit, er hat eine Philosophie. Aber in Dortmund hatte er wohl Probleme mit der Führung – das kann er sich bei Bayern nicht erlauben. Bei Nagelsmann war der Hype letztes Jahr groß. Er ist sympathisch, geht in die Tiefe – aber er hat noch keine Titel. Das war Bayern immer wichtig: Ottmar Hitzfeld, Louis van Gaal, Heynckes, Pep Guardiola, Ancelotti. Wenn das ein Kriterium ist, muss er noch ein paar Jahre warten. Irgendwann wird er es aber zum FC Bayern schaffen.“

Die FC-Bayern-Dienstwagen: Ein Star erstaunlich PS-bescheiden - ein anderer fährt Hybrid

Die Bayern-Stars bei der Übergabe der neuen Dienstwagen.
Die Bayern-Stars bei der Übergabe der neuen Dienstwagen. © AFP
Hier freuen sie sich schon auf die neuen Audis.
Hier freuen sie sich schon auf die neuen Audis. © AFP
Jupp Heynckes und die Fans.
Natürlich waren auch viele FCB-Fans vor Ort. © AFP
Jupp Heynckes und die Fans.
Jupp Heynckes und die Fans. © AFP
Noch ein kleines Selfie...
Noch ein kleines Selfie... © AFP
... bevor es endlich zu den Autos geht.
... bevor es endlich zu den Autos geht. © AFP
Der FC Bayern hat seine neuen Dienstwagen für die Saison 2017/18 zur Verfügung gestellt bekommen. Wer fährt welchen? Klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke. Anmerkung: Die Fotos zeigen nicht die tatsächlichen Farben, die sich die Bayern-Stars ausgesucht haben, aber die richtigen Modelle. In einigen Fällen handelt es sich um ähnliche Modelle aus der selben Serie. © AFP
Rafinha.
Rafinha. © dpa
Rafinha: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Rafinha: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Arjen Robben.
Arjen Robben. © dpa
Arjen Robben: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic.
Arjen Robben: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic mit 435 PS. © Audi
Arturo Vidal.
Arturo Vidal. © dpa
Arturo Vidal: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic.
Arturo Vidal: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic mit 373 PS. © Audi
Corentin Tolisso.
Corentin Tolisso. © dpa
Corentin Tolisso: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Corentin Tolisso: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
David Alaba.
David Alaba. © dpa
David Alaba: S8 plus Limousine 4.0 TFSI quattro tiptronic.
David Alaba: S8 plus Limousine 4.0 TFSI quattro tiptronic mit 605 PS. © Audi
Fabian Benko.
Fabian Benko. © dpa
Fabian Benko: Q2 2.0 TDI quattro S tronic.
Fabian Benko: Q2 2.0 TDI quattro S tronic mit 190 PS. © Audi
Felix Götze.
Felix Götze. © dpa
Felix Götze: A3 Sportback 2.0 TDI quattro S tronic.
Felix Götze: A3 Sportback 2.0 TDI quattro S tronic mit 184.  © Audi
Franck Ribéry.
Franck Ribéry. © dpa
Franck Ribéry: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic.
Franck Ribéry: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic mit 435 PS. © Audi
Javi Martínez.
Javi Martínez. © dpa
Q7 e-tron 3.0 TDI quattro tiptronic.
Javi Martínez: Q7 e-tron 3.0 TDI quattro tiptronic mit 373 PS. © Audi
Jerome Boateng.
Jerome Boateng. © dpa
Jerome Boateng: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Jerome Boateng: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Joshua Kimmich.
Joshua Kimmich. © dpa
Joshua Kimmich: A5 Sportback 3.0 TDI quattro tiptronic.
Joshua Kimmich: A5 Sportback 3.0 TDI quattro tiptronic mit 285 PS. © Audi
Juan Bernat.
Juan Bernat. © dpa
Juan Bernat: S8 plus Limousine 4.0 TFSI quattro tiptronic.
Juan Bernat: S8 plus Limousine 4.0 TFSI quattro tiptronic mit 605 PS. © Audi
Kingsley Coman.
Kingsley Coman. © dpa
Kingsley Coman: S5 Sportback 3.0 TFSI quattro tiptronic.
Kingsley Coman: S5 Sportback 3.0 TFSI quattro tiptronic mit 354 PS. © Audi
Manuel Neuer.
Manuel Neuer. © dpa
Manuel Neuer: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic.
Manuel Neuer: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic mit 435 PS. © Audi
Marco Friedl.
Marco Friedl. © dpa
Marco Friedl: A3 Sportback 2.0 TDI quattro S tronic.
Marco Friedl: A3 Sportback 2.0 TDI quattro S tronic mit 184 PS. © Audi
Mats Hummels.
Mats Hummels. © dpa
Mats Hummels: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Mats Hummels: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Niklas Dorsch.
Niklas Dorsch. © dpa
Niklas Dorsch: A3 Sportback 1.5 TFSI S tronic.
Niklas Dorsch: A3 Sportback 1.5 TFSI S tronic mit 150 PS. © Audi
Niklas Süle.
Niklas Süle. © dpa
Niklas Süle: SQ5 3.0 TFSI quattro tiptronic.
Niklas Süle: SQ5 3.0 TFSI quattro tiptronic mit 354 PS. © Audi
Bayern München - RSC Anderlecht
Robert Lewandowski. © dpa
Robert Lewandowski: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Robert Lewandowski: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Sebastian Rudy.
Sebastian Rudy. © dpa
Sebastian Rudy: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic.
Sebastian Rudy: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic mit 373 PS. © Audi
Sven Ulreich.
Sven Ulreich. © dpa
Sven Ulreich: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Sven Ulreich: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Thiago Alcantara.
Thiago Alcantara. © dpa
Thiago Alcantara: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Thiago Alcantara: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Thomas Müller.
Thomas Müller. © dpa
Thomas Müller: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic.
Thomas Müller: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic mit 435 PS. © Audi
FC Schalke 04 - FC Bayern München
James Rodriguez. © dpa
James Rodriguez: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance
James Rodriguez: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Tom Starke.
Tom Starke. © dpa
Tom Starke: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic.
Tom Starke: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic mit 373 PS. © Audi

. . . den Bayern-Kandidaten Sandro Wagner: „Er wäre mehr als nur ein Back-Up für Robert Lewandowski. Wagner ist eine große Nummer, da würde ich Bayern gratulieren. Sie hätten dann den Kopf frei, wenn Lewandowski mal ausfällt. Weil Wagner in den letzten drei, vier Jahren einen Riesensprung gemacht hat. Ich habe Vedad Ibisevic ins Spiel gebracht, ein Typ wie Claudio Pizarro. Wagner aber wäre von der Qualität her die größte Lösung. Er ist ein super Typ, er hat Persönlichkeit und Selbstvertrauen. Beim Länderspiel gegen Frankreich macht es nach 80 Minuten plötzlich ,Rumms’ – und der Franzose liegt in der Werbebande. Solche nickligen Spieler wie Wagner brauchst du. Ich hätte nicht gerne gegen ihn gespielt. Die große Frage ist, wie alles abgesprochen wird. Ich denke, er will zur WM. Da muss er also Joachim Löw fragen: „Ich bin bei Bayern die Nummer 2 – reicht das?“ Und Lewandowski sagt jetzt ja, dass auch er nicht alle Spiele spielen kann. Im Sommer hat er noch anders geredet. Dieses Risiko kann Wagner sicher abschätzen. Wagner ist nicht der Kombinationsspieler, eher ein Wandspieler, aber er ist kopfballstark, und weil Heynckes über die Außen spielen lässt, ist Wagner eine Adresse, die passt. Lewandowski 1:1 ersetzen kann er nicht, aber das kann keiner. Er ist die beste Nummer 9 der Welt.“

. . . weitere Bayern-Kandidaten für den Umbruch: „Dortmunds Christian Pulisic kann in der Offensive über links und rechts attackieren. Ich würde Franck Ribéry und Arjen Robben zwar noch ein Jahr geben, aber Pulisic ist ein interessanter Mann für die Bayern: Er hat hohes Tempo und ist als Amerikaner auch für den US-Markt wichtig. Leon Goretzka vom FC Schalke 04 würde ich als FC Bayern blind nehmen. Er ist ein Name, der in München durchgespielt werden muss.“

FC Bayern München: Winter-Transfergerüchte 2017/2018 und aktuelle News

. . . den Werdegang von Joshua Kimmich: „Er hat Philipp Lahm fast vergessen gemacht und ist in der Offensive sogar noch stärker. Wenn er und David Alaba in Normalform sind, gibt es in Europa nichts Besseres. Wenn Thomas Müller, Manuel Neuer und Jerome Boateng abtreten, traue ich ihm die Führungsqualitäten zu. Er kann der Nachfolger von Lahm werden. Ich sage ihm eine große Karriere voraus.“ 

. . . das Auf und Ab des Arturo Vidal: „Ich bin ein Fan von Vidal. Er hat jetzt weniger Belastung, weil er nicht mehr für Chile spielt und kann für Bayern sicher noch zwei Jahre spielen. Man sollte mit ihm verlängern. Vidal ist Vidal – du musst ihn nur in Griff haben. Ich sehe ihn weiter als wichtigen Bayern-Spieler.“

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