Kehrtwende vom Bayern-Sportvorstand

Sammer genervt vom Kimmich-Hype

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Fordert mehr Bodenhaftung bei der Bewertung von Joshua Kimmich: Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer nervt der Hype um das Talent.

München - Längst schwärmt nicht nur Pep Guardiola in höchsten Tönen von Joshua Kimmich. Auch die Kollegen beim FC Bayern stimmen Lobeshymnen an. Nur einer macht da nicht mit.

Für Pep Guardiola ist er einer, mit dem du "gehen kannst wher­ever you want", Xabi Alonso sieht in ihm Ähnlichkeiten zu Javier Mascherano und für Jerome Boateng gehört er schlicht und einfach zur EM 2016. Joshua Kimmich ist nach seinen überzeugenden Vorstellungen in aller Munde - und straft Kritiker Lügen, die ihm die Pep'sche Umschulung zum Verteidiger nicht zugetraut hatten.

Einer, dem die ausschweifenden Lobeshymnen auf den Youngster nicht gefallen, ist Matthias Sammer. "Wir sind Weltmeister im Übertreiben. Jos ist ein fantastischer Junge. Aber hoffentlich ist er nicht so flipperhaft wie die ganzen Medien und das ganze Theater rundherum." Ein eigentlich klares Statement des Bayern-Sportvorstands. Dabei hatte Sammer im Anschluss an die BVB-Partie noch ganz anders geklungen. "Bei ihm kommen zwei Dinge infrage: die Europameisterschaft oder die Olympischen Spiele. Wir sind mit allem einverstanden", so Sammer damals. Was denn nun, Herr Sammer?

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Kimmich selbst scheint die Hype-Debatte um seine Person derweil weniger zu beeindrucken. Auch gegen Werder zeigte der 21-Jährige eine fehlerlose Leistung - wenn auch gegen einen komplett harmlosen Gegner. Zur Aufregung um seine Person meint er nur: "Klar ist es schön, wenn man Lob bekommt. Aber es geht ja immer schnell. Gerade bei euch Journalisten ist man schnell wieder unten durch." Gegen Juventus steht Peps Liebling am Mittwoch eine ungleich schwerere Aufgabe bevor. Kimmich weiß das: "Fußball ist ein Tagesgeschäft, man muss es jeden Tag aufs Neue beweisen." Er klingt dabei wie ein alter Hase.

lp, sw, lop

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