Lob für Löw und Führungsspieler

Sammer: "Manuel ist sowieso der Beste"

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Manuel Neuer holte sich von Matthias Sammer ein Extralob ab.

München - Für Matthias Sammer ist der Weltmeistertitel kein Zufall, sondern logische Konsequenz einer Entwicklung. Vor allem die Spieler des FC Bayern hebt er hervor.

Nach dem WM-Titel ist vor dem nächsten Spiel. Das gilt insbesondere für den Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer. Der 46-Jährige ist als Mahner vom Dienst bekannt und hält gerne den Finger in Wunden, die andere nicht sehen.

Nach dem vierten deutschen Weltmeistertitel blickt Sammer deswegen sofort weiter in die Zukunft. Und nimmt dabei besonders die Funktionäre in die Pflicht: "Die Verantwortlichen haben jetzt eine größere Verantwortung denn je", sagt er im Interview mit Sport1 und befreit gleichzeitig die Spieler von eben dieser. Denn die sollen nicht darüber nachdenken. Schließlich würden jetzt weitere Generationen nachfolgen, die Europa- und Weltmeister werden wollen.

Eine nahezu gleiche Denkweise legt Sammer auch beim FC Bayern an den Tag. Dort lobt er aber vor allem die Führungsspieler um Lahm, Neuer und Bastian Schweinsteiger. Den Vergleich mit alten Leader-Figuren à la Effenberg und Kahn will Sammer aber nicht ziehen: "Man darf nicht vergleichen, sondern muss wissen, dass sich die Zeiten ändern und der Führungsstil trotzdem prägnant sein muss." Dennoch ist für den Sportvorstand klar: "Wir sind Typen!"

Das gilt vor allem auch für Torwart Manuel Neuer. Dessen Leistung bei der WM braucht für Sammer auch nicht den Vergleich mit dem umstrittenen besten Spieler des Turniers, Lionel Messi, scheuen. "Manuel ist sowieso der Beste. Das weiß jeder. Ob er jetzt die Auszeichnung hat oder nicht", lobt Sammer.

Der vierte Stern für Deutschland ist für ihn auch eine Konsequenz der Erfahrungen, die die Spieler in den vergangenen Jahren machen mussten. Die Bayern-Spieler mit dem verlorenen Finale "dahoam" im Mai 2012 und die Nationalmannschaft mit dem enttäuschenden Ausscheiden gegen Italien im EM-Halbfinale knapp zwei Monate später. Diese "Stahlbäder" hätten die Spieler bestärkt und zu der jetzigen Bescheidenheit auch nach dem Titel geführt.

Das Ziel muss für Sammer nun sein, das jetzige Gewonnene zu erhalten. Dafür "muss der Weg konsequent" weitergegangen werden. Damit meint der ehemalige DFB-Sportdirektor vor allem konsequente Nachwuchsarbeit. Damit Spieler wie Neuer, Müller und Götze keine Eintagsfliegen bleiben. Da ist Sammer ganz beim Bayern-Trainer Pep Guardiola, der laut ihm auch immer sagt, "dass du ein super Trainer sein kannst, aber wenn du keine super Spieler hast, wird's auf Dauer schwer zu gewinnen."

Ein Motto, das sich auf Nationalmannschaft und den FC Bayern gleichermaßen anwenden lässt.

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bix

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