"Nationalelf hat ja keine Zeit zu trainieren"

Sammer: Götze hat Grundlage für DFB-Erfolg beim FCB gelegt

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FCB-Sportvorstand Matthias Sammer.

München - Beim FC Bayern pfui, beim DFB hui? Geht es nach Sportvorstand Matthias Sammer, war die Leistungssteigerung von Mario Götze schon beim Rekordmeister zu sehen. Ohnehin habe die Nationalmannschaft Götzes starke Form den Münchnern zu verdanken.

Der Eindruck hat sich zuletzt mal wieder bestätigt. Beim FC Bayern ist Mario Götze in der Regel nur Edel-Reservist, kommt in den ersten drei Liga-Partien nur auf 127 Einsatz-Minuten. Anders sieht es für den 23-Jährigen aus, sobald er das Trikot mit dem deutschen Adler auf der Brust trägt. Gegen Polen (3:1) war der Ex-Dortmunder als Mittelstürmer gleich doppelt erfolgreich und auch in Schottland (3:2) zeigte er eine starke Vorstellung.

Sammer freut sich über Götzes Topleistungen

Matthias Sammer hat das "mit Freude" registriert und ist davon überzeugt, dass Götze sich auch beim Rekordmeister durchsetzen wird. In seiner optimalen Verfassung werde er "seinen Platz in der Mannschaft finden", sagte der Sportvorstand der Münchner dem kicker. Dabei könne der Nationalspieler im System von FCB-Coach Pep Guardiola nach Sammers Ansicht sechs Positionen einnehmen: auf den beiden Flügeln, als alleinige Neun oder Partner eines zweiten Stürmers, auf der Zehn und "in zwei Jahren etwas mehr aus der Defensive", meinte Sammer.

Die starken Auftritte im Nationaldress führte er derweil auf die Arbeit an der Säbener Straße zurück. "Diese gute Verfassung hat sich schon bei uns angedeutet", sagte er. Die Grundlage dafür sei "übrigens beim FC Bayern gelegt" worden, fügte der frühere DFB-Sportdirektor an: "Die Nationalelf hat ja keine Zeit zu trainieren."

Warum klappt es aber im DFB-Dress trotzdem wesentlich besser? "Wenn sich ein Spieler in einem Team leichter tut als im anderen, hängt das auch mit Alternativen zusammen", meint Sammer. Oder vielleicht doch eher an der Ausrichtung von Guardiola? Das glaubt derweil Peter Neururer. "In München spielt als alleinige Spitze aber ein Robert Lewandowski. Götze spielt unter Guardiola nicht dort, wo er bei der Nationalmannschaft spielen darf und hat dort aktuell schlechtere Karten", erklärt der langjährige Bundesliga-Coach bei Sport1. Dennoch sieht Neururer den 23-Jährigen auch unter Bundestrainer Joachim Löw längst nicht gesetzt: Denn: "Man darf nicht vergessen, dass auch ein Marco Reus noch fehlt. Wenn Reus zurückkommt, wird man sehen, ob Löw auch weiterhin in dieser Form an Götze festhält."

Ganz gleich, in welchem Trikot: Den Schlüssel für Götzes Leistungssteigerung nach zwei schwierigen Jahren in München Guardiola sieht Sammer in dessen Entscheidung, den FC Bayern im Sommer trotz diverser Angebote nicht verlassen zu haben. Es sei "der erste große Schritt in eine bessere Zukunft" gewesen, dass Götze „gesagt hat: Ich will bleiben, ich setze mich hier durch".

dpa/mg

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