Comeback auf europäischer Ebene

Sammer: "Es war ein Kraftakt von Franck Ribéry"

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Auf dem Weg zurück zu alter Stärke: Franck Ribéry rackerte in Zagreb unermüdlich.

Zagreb - Die Bayern freuten sich über 1,5 Millionen Euro Siegprämie von der UEFA und das internationale Comeback von Franck Ribéry.

Das ist eine zukunftsgerichtete Einskommafünf-Millionen-Konstellation! Was klingt wie die manchmal etwas komplizierte Diktion von Matthias Sammer ist diesmal nur die Kurzfassung des Abends in Zagreb: Die Bayern freuten sich über 1,5 Millionen Euro Siegprämie von der UEFA und das internationale Comeback von Franck Ribéry, der sich anschickt, im Frühjahr wieder zu Hochform aufzulaufen, wenn es wirklich um die Wurst geht.

So zumindest sah es der Sportvorstand des FC Bayern, der die aus Sicht der Bayern wichtigsten Aspekte des Abends klar benannte. „Es gibt Geld zu verdienen, Prestige zu verteidigen und den Rhythmus zu behalten“, erklärte Sammer vor dem Spiel bei Sky. „Wir sollten daher an die erste Halbzeit in Gladbach anknüpfen, als wir viele Chancen herausgespielt haben.“ Dieses Anknüpfen ans Gladbach-Spiel gelang leider auch in anderer Hinsicht: Die Bayern machten erneut kein Tor in Halbzeit eins – aber immerhin war der Franzose erneut einer der Lichtblicke. Dass der 32-Jährige wieder wirbelt, darauf mussten sie alle lange warten, umso glücklicher sind sie darüber. „Es war ein Kraftakt zuallererst von ihm selber. Alle im Klub haben ihm geholfen, da ist intensiv gearbeitet worden. Und dass das belohnt wird, ist schön. Im Leistungssport ist das nicht immer planbar“, führte Sammer weiter aus. Vor allem sind sie an der Säbener Straße froh über Ribéry als weitere spielerische Variante, weil ja (hoffentlich) noch viel auf sie zukommt. „Wir brauchen unsere Spieler im Frühjahr“, so Sammer. „Und dann reden wir bitte auch erst wieder über diesen Wettbewerb.“

Denn dass Pep Guardiola ihn gebrauchen kann, wenn es gegen die Großen geht, ist klar, sagte Franz Beckenbauer bei Sky: „Franck wird der Mannschaft noch helfen. Vielleicht nicht mehr so wie früher. Er ist in der Vergangenheit oft an die Leistungsgrenze gegangen. Ich wünsche ihm, dass er zurückkommt und der Mannschaft noch helfen kann.“

Bayern siegt in Zagreb - Note eins für den Matchwinner

Bayern siegt in Zagreb - Note eins für den Matchwinner

Wie lange, das ist eine andere Frage, eine, die Mantraartig bis kurz vor Weihnachten auch in Zusammenhang mit Pep Guardiola selbst gestellt wird – vor allem, wenn sich die sportliche Spannung gerade in Grenzen hält. Und deswegen äußerte sich auch Beckenbauer erneut zum auslaufenden Vertrag des Bayerntrainers: „Pep ist für jeden Spitzenklub der Welt ein Thema, das ist normal. Er kann sich den Klub aussuchen, wo er hin will. Und Manchester United ist vielleicht sogar weltweit die Nummer eins in der Popularität. Mit Louis van Gaal hat man dort zwar einen guten Mann, aber der muss die Mannschaft jetzt auch in den Griff bekommen.“

Zum Glück stand Sammer nicht daneben, als Beckenbauer das sagte. Der Sportvorstand hört es bekanntlich gar nicht gerne, wenn über die Trainerkonstellation spekuliert wird…

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