Sportvorstand redet Klartext

Sammer: "Das verbitten wir uns!"

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Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer.

München - Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer hat bei Sport1 ausführlich über zahlreiche Themen rund um den Verein gesprochen, darunter Arjen Robben Holger Badstuber und den Zwist mit Mainz-Coach Thomas Tuchel.

Matthias Sammer über ...

... die zwölf Punkte Vorsprung auf Borussia Dortmund und das anstehende Duell mit Schalke 04:

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„Wir müssen – wie Jupp Heynckes immer sagt – unbeirrbar konzentriert und entsprechend unseres Anspruchs den Weg weitergehen. Auf uns warten noch schwierige Aufgaben: Wir spielen noch auswärts beim Tabellenzweiten, beim Tabellendritten und beim Tabellenvierten – Stand jetzt. Unsere volle Konzentration gilt dem Spiel gegen Schalke. Wahrscheinlich wird in dieser Woche nicht viel über das Spiel gesprochen, sondern mehr über Rekorde. Ich weiß, dass Schalke eine sehr gute Mannschaft hat und wir diese Mannschaft sehr ernst nehmen müssen!“

Angesprochen auf die These, dass sich die Mannschaft einen lächelnden Sportvorstand wünschen würde, sagte Sammer:

„Was sich die Mannschaft wünscht, ist erst mal wurscht! […] Es geht nicht um mich, es geht beim FC Bayern immer um Leistung, es geht darum, zum richtigen Zeitpunkt Analysen zu erstellen, um dann im Positiven mit dem gewissen Hype umzugehen, nicht die Realität zu vergessen. Genauso kann es auch mal schwierigere Phasen geben. Und dann muss man sich auch orientieren. Wir tun gut daran, dass gesamte ‚Gesabbel’ nicht zu ernst zu nehmen. Ganz simpel gesagt sollten wir uns an der Leistung orientieren – die muss im Mittelpunkt stehen. […] Es gibt Vorbilder auf dieser Welt, die drei Mal die Champions League gewonnen haben. Spanien ist zwei Mal Europameister in Folge geworden, dazu Weltmeister. Wir sind noch weit entfernt, mit Freude in Champagner zu baden – dazu ist einfach noch nicht der Zeitpunkt. Sie werden mich aber anders erleben, wenn wir etwa gewinnen – oder wenn wir nichts gewinnen.“

Thiago kommt! Und noch einer? Alle FC-Bayern-Transfergerüchte

Pep Guardiola will beim FC Bayern vor allem mit den vorhandenen Spielern arbeiten. Schließlich waren diese mit ein Grund für seine Unterschrift in München. © dpa
Doch dass bei einem solchen Welttrainer plötzlich auch Weltstars gehandelt werden, liegt in der Natur der Sache. Wen könnte Sportvorstand Matthias Sammer dem neuen Trainer Pep Guardiola "spendieren"? Wir haben die Gerüchte für Sie zusammengefasst - von Weltstars bis hin zu Talenten. © M.I.S.
Thiago Alcantara (FC Barcelona): Pep Guardiola wollte ihn unbedingt - das hat er bei einer Pressekonferenz klargestellt. Und am Ende hat er ihn auch bekommen. © dpa
Mario Götze (Borussia Dortmund): Der Jungstar von Borussia Dortmund wechselt für die festgeschriebene Ablösesumme von 37 Millionen Euro zum FC Bayern. Ein spektakulärer Coup! Laut BVB-Trainer Jürgen Klopp ist Götze der "absolute Wunschspieler" von Bayerns künftigem Trainer Pep Guardiola. © dpa
Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt): Der Frankfurter Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat den Wechsel von U21-Nationalspieler Sebastian Rode (22) von der Eintracht zum FC Bayern indirekt bestätigt. „Warum geht Jan Kirchhoff zu den Bayern? Warum Sebastian Rode? Mein Gott, das sind junge Leute. Die können dort eben ein Vielfaches verdienen. Punkt. Aus. Das ist eben so“, sagte Bruchhagen der Bild-Zeitung. Allerdings hat der Spieler selbst nicht ausgeschlossen, seinen Vertrag bei der Eintracht möglicherweise zu verlängern. © Getty
Botia
Alberto Botia (FC Sevilla): Offenbar soll der FC Bayern an dem Zentralverteidiger interessiert sein. Das meldet die Sport Bild. Der 24-Jährige wurde beim FC Barcelona ausgebildet.  © picture alliance / dpa
Wayne Rooney (Manchester United): Angeblich ist der Stürmer ziemlich versessen darauf, nach München zu Pep Guardiola zu wechseln. Offiziell hat er bereits bei ManU angefragt, ob er den Verein verlassen dürfe. Sein Ansinnen wurde abgelehnt. Zu den Bayern wird Rooneys Reise aber ohnehin nicht führen: Sportvorstand Matthias Sammer sagte klipp und klar: "Es gab keinen Kontakt zu ihm. Es gibt keinen Kontakt, und er ist nicht auf unserer Agenda. Nein, nein, absolut nicht", so Sammer. © dpa
Yaroslav Rakitsky (l., Donezk): Laut "Sport Bild Plus" ist der FC Bayern am Ukrainer interessiert, der innen wie außen verteidigen kann © dpa
Thomas Vermaelen (l., FC Arsenal): Laut "Sport Bild Plus" ist auch der Belgier ein Kandidat bei Bayern. © dpa
Andreu Fontas (FC Barcelona, l.): Laut "Kicker" sind die Bayern an dem Talent des FC Barcelona interessiert. Der Innenverteidiger ist derzeit an RCD Mallorca ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln und hat bei Barca noch einen Vertrag bis 2015. © dpa
David Villa (FC Barcelona): Laut "Daily Mail" erwarten Bayern-Insider, dass Guardiola wegen dem Barca-Stürmer nachfragt. Die Antwort wird wohl - wenngleich Villa bei Barcelona etwas aufs Abstellgleis geraten ist - "Nein" lauten. © Getty
Laurent Koscielny
Laurent Koscielny (Arsenal London): Laut "Daily Mail" hat der FC Bayern den französischen Innenverteiger von Arsenal London im Auge. Sein Vertrag läuft noch bis 2017. Pep Guardiola soll ihn schon zu seinen Barcelona-Zeiten im Auge gehabt haben © Getty
Robert Lewandowski (Borussia Dortmund): Der Poker um einen Sommer-Wechsel von Robert Lewandowski zum FC Bayern ist offiziell beendet. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hat ein Machtwort gesprochen: Dortmund lässt den polnischen Stürmer nicht vorzeitig ziehen. "Robert Lewandowski wird 2013 definitiv nicht zum FC Bayern wechseln", erklärte der Dortmund-Geschäftsführer gegenüber Bild.de. "Das ist endgültig! Das haben wir Robert und seinen Beratern jetzt mitgeteilt." © Getty
Iker Muniain (Atletic Bilbao): Mit dem jungen Basken haben sich die Bayern in der Vergangenheit schon öfters beschäftigt. Was für eine Verpflichtung im Sommer spricht: Muniain kommt mit Bilbao-Trainer Marcelo Bielsa nicht mehr klar, Pep Guardiola hält große Stücke auf ihn und außerdem ist er eng mit Javi Martinez befreundet. © getty
Benat Etxebarria: Der Baske war im vergangenen Sommer schon beim VfL Wolfsburg im Gespräch, jetzt wird der Mittelfeldspieler von Betis Sevilla auch mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Das berichtet der "Kicker" unter Bezug auf spanische Medien. Etxebarria dürfte aber für unter 20 Millionen Euro nicht zu haben sein. © getty
Vincent Kompany (Manchester City): Laut "Daily Telegraph" verfolgt der FC Bayern seine Situation und einen möglichen Knatsch mit City-Coach Roberto Mancini. Allerdings: Kompanys Vertrag läuft bis 2018, er wäre wohl richtig teuer © dpa
Inigo Martinez: Der Verteidiger genießt bei Pep Guardiola seit langer Zeit einen guten Ruf. Die "Sport Bild" berichtet, dass Guardiola bereits mehrfach versucht hat, ihn zum FC Barcelona zu locken. © getty
Kevin-Prince Boateng (AC Mailand): So ein Boateng-Bruderpaar beim FC Bayern wäre doch was! Der Halbbruder von Jerome hat aber die Gerüchte schon dementiert. "Die Spekulationen kommen nicht von mir. Natürlich habe ich das auch mitbekommen. Deswegen kann ich jetzt klar sagen: Ich bin beim AC glücklich und sitze zurzeit nicht auf gepackten Koffern. Zudem habe ich Milan viel zu verdanken und beschäftige mich nicht mit Bayern oder anderen Klubs", sagte er der "Sport Bild". © Getty
Pablo Osvaldo (AS Rom): Ein echter Typ! Der 27-Jährige fällt nicht nur wegen seiner Tattoos, sondern auch wegen seiner Tore. Laut "Tuttosport" ist nicht nur Bayern an ihm dran, sondern auch Milan und Florenz. © Getty
Mangala (FC Porto): Das Gerücht, dass der FC Bayern Interesse an dem 22-jährigen Franzosen habe, setzte dessen Berater Fabrizio Ferrari via portugiesischer Sportzeitung "Abola" in die Welt. Der Verteidiger stehe bei Bayern, Manchester United und dem AC Mailand auf dem Zettel", sagte Ferrari, "und noch bei weiteren Mannschaften dieses Niveaus." Da scheint jemand den Preis seines Agenten in die Höhe treiben zu wollen. International jedenfalls ist Mangala noch ein recht unbeschriebenes Blatt. Er spielt seit 2011 beim FC Porto, zuvor war er in Belgien bei Standard Lüttich aktiv. © dpa
Luis Suarez (FC Liverpool): Laut "Sunday People" steht eine 40-Millionen-Pfund-Offerte für den Liverpool-Star aus Uruguay im Raum. Seine Trefferquote in England ist beeindruckend, aber ob Bayern so viel Geld auf einmal in einen Stürmer investiert, ist zumindest fraglich. © Getty
Arturo Vidal (Juventus Turin): Der Chilene gab Bayern einst einen Korb und wechselte von Bayer Leverkusen zu Juve. Laut "Gazzetta dello Sport" ist er dort nicht mehr unverkäuflich, weil sich Juve gerne anderre Stars leisten würde. Deswegen könnte ein Wechsel zu Bayern wieder ein Thema werden. © Getty
Stefan Savic (AC Florenz, l.): Ein schickes Foto - und ein reizvoller Spieler? Italienische Medien bringen den Innenverteidiger aus Montenegro mit dem FC Bayern in Verbindung © dpa
Etienne Capoué (FC Toulouse): Schreien kann er schon mal, der Franzose, wie dieses Foto beweist. Und Fußball spielen auch. Deswegen ist laut "Daily Star" neben West Ham auch der FC Bayern an dem Nationalspieler interessiert. Allerdings: Das defensive Mittelfeld zählt nun wirklich nicht zu den Problemzonen der Münchner. © Getty
Als möglicher Abgang wurde Xherdan Shaqiri ins Gespräch gebracht. Laut "Sport Bild" ist Borussia Dortmund bereit, Robert Lewandowski in diesem Sommer nach München ziehen zu lassen. Voraussetzung: Ein kleiner Transferbetrag sowie im Tausch Xherdan Shaqiri und/oder ... © MIS
Mario Mandzukic. Auch der Kroate hat es BVB-Trainer Jürgen Klopp angeblich angetan. Sportvorstand Matthias Sammer hat allerdings bekräftigt, dass man beide Spieler nicht abgeben wolle. © dpa

... den Coup "Pep Guardiola":

„Wenn Sie wissen, wie sich solche Sachen entwickeln, dann können Sie es vielleicht nachvollziehen und dementsprechend ist das nicht verwunderlich, dass Guardiola irgendwann bei uns arbeiten wird."

... die Verpflichtung von „Pep Guardiola“:

„Die Entscheidung, die der Klub gefällt hat, ist eine gemeinsame und deshalb bin ich ein Bestandteil.“

... Perfektion:

„Wenn es um unseren Anspruch geht und den Anspruch des deutschen Fußballs, sollte eine gewisse Sachlichkeit her. Wir waren in der Vergangenheit schon mal in gewissen Gefilden, wo wir wieder hinmöchten. Alles was jetzt ist, muss nicht schlecht sein, liest sich auch ganz gut, aber es ist nicht mehr als eine Momentaufnahme. In den verschiedenen Wettbewerben gilt es, mit aller Konsequenz weiterzuarbeiten. Wenn die Titel vergeben werden, musst du im richtigen Moment die Topform haben. […] Das ist zum jetzigen Zeitpunkt wichtig. In den Armen liegen können sich andere, nicht wir.“

... über den Disput mit Thomas Tuchel beim Spiel in Mainz:

„Thomas Tuchel hat sich nach dem Spiel geäußert – das ist sein gutes Recht. Von mir wird man dazu nichts hören. Dem Vierten Offiziellen muss ich hier ein großes Kompliment aussprechen: Er hat gemerkt, worum es inhaltlich ging in diesem Thema, und hat darauf mit einer hohen Sensibilität reagiert und sehr gut eingewirkt. Das sollte man auch mal herausstellen: Der vierte Schiedsrichter hat einen exzellenten Job gemacht in einem sehr schwierigen Spiel!“

...die Trainerqualitäten von Thomas Tuchel:

„Er ist ein super Trainer. Seine Vita ist ganz hervorragend. Er hat ja auch von mir damals den Nachwuchspreis bekommen und ich habe die Laudatio gehalten. Wenn man sich mal emotional begegnet, hat das ja nichts mit der Qualität zu tun – wir sind ja nicht kleingeistig!“

Sammer auf die Frage, ob er auf der Bank nicht ruhig sitzen könne: „Wenn man das Spiel liest, war es für mich notwendig, so zu handeln. Es heißt ja nicht, dass alles richtig ist. Aber in dem Moment, wo ich spüre, dass es um unsere Spieler geht – ich gehe jetzt nicht ins Detail – werden diese immer unseren Schutz genießen – und das war in diesem Moment notwendig.“

Olé! So viel Pep steckt in München

Hier sehen Sie den Mann, der die Bayern-Fans verzückt – und alle Damen sowieso: Pep Guardiola, seit Juli 2013 Coach des FCB. Wir wollen dem Star zeigen, dass er kein Heimweh haben muss. Schließlich dürfte ihm in München einiges spanisch vorkommen. Ein nicht immer ganz ernst gemeinter Streifzug, der zeigt, wie viel Pepp auch schon ohne Pep in unserer Stadt steckt! © dpa
Antoni Gaudí ist Barcelonas großer Baumeister – mit der Sagrada Família (r.) hat er sich verewigt. © dpa
In München sieht Gaudi – links zu sehen – ein bisserl anders aus! © dpa
„Großartig, Pep ist jetzt Münchner wie wir!“, sagt Christian „Gonzi“ Gonzalez (36). Er managt den einzigen spanischen Fußball-Klub der Stadt, den FC Español München. © fkn
Ihre sportliche Heimat liegt in Forstenried und der C-Klasse 5. Platz 2, knapp hinter FC Fürstenried. „Wir wollen aufsteigen“, sagt Gonzi. Ehrgeizig wie Pep! © fkn
„Pep passt super zu uns! Er ist seriös, tüchtig und bodenständig – so wie die Deutschen. Hier haben er und seine Familie tolle Chancen!“Esteban Ruiz (66), Feinkostladen Donosti © Bodmer
Falls es den Fußball-Lehrer mal nach Neuperlach verschlagen sollte: Im pep kann Pep, Name verpflichtet, von Klamotten bis Käse einkaufen. © Schlaf
„Ich bin Halbspanier und habe viele spanische Mitarbeiter – und wir sind alle begeistert! Für die Bayern ist es ein Ritterschlag, den begehrtesten Trainer der Welt verpflichtet zu haben. Für den Verein ist es die Chance, noch moderner zu spielen.“Patrick Bertermann (42), Chef der Tapas-Bar Miura © 
Spaniens Top-Schauspieler Javier Bardem packt im Film Bond-Film "Skyfall" Geheimagent James Bond am Kragen. Gut so! Schließlich soll Pep als Bayern-Trainer dasselbe mit den Engländern tun. © AP
So viel Leidenschaft und so viel Rhythmus wie beim FC Barcelona … Gisa Michelón tanzt Flamenco. Sie tritt auf der Bühne auf, etwa im Gasteig. Und sie gibt Unterricht. Michelón: „Flamenco ist ein Tanz, dem man verfällt!“ © Bodmer

... Arjen Robbens schnellen „Abgang“ in Mainz:

 „Natürlich können wir uns in den Spieler hineinversetzen. Ich habe Verständnis für ihn, weil er ein sehr ehrgeiziger Spieler ist und immer spielen möchte. Dass er mal schneller in der Kabine ist oder im Bus, ist für uns kein Problem. Es würde nur zum Problem werden, wenn er sich in Kommentaren so darstellen würde, dass er als Person wichtiger wäre als die Mannschaft. Das muss man fairerweise sagen: Das ist bisher nicht von ihm gekommen – auch nicht von Mario Gomez, Jerome Boateng oder Luiz Gustavo. Dieses Thema wird speziell bei Arjen und Mario so hoch gespielt, da werden Dinge versucht, rauszukitzeln und auch interpretiert, dass es schon provokant ist – das verbitten wir uns! Die Spieler trainieren gut, sie können aber nichts dafür, dass wir einen Wochenrhythmus haben und der Trainer die Mannschaft in einen Rhythmus bringen muss. Das muss man knallhart akzeptieren – und nur das erwarten wir. Arjen muss nur wissen, dass bei Bayern immer die Mannschaft und das Wappen im Mittelpunkt stehen und sich Einzelne dem auch unterwerfen müssen. […] Arjen kann für uns noch ein ganz entscheidender Spieler werden – daran muss man glauben und daran muss man hinarbeiten. Ich erlebe ihn zwar nicht glücklich zurzeit, aber sehr motiviert! Fußball ist ein Tagesgeschäft. Was heute ein Problem ist, kann morgen schon keines mehr sein. Wir werden noch jeden Spieler benötigen!“

... die anstehende Vertragsverlängerung mit Holger Badstuber:

„Wir sind in Gesprächen und auch ziemlich weit. Ich habe positive Signale bekommen. Es ist aber noch zu früh, es zu verkünden. […] Holger ist für den FC Bayern ein sehr wichtiger Spieler – er passt sportlich und charakterlich sehr gut in den Verein. Sein Ehrgeiz und manchmal auch seine Verrücktheit sind sehr wichtig für uns. Wir sehen in ihm einen sehr wichtigen Bestandteil für den FC Bayern.“

... mögliche Neuzugänge für die kommende Saison:

„Es ist unsere Aufgabe, dass die Entwicklung des deutschen Fußballs und die Nachhaltigkeit erkennbar ist. Die Ausbildung der deutschen Nachwuchsspieler ist auf einem hohen Niveau – deswegen sind diese Spieler sehr interessant für uns, weil sie uns bekannt sind. Gerade was ihre charakterlichen Eigenschaften betrifft und natürlich auch die sportliche Aussagefähigkeit.“

… den künftigen U23-Trainer des FC Bayern:

„Auf dieser Position hätten wir gerne Kontinuität. Gleichzeitig wollen wir bei Bayern nicht nur eine Spielerentwicklung in Gang setzen, sondern auch eine Trainerentwicklung. Ich bin der Meinung, dass ein Trainer aus der U23, U19 oder U17 Qualitäten mitbringen kann – nicht unbedingt muss – um irgendwann, wenn wieder mal eine Entscheidung ansteht, sich als Trainer für die Profis entwickelt hat. Mit einer Kontinuität und Berechenbarkeit. Sowohl was die fachliche Qualität betrifft, als auch die Identifikation mit dem Verein. Über den nächsten U23-Trainer werden wir uns ganz explizit Gedanken machen.“

Uli Hoeneß: Seine Meinung zu Merkel, Papst, Obama und Co.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß schaut gerne über den Tellerrand hinaus und äußert sich immer öfters zu Bereichen, die nichts mit Fußball zu tun haben. Wir haben die Themen, die nichts mit dem FC Bayern oder dem Fußballgeschehen zu tun haben, zu denen Hoeneß aber eine öffentliche Meinung vertritt, für Sie zusammengestellt: © Sampics
... über die Transaktionssteuer: "Ich bin für die Transaktionssteuer. Es kann einfach nicht sein, dass mit Spekulationen auf Öl und Lebensmittel Geld verdient wird und jede Krankenschwester mehr tut für die Volkswirtschaft als unsere Banker." © Sampics
... über Christian Udes Kandidatur als bayerischer Ministerpräsident: "Ich bin mir sicher, dass Christian Ude es als Seehofer-Herausforderer schafft, die SPD in Bayern unter 20 Prozent zu bekommen.“ © Sampics
... über Kanzler-Kanidat Peer Steinbrück: "Wer gegen Angela Merkel verliert, ist mir ziemlich egal." © Sampics
... über sein soziales Engagement: "Wenn du in der Sonne stehst, so wie ich, dann musst du der Gesellschaft etwas zurückgeben. Wenn jemand um Hilfe ruft, muss jemand wie ich, der es sich leisten kann, da sein." © Sampics
... über die Bezahlung von Politikern: „Frau Merkel ist Chefin von einem 80-Millionen-Mitarbeiter-Unternehmen und bekommt 300 000 Euro. Das ist ein Bruchteil dessen, was ein 18-jähriger Fußball-Fuzzi verdient. Das ist doch ein Witz." © Sampics
... über das Krisengerede: „Es gibt in Deutschland keine Krise. In sechs Monaten (also etwa im April 2013) wird die Weltwirtschaft boomen wie noch nie. Merkel und Schäuble sind die Garanten für das, was da kommen wird." © Sampics
... über den Papst: "Ich sehe den Papst nicht als Popstar. Ich sehe ihn als relativ weltfremd. Er ist ein Problem für die Kirche. Vielleicht sollte man mal über eine Altersbegrenzung nachdenken." © Sampics
... über US-Präsident Barack Obama (im April 2012): "Ursprünglich war er natürlich der große Hoffnungsträger der Amerikaner, weil er heiße Eisen angepackt hat. Inzwischen ist es so, dass die ganzen Republikaner ihn weghaben wollen. Wider besseren Wissens das Land lieber in die ´Scheiße´ fahren wollen, damit sie ihn weghaben, obwohl viele Ideen, die er hat – Gesundheitsreform zu machen, die Amerikaner alle gut zu versichern – das sind viele gute Ansätze." © Sampics
... über Sigmar Gabriel: "Mit dem Verlierer kann ich nicht viel anfangen." © Sampics
... über Wirtschaftsminister Philipp Rösler: "Der kann im nächsten Jahr (2013) höchstens beim FC Bayern als Arzt in der Presseabteilung anfangen, weil er dann nicht mehr Bundes-Wirtschaftsminister sein wird." © Sampics
... über Oskar Lafontaine: "Der Lafontaine hat ein Schloss im Saarland stehen, dagegen ist mein Haus am Tegernsee sozialer Wohnungsbau." © Sampics
... über Bänker: „Ich würde mich freuen, wenn diese Leute endlich mal wieder schlaflose Nächte wegen ihrer Kunden und nicht wegen ihrer Boni haben.“ © Sampics
... über die Vermögenssteuer: "Wir haben eine prosperierende Wirtschaft wie noch nie. Aber der Staat und die Wirtschaft müssen endlich lernen, wie Unternehmen zu arbeiten – und die Ausgaben zu reduzieren. Es kann nicht sein, dass wir immer noch und immer mehr Schulden machen. Die Ausgaben müssen gekürzt werden. Am Ende nutzt die Vermögensteuer doch gar nichts, dann gehen die Unternehmer nach Österreich oder in die Schweiz. Wir müssen die Unternehmer hier halten.“ © Sampics
... über eine Reichensteuer: "Über eine Reichensteuer, beispielsweise für Fußball-Millionäre: „Unsere Spieler spielen eine Halbzeit fürs Finanzamt. Deshalb spielen sie manchmal auch eine Halbzeit schlecht. Unsere Spieler zahlen 50 Prozent Steuer. Aber wir kommen nicht weiter, wenn wir 60 oder 70 Prozent verlangen. Unsere Spieler, aber auch ein Dr. Winterkorn von Audi tragen viel mehr für das Bruttosozialprodukt bei.“ © Sampics
... über die nächsten Bundestagswahlen: „Wenn eine Große Koalition nicht zu verhindern wäre, wäre mir eine Kombination Angela Merkel/Hannelore Kraft ganz recht.“ © M.I.S.
... über das Verhalten der Münchner Staatsanwaltschaft, kurz nachdem Breno wegen Verdachts der Brandstiftung festgenommen wurde: „Was die Münchener Staatsanwaltschaft macht, ist eine absolute Katastrophe! Einen Haftbefehl zu erlassen gegen einen jungen Mann, der am Boden ist, der völlig fertig ist! Mit der albernen Begründung einer Verdunklungsgefahr – der kann gar kein Deutsch! Gute Nacht, Deutschland, wenn das unser Land ist.“ © M.I.S.
... über das Breno-Urteil: „Ich weiß nicht, ob man hier differenzieren muss zwischen einem Maurer, der seinen Beruf weiter ausüben kann, wenn er wieder rauskommt, und einem jungen Fußballspieler – der absolut nichts anderes kann als Fußball spielen. Wenn man dem damit seinen Beruf für alle Zeiten wegnimmt, dann ist das aus meiner Sicht für dieses Vergehen, sollte es stattgefunden haben, was für mich überhaupt nicht bewiesen ist, absolut nicht nachvollziehbar.“ © M.I.S.
... über Lebensmittel: "Ich kann das nicht verstehen, wenn gewisse Menschen immer behaupten, das mit den Lebensmitteln sei so schlimm wie noch nie. Ich behaupte, dass die Lebensmittel früher meist schlechter waren als heute. Ich stamme aus einer Metzgerei. Ich weiß, wie früher Wurst gemacht wurde und wie wir sie heute in Nürnberg machen. Wir sind ständig unter Kontrolle. Und das ist ja auch gut so. Die Leute, die tatsächlich schlechtes Fleisch verkaufen, müssen an den Pranger gestellt und bestraft werden. Das steht außer Frage. Aber eins ist klar: Wenn Sie ein Kilo Käse für drei Euro kaufen wollen, dann können Sie nicht die Qualität erwarten, die ein Kilo Käse für 9,80 Euro hat." © M.I.S.
... über das Rauchverbot: "Was wir in Bayern damit wieder angestellt haben, das darf doch nicht wahr sein. Das sage ich, obwohl ich selbst nur alle vier bis sechs Wochen mal eine Zigarre rauche. Diese Intoleranz, dieses Entweder-ganz-oder gar-nicht – das gefällt mir gar nicht. Franz Josef Strauß würde sagen: Ihr habt sie doch nicht mehr alle." © M.I.S.
... über das Buch von Thilo Sarrazin: "Ich halte es für ein Unding, dass ein Vorstand der Bundesbank so ein Buch schreibt und damit Geld verdient. Ich unterstelle ihm nämlich, dass es ihm gar nicht darum ging, die Welt zu verbessern, nein, er wollte damit Geld verdienen. Wenn dieses Buch ihm so wichtig war, hätte er zuvor als Bundesbankvorstand zurücktreten müssen. Oder er hätte von vornherein sagen müssen: Alles, was ich damit verdiene, spende ich für einen guten Zweck." © M.I.S.
... über Franck Ribéry, der in Verdacht stand, mit einer minderjährigen Prostituierten Sex gehabt zu haben: "Ribéry hat nichts, nichts gemacht, was verboten ist, absolut. Oder hätte er die Dame fragen sollen, wie alt sie ist?" © M.I.S.

… das Länderspiel des DFB am Mittwoch in Frankreich:

„Es ist ein Spiel zweier großer Mannschaften. Es ist Prestige. Aber ich würde verneinen, dass es ein so wichtiges Spiel ist – jetzt zwischen Bundesligastart und entscheidender Phase in der Champions League. Sachlich betrachtet hoffen wir alle, dass die Spieler gesund durchkommen.“

… Rene Adler, der am Mittwoch statt Manuel Neuer im Tor stehen wird:

 „Er ist ein sehr guter Torhüter. Was mir natürlich sehr, sehr gut gefallen hat, ist die Sachlichkeit in seinen Aussagen. Er hat eine schwere Zeit durchgemacht mit seinen Verletzungen und dadurch auch ein großes Turnier verpasst. man spürt einfach, dass er geerdet ist – er ist sehr bescheiden, sehr demütig in seinen Aussagen und das imponiert. Er ist eine große Persönlichkeit, hat allerdings das Pech, dass ihm eine noch größere Persönlichkeit und ein noch besserer Torhüter vor der Nase steht – nämlich Manuel Neuer!“

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