Gegen Werder soll ein Sieg her

Sammer: Verletzungssorgen sind keine Ausrede

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Das letzte Spiel im Weserstadion war eins der hitzigeren Sorte. Auf den FCB wartet wieder ein heißer Tanz.

München - Aus der Länderspielpause geht der FC Bayern mit einigen Personalproblemen heraus. Matthias Sammer will diese aber nicht als Ausrede für schwache Ergebnisse gelten lassen.

So langsam wird es eng in der vordersten Front beim FC Bayern! Beim Spiel gegen Bremen werden gleich drei Offensivraketen fehlen, die in dieser Saison schon die Abwehrreihen der Gegner durcheinandergewirbelt haben. Mario Götze hat es dabei am schlimmsten erwischt (Muskelsehnenausriss im Bereich der Adduktoren), nun ist auch klar, dass mit Arjen Robben und Kingsley Coman zwei weitere Angreifer ausfallen. Immerhin bleibt bei ihnen die Hoffnung, dass sie schon gegen Arsenal in der kommenden Woche wieder auflaufen können.

Matthias Sammer erklärte gestern auf tz-Nachfrage, wie sich die Lage darstellt. Sammer: „Bei Arjen Robben geht es nur darum, dass er sich 100 Prozent wohlfühlt. Das war gerade nicht der Fall. Man kann aber überhaupt nicht von einem Rückfall oder so etwas reden. Es soll einfach das perfekte Gefühl da sein. Da wollen wir auch nicht auf Arsenal schauen, er soll Zeit bekommen. Es kann sein, dass er dort spielt, muss aber nicht.“

Für Kingsley Coman kommt laut Sammer ein Einsatz in Bremen „noch zu früh“, für das Spiel in London sollte es aber reichen. Kopfzerbrechen bereiten dem Sportvorstand zudem die Südamerika-Stars Douglas Costa und Arturo Vidal. Beide sind nach ihren Länderspieleinsätzen für Brasilien und Chile erst in der Nacht zu Freitag in München angekommen. „Da müssen wir schauen, wie sie drauf sind“, so Sammer. Hinzu kommt eben der Ausfall von Götze. Dennoch will Sammer nicht den Eindruck entstehen lassen, man könne vor dem Hintergrund der vielen Ausfälle mit einem Unentschieden in Bremen oder gegen Arsenal leben. Sammer zur tz: „Da dürfen wir gar nicht erst hinkommen. Diese Spiele sind sehr wichtig für uns!“

Guardiola hat nur 13 Feldspieler

Fast noch dramatischer drückte Trainer Pep Guardiola die Lage aus. Er bezog die Dauerverletzten Ribéry, Badstuber sowie Benatia und Rode mit ein und meinte: „Wir sind nur 13 Spieler, nicht mehr. 15 mit Manu und Sven (die Torhüter Neuer und Ulreich, Anm. der Red.). Wir haben viele Probleme mit Verletzten. Wir haben jetzt wenig Zeit für Regeneration, mit 15 Spielern ist das immer schwer.“ Der Spanier war in diesen Wochen vor allem mit der Leistung von Mario Götze sehr zufrieden, auch die Neuzugänge Douglas Costa und Kingsley Coman überzeugten ihn. Vor diesem Hintergrund lobte Guardiola die Einkaufspolitik der Roten. „Große Gratulation an Bayern München. Ich bin froh, in einem Verein zu arbeiten, bei dem die Dirigenten so große Ideen haben.“

Diese Dirigenten, allen voran Karl-Heinz Rummenigge, sind gerade allerdings weit davon entfernt, sich nur auf die Schulter zu klopfen. Wie der Trainer denkt auch der Vorstandsboss vorrangig ans nächste Spiel – und sagt deutlich: „Wir sind nicht so arrogant, dass wir sagen, wir gewinnen jetzt jedes Spiel mit vier Toren Unterschied. Bremen wird kein Selbstläufer, wir haben Respekt vor jedem Gegner!“

mic, lop

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