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„Ein totales Chaos“: Neuzugang Matthijs de Ligt resümiert seinen Start beim FC Bayern

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Von: Antonio José Riether

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Neuzugang Matthijs de Ligt sprach kürzlich über seine chaotische Ankunft beim FC Bayern und das „gewöhnungsbedürftige“ Training an der Säbener Straße.

München - Zweifellos ist Matthijs de Ligt einer der Toptransfers dieses Sommers. Der FC Bayern ließ sich die Dienste des Niederländers eine gute Stange Geld kosten, 67 Millionen Euro überwiesen die Münchner an Juventus Turin. Trotz der hohen Ablösesumme kam de Ligt in den beiden bisherigen Saisonspielen gegen RB Leipzig und Eintracht Frankfurt jedoch nur zu zwei Kurzeinsätzen. Der 23-Jährige resümierte gegenüber der auflagenstärksten Zeitung seiner Heimat De Telegraaf seine Anfangszeit in der bayerischen Landeshauptstadt.

Matthijs de Ligts erste Tage beim FC Bayern waren „verrückt und ein totales Chaos“

Der Abschluss von de Ligts Transfer ereignete sich kurz vor der USA-Tour des FC Bayern, weshalb sich die Ereignisse in kürzester Zeit überschlugen. „Der Start war verrückt und ein totales Chaos. Ich flog von Turin nach München, machte in der Nacht den Medizincheck, nahm am nächsten Morgen am letzten Teil der Nachbesprechung teil und folgte dem Team am Nachmittag in die Vereinigten Staaten, wo ich – nach europäischer Zeit – um vier Uhr nachts eintraf“, erinnert sich der Defensivmann.

Matthjs de Ligt wartet noch auf seinen ersten Startelfeinsatz in einem Pflichtspiel.
Matthjs de Ligt wartet noch auf seinen ersten Startelfeinsatz in einem Pflichtspiel. © osnapix/imago

„Am nächsten Tag musste ich bei 30 Grad trainieren und am selben Abend ein Spiel bestreiten. Rückblickend war das vielleicht ein bisschen zu viel“, meint de Ligt bezüglich seines Einsatzes im Vorbereitungsspiel bei D.C. United. „Ich habe zwar einen Treffer erzielt, war aber nach zehn Minuten schon erschöpft“, fügt er hinzu. Die Reisestrapazen dürften ihren Teil dazu beigetragen haben, in den Wochen nach seiner Ankunft wurde er jedenfalls von Fitnesschef Dr. Holger Broich über den Platz gejagt, de Ligt soll von seiner „härtesten Trainingseinheit in den letzten vier Jahren“ gesprochen haben, wie Julian Nagelsmann berichtete.

Training beim FC Bayern war für Matthijs de Ligt „etwas gewöhnungsbedürftig“

Das harte Training könnte ihm für die lange Saison zugutekommen. „Die Vorbereitung war hart und ich stelle fest, dass ich in Sachen Fitness einige Fortschritte gemacht habe“, fasst er seine Anfangszeit zusammen. Jeder Coach verfüge über eine „eigene Trainingsphilosophie“, es sei zudem „immer etwas gewöhnungsbedürftig“, seinem Körper etwas Neues abzuverlangen, so de Ligt.

Neben dem qualitativ hochwertigen Training schätzt er auch seine neuen Kollegen, er sei „gut aufgenommen“ worden. Zudem betonte er, dass ihm beim FC Bayern die Atmosphäre gefalle, in der „hart gearbeitet und nicht gejammert wird“. Beim zweiten Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg am Sonntagabend wird sich de Ligt wohl wieder hinter seinen geschätzten Kollegen einreihen müssen, Julian Nagelsmann kündigte an, keine Wechsel in seiner Startelf vorzunehmen. Noch hat der Neuzugang aber genug Zeit, um seinen Trainer von sich zu überzeugen. (ajr)

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