"Weiß nicht, ob das dem deutschen Fußball gut tut"

Wegen Kurt und Kimmich: Eberl kritisiert Bayern

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Max Eberl und Borussia Mönchengladbach mussten im Sommer 2014 Sinan Kurt zum FC Bayern ziehen lassen.

Mönchengladbach - Sportdirektor Max Eberl von Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat die jüngste Transferpolitik von Rekordmeister Bayern München kritisiert.

"Wenn man die Talente erntet, bevor sie reif sind, weiß ich nicht, ob das dem deutschen Fußball gut tut", sagte Eberl der Rheinischen Post. Zuletzt hatte der Tabellenführer die Bundesliga-unerfahrenen Sinan Kurt aus Mönchengladbach und Joshua Kimmich vom VfB Stuttgart für zusammen rund zehn Millionen Euro verpflichtet.

Als Grund der Transferoffensive sieht Eberl den ausbleibenden Erfolg der Jugendmannschaften des FC Bayern: "Natürlich haben die Bayern immer herausragende Talente herausgebracht wie Alaba oder Müller. Doch sie waren mit ihren Jugendmannschaften nicht so erfolgreich, und ich glaube, das ist das, was sie stört. Darum werden sie wieder aktiver." Die A-Jugend des Rekordmeisters war zuletzt 2004 Meister geworden, die B-Jugend 2007. Mit Michael Reschke habe sich der FC Bayern zudem "definitiv verstärkt" meint Eberl.

Der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach regte eine ausgeglichenere Verteilung der Talente an: "Die jungen Spieler können sich auch anderswo ihre Sporen verdienen und dann zu den Bayern gehen", sagte der 41-Jährige: "Dann profitieren auch die anderen Klubs davon, denn die Ablösesummen fließen in die Klubs hinter den Bayern."

SID

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