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Matthäus bringt Eberl beim FC Bayern ins Gespräch: „Man kann nichts ausschließen“

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Von: Michael Haug

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Lothar Matthäus, FC Bayern Ex-Spieler, redet mit Max Eberl, dem ehemaligen Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach.
Lothar Matthäus (l.) im Gespräch mit Max Eberl (r.) © Revierfoto via www.imago-images.de

Lothar Matthäus hinterfragt die Führungsetage des FC Bayern München. Der Rekordnationalspieler bringt deshalb Max Eberl ins Spiel.

München - Der FC Bayern München* hat sich mehr von dieser Saison erwartet. In beiden Pokal-Wettbewerben schied der Rekordmeister unerwartet früh aus. Die große Saison-Analyse steht bevor, jeder beim FC Bayern muss und wird sich hinterfragen. Auch Hasan Salihamidzic. Für Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus ist es ganz normal, dass auch der Sportvorstand nach einer solchen Saison in der Verantwortung steht. Wird möglicherweise schon über eine Neubesetzung nachgedacht? Matthäus bringt in seiner Sky-Kolumne nun den Namen Max Eberl ins Gespräch.

FC Bayern: Wie bewertet Matthäus die Arbeit von Hasan Salihamidzic?

Aber der Reihe nach. Hasan Salihamidzic hat es nicht leicht beim FC Bayern, findet Matthäus. Die fehlenden Zuschauer-Einnahmen führten zu erschwerten Transfer-Bedingungen. Hinzu kamen die enormen Fußstapfen von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge, in die die neue Führung trat. Andererseits: Matthäus lobt den FC Bayern auch für die zehnte Meisterschaft in Serie. Schon am Samstag gegen Borussia Dortmund kann diese gesichert werden.

Salihamidzic sei ein „fleißiger und akribischer Arbeiter.“ Matthäus wisse, dass er den FC Bayern im Herzen trage und immer alles gibt. Dann folgt das große Aber. „Er ist eben auch für einige Transfers verantwortlich, die nicht wirklich funktioniert haben“, bewertet Matthäus. Gemeint sind wohl die Verpflichtungen von Bouna Sarr, Marc Roca und Marcel Sabitzer, die bisher allesamt wenig Spielzeit hatten.

FC Bayern: Matthäus über „Bauernopfer“ Nerlinger - ähnlicher Verlauf bei Brazzo?

Matthäus sieht die aktuelle Bayern-Situation kritisch, man sei den eigenen Einsprüchen nicht gerecht geworden, der Mannschaft fehle es an Bayern-DNA. Gibt es also personelle Konsequenzen? Er zieht einen Vergleich zu Christian Nerlinger, der seinen Platz nach dem verlorenen Finale Dahoam 2012 räumen musste. Nerlinger „war das Bauernopfer und so ähnlich könnte es dieses Mal auch laufen“, glaubt Matthäus mit Blick auf Hasan Salihamidzic.

Leben deshalb nun die Eberl-Diskussionen wieder auf? Matthäus meint dazu: „Noch vor ein paar Monaten hätte ich es völlig ausgeschlossen. Aber nach einem Ausscheiden in Europa gegen den FC Villarreal kann man wohl nichts ausschließen. Auch nicht, dass über Max Eberl als Kandidat diskutiert wird.“ Gleichzeitig betont er, dass er sich als Bayern-Fan über weitere Titel mit Brazzo, Kahn und Nagelsmann freuen würde. „Aber so wie es momentan läuft, könnten personelle Veränderungen dazugehören.“

FC Bayern: Wird über Max Eberl diskutiert?

Matthäus geht weiter auf die Personalie Eberl ein: „Wie sich das auf das Image von Max auswirken würde, wenn er ein paar Monate nach dem Rücktritt in Gladbach den anstrengenden Job beim FC Bayern übernimmt, ist eine andere Frage.“ Eberl gab am 28. Januar seinen Rücktritt als Sportvorstand der Fohlen bekannt.

„Ich weiß, ich werde diese Schnelllebigkeit nicht zurückholen, ich werde diese Rastlosigkeit, die um uns alle herum ist, nicht stoppen können. Ich kann sie für mich stoppen und das tue ich gerade, im Moment“, erklärte Eberl damals. Der 38-Jährige fühlte sich erschöpft und zog sich aus dem Fußball-Geschäft zurück. Eberl gilt als Fachmann, führte Borussia Mönchengladbach vom Fast-Abstieg in die Champions League. Der Niederbayer war 23 Jahre bei Borussia Mönchengladbach tätig. Erst als Spieler, später als Nachwuchskoordinator und zwischen Oktober 2008 und Januar 2022 als Sportdirektor. Im Nachwuchs und in seinen ersten Profi-Jahren spielte Eberl in den Achtzigern und Neunzigern für den FC Bayern. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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