Auch Real Madrid und FC Barcelona interessiert

Wettrennen um "nächsten Neymar" - Offenbar FCB-Angebot

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Geht er schon bald auf Torejagd für den FC Bayern? Gut möglich, ein erstes Angebot sollen die Münchner für den Stürmer jetzt abgegeben haben.

München - Der FC Bayern scheint im Werben um den brasilianischen Stürmer Jesus Gabriel ernst zu machen. Auch weil die Münchner wissen, dass sie wohl nicht die einzigen sind, die Gefallen an Jesus gefunden haben. 

Die Gerüchte um einen Transfer des Brasilianers Jesus Gabriel zum FC Bayern halten sich seit Wochen hartnäckig in der vielzitierten Gerüchteküche. Anfang Juni soll Münchens Chef-Kaderplaner Michael Reschke nach Brasilien geflogen sein, um den 19-jährigen Stürmer von SE Plameiras zu beobachten. Jetzt machen die Bayern anscheinend ernst, was eine Verpflichtung des blutjungen Angreifers angeht.

Laut der spanischen Zeitung "Sport" soll der Rekordmeister aus der Säbener Straße nun ein erste konkretes Angebot für Jesus Gabriel abgegeben haben. Beim Ausnahmetalent aus Palmeiras ist Eile geboten, die Bayern sind offenbar nicht die einzigen, die auf eine Verpflichtung des Brasil-Stürmers spekulieren. Besonders dem FC Barcelona wurde in den vergangenen Tagen ein gesteigertes Interesse an dem 19-Jährigen nachgesagt. Auch Paris Saint-Germain und Real Madrid haben demnach ihre Fühler nach Jesus ausgestreckt. Wie es aussieht, haben Europas Granden nun aber das Nachsehen. Mit seinem Angebot soll der FC Bayern der hochkarätigen Konkurrenz im Werben um den jungen Stürmer zuvorgekommen sein.

Vertrauen auf Reschkes goldenes Näschen

Mit einem Transfer würden die Münchner auch mit ihrem Grundsatz brechen, nur Südamerikaner zu verpflichten, die sich bereits in Europa etabliert haben. Die Münchner Verantwortlichen vertrauen dabei offenbar auf das Gespür von Kaderplaner Reschke, der schon zu Leverkusener Zeiten ein ausgezeichnetes Händchen bei Südamerika-Exporten bewiesen hat. 

Derzeit geht Jesus Gabriel noch für SE Palmeiras in der brasilianischen Liga auf Torejagd. Zwölf Tore in 22 Spielen sind eine ordentliche Ausbeute für einen 19-Jährigen. Damit Jesus künftig an der Isar stürmt, müssten der FC Bayern wohl die Ausstiegsklausel in Höhe von 24 Millionen Euro bezahlen, die Gabriel in seinem Vertrag stehen haben soll. Die gilt offenbar aber nur für Topklubs vom Kaliber FC Bayern oder Barcelona.

In seiner Heimat halten die Experten große Stücke auf Jesus. Brasilien-Legende Ronaldo bezeichnete den 19-Jährigen als seinen legitimen Nachfolger, die Medien jubeln Jesus schon zum "nächsten Neymar" hoch. Mit dem echten Neymar steht Jesus schon bald bei den Olympischen Spielen in Rio auf dem Rasen. Dort wollen die beiden gemeinsam die Goldmedaille holen. Danach könnte Jesus Gabriel seine Fußballschuhe vielleicht schon an der Säbener Straße schnüren.

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Kommentare

Peter Müller
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Jetzt schreiben schon Journalisten diesen Quatsch, dass Reschke damals bei Leverkusen all die brasilianischen Talente verpflichtet hätte. Ich wüsste gerne mal, wer diesen Mythos in die Welt gesetzt hat. Reschke war bis 2004 Nachwuchsleiter bei Leverkusen. Erst im Jahr 2004 wurde er als Nachfolger von Reiner Calmund Manager bei Bayer 04 Leverkusen und war in dieser Funktion unter anderem an den Transfers von Bernd Leno, Stefan Kießling, Simon Rolfes, André Schürrle und Arturo Vidal beteiligt. All die brasilianischen Spieler kamen vorher: Paulo Rink kam 97, Ze Roberto 98, Robson Ponte 99, Lucio, Diego Placente und Marquinhos 2000. Franca, Cris und Juan 2002. Renato Augusto hingegen, den Reschke dann 2008 verpflichtete, war ja wohl eher ein Reinfall.

Fernando ReyesAntwort
(0)(0)

Oh weia, wenn Spieler nicht aus dem Inland kommen/kamen, ist das auch Peps Schuld gewesen? Nicht falsch verstehen: Ich will auch die Nachfolger von Lahm, Schweinsteiger, Hargreaves, Alaba, Müller sehen (ja, ich weiß: Weder Hargreaves, noch Alaba sind Oberbayern). Aber, wenn Spieler für den FC Bayern geholt werden sollen, sollten das schon spürbare Verstärkungen sein. Natürlich kann es auch "Rohrkrepierer" geben, die es nicht schaffen. Die gab es zu Peps- aber auch bei vorherigen Trainern.

Integration und Akklimatisierung gilt für jeden Spieler, ob aus Deutschland, Schweiz, Österreich, Brasilien oder eben Oberbayern. Es kommt bei nicht deutschsprachigen Spielern natürlich das Thema Sprache dazu.

Zum Thema "Neuer Neymar". Diese Superlativen nerven. "Neuer Maradonna"/"neuer Messi", "neuer Ronaldo" usw. sind Titel, die einen großen und unnötigen Druck erzeugen. Es gab Zeiten, da hat "neuer Superstar" ausgereicht.

TomiGAntwort
(0)(0)

Sehe ich auch so.