Neuzugang beim Medizincheck

Benatia freut sich auf Bayern: "Ich bin glücklich"

München - Bayern-Neuzugang Mehdi Benatia ist am Mittwoch zum Medizincheck angekommen. Der Marokkaner ist voller Vorfreude auf seine neue Aufgabe.

Mehdi Benatia (2.v.l.) auf dem Weg zum Doc.

Die Verhandlungen zogen sich lange hin, doch am Ende ging alles ganz schnell. Keine 24 Stunden nach der Einigung zwischen dem FC Bayern und dem AS Rom tauchte Mehdi Benatia am Mittwoch in München auf. Um 16 Uhr traf der neue Abwehrstar der Roten im Alten Hof ein und marschierte mit seiner Entourage in die Praxis von Bayern-Doc Müller-Wohlfarth. Vor der Unterschrift unter seinen neuen Fünfjahresvertrag musste der 27-Jährige erst noch den obligatorischen Medizincheck absolvieren.

Noch am Dienstagabend hatte sich Benatia bei der Roma verabschiedet, gestern Morgen machte er sich auf den Weg nach München. Auf Twitter postete sein Berater Moussa Sissoko ein Bild der beiden im luxuriösen Privatjet Richtung Erdinger Moos. „Ich bin glücklich, dass der Wechsel zu Bayern München endlich geklappt hat. Es hat sich ein bisschen hingezogen und zwischendurch dachte ich schon, dass der Wechsel doch noch platzen könnte“, sagte der 27-Jährige bei Sport1.

26 Millionen Euro Ablöse plus vier Millionen Euro Bonuszahlungen legten Bayern-Bosse für die Dienste des marokkanischen Nationalspielers auf den Tisch. Vor allem einer machte sich für die Verpflichtung des Verteidigers stark, wie der Neuzugang selbst verriet. „Herr Guardiola wollte mich unbedingt. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm. Er ist ein starker Trainer“, freute sich Benatia auf die erste Begegnung mit Pep. Am Nachmittag wartete aber erst noch der Medizincheck, bevor Mehdi sich endgültig als Münchner fühlen durfte.

Mehdi Benatia in München: Die ersten Fotos

Mehdi Benatia in München: Die ersten Fotos

Den hätte Benatia übrigens vor fünf Jahren bereits gerne bei einem Bundesligisten über sich ergehen lassen – damals allerdings noch bei einem Verein, der nicht in der Gewichtsklasse des FC Bayern einzuordnen ist. 2009 wurde der damals 22-Jährige dem SC Freiburg angeboten. Die Breisgauer waren auf der Suche nach einem neuen Innenverteidiger, als der beim französischen Zweitligist Clermont Foot unter Vertrag stehende Benatia in Freiburg vorspielen durfte. Vom damaligen Trainer Robin Dutt und Manager Dirk Dufner wurde er aber für zu schlecht befunden – und zurückgeschickt. „Einen Klopfer wollen wir nicht“, meinte Dufner. Wie sich die Zeiten ändern. Bayern statt Breisgau. Aus dem Klopfer ist ein Koloss geworden, der künftig die Abwehr des Rekordmeisters zusammenhalten soll. Auf seine Mitspieler freut er sich schon jetzt: „Bei Bayern gibt es viele tolle Spieler. Der Kader ist exzellent besetzt. Es ist ein Traum, ab jetzt ein Teil davon zu sein.“ Bei seiner Abreise aus Freiburg vor fünf Jahren dürfte es sogar ein ziemlich kühner Traum gewesen sein. Im Mai 2015 wird Benatia nochmals im Breisgau vorstellig. Am vorletzten Spieltag der Saison dann aber nicht mehr als Probespieler, sondern vielleicht sogar als Deutscher Meister…

Sven Westerschulze

Rubriklistenbild: © Kuserau

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