Trainer Wörle bezeichnet sie als "Fixpunkt" des Teams

Melanie Behringer ist so stark wie noch nie

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Melanie Behringer bei der Meisterschaftsfeier des FC Bayern im Frühjahr.

FC Bayern München (Frauen) - Die Frauen des FC Bayern stehen an der Tabellenspitze der Bundesliga und haben nach nur acht Spielen bereits sechs Punkte Vorsprung. Ein Grund für die Dominanz der Bayern-Damen ist die Leistungsexplosion von Kapitänin Melanie Behringer.

München – Die Geschichte, genauer gesagt das entscheidende Kapitel der Geschichte, beginnt an einem Rasthof auf Höhe von Augsburg. Im Vorlauf der Saison 2014/15 trafen sich dort die Entscheidungsträger der Frauenabteilung des FC Bayern mit Melanie Behringer, um der Nationalspielerin eine Rückkehr an die Isar schmackhaft zu machen. „Sie war sofort Feuer und Flamme“, erzählt Trainer Thomas Wörle. Was auf diesem Rasthof wieder zusammenfand, wurde eine famose Fusion. Ein gutes Jahr später hatte Melanie Behringer den FC Bayern als Kapitänin zur Meisterschaft geführt.„Sie ist der absolute Fixpunkt, für mich und für die ganze Mannschaft“, meint Wörle. „Sie hat das absolute Gehör unter ihren Kolleginnen, sprüht nur so vor Motivation, übernimmt auf ihre natürliche Art und Weise Verantwortung“, lobt der Coach, „selbst, wenn sie mal einen schlechteren Tag hat, marschiert sie immer vorneweg.“ Und schlechte Tage hat die Offensivkraft äußerst selten.Melanie Behringer hat sich beim FC Bayern, für den sie bereits von 2008 bis 2010 aufgelaufen ist, noch einmal neu erfunden. Beim 1. FFC Frankfurt sammelte sie Titel und Erfahrungen, ebenso in der Nationalelf – nun bringt sie ihre Routine in der extrem jungen Münchner Mannschaft stilbildend ein. Es gab Unkenrufer, die meinten, die Bayern hätten sich ein Auslaufmodell angelacht. In der DFB-Auswahl schien ihr Stern zu sinken, sie wirkte nicht mehr zeitgemäß in einer Frauenfußballwelt, in der mehr und mehr top ausgebildete Talente aufkreuzen. Doch sie strafte alle Schwarzmaler Lügen. Heute feiert sie 30. Geburtstag – und das stark wie noch nie. „Sie ist Marke Top-Fußball, ganz klar“, sagt Wörle.Sie sei wie guter Wein, sagte ein Reporter dieser Tage zu ihr, sie solle ihm das aber bitte nicht übel nehmen, bei Frauen sind Altersanspielungen ja immer heikel. Melanie Behringer lachte, das mache ihr nichts aus: „So ein Kompliment freut mich. Ich freue mich auch auf meinen 30., ich habe damit keine Probleme.“ Und das mit dem Wein könnte stimmen, gab sie zu: „Ich habe in München noch einmal einen Sprung gemacht.“Sie fühle den Rückhalt im Team und bei der Führungsetage, „das tut gut, dadurch kann ich noch mehr Leistung abrufen“. In den letzten beiden Spielen schoss sie zwei Tore und bereitete einen Treffer vor – besser geht es nicht. „Ich schieße ja eigentlich nie so oft Tore“, sagte sie, so ist sie einfach: bescheiden, bodenständig, natürlich.Ihre Kraft bezieht sie nicht nur aus dem Zuspruch in ihrem beruflichen Umfeld, auch der Glaube gibt ihr Halt. Sie liest täglich in der Bibel. „Sie geht in jeden Tag mit Rückendeckung“, weiß Wörle. Natürlich twitterte auch sie nach den Anschlägen am Freitag das Bild „Pray for Paris“.Melanie Behringer – eine Frau mit Vorbildfunktion. Es sieht so aus, dass noch einige Kapitel mehr in dieser Erfolgsgeschichte drin sind.

Quelle: fussball-vorort.de

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