Salut für den FC Bayern verletzt zwei Zuschauerinnen / Unglücksschütze stellte sich

Eisenkugel-„Attentat“: Es war ein Böllerschütze!

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Der Stiel mit Eisenkugel wird von Böllerschützen als Ladestock benutzt. Damit verdichten sie das Pulver in den Handböllern. Hinter der Hauptribüne abgeschossen, flog die Kugel über das komplette Spielfeld und landete in der Nordtribüne

Waging - Der „Attentäter“, der beim Gastspiel des FC Bayern in Waging (Kreis Traunstein) mit einer fliegenden Eisenkugel zwei Zuschauerinnen verletzt hat, ist kein irrer Fan, sondern ein braver Böllerschütze!

Das teilten am Dienstag Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Der Mann, bei dem es sich nach tz-Informationen um einen erfahrenen Waginger Schützen handelt, meldete sich am Montag kleinlaut bei der Polizei. Er hatte in der Zeitung von der merkwürdigen Eisenkugel gelesen, und geschockt festgestellt: „Das ist doch mein Ladestock!“ Die Geschichte, die die Beamten dann zu hören bekamen, ist kaum zu fassen:

Der Salut für den FC Bayern hatte böse Folgen

Es war am Samstag gegen 14.30 Uhr. Die Waginger Böllerschützen stehen hinter der VIP-Tribüne des Stadions Spalier, um die Stars des FC Bayern zu empfangen. Als der Bus in Sichtweite ist, recken sie ihre Handböller in die Luft und feuern! War’s die Aufregung oder einfach nur die Hektik – jedenfalls löst sich in einem der Böller auch die 350 Gramm schwere Eisenkugel samt ihrem Stiel und fliegt und fliegt … Über die VIP-Tribüne und das Spielfeld und dann direkt auf die rund 70 Meter entfernte Nordtribüne zu! Dort stehen Maria S. (33) aus Traunstein und Barbara M. (23) aus Siegsdorf (Namen geändert) und fiebern dem Spiel entgegen. Beide haben keine Chance, der kleinen Bombe auszuweichen. Barbara M. hat aber Glück. Die Kugel streift sie zwar, doch die 23-Jährige kommt mit einer Platzwunde und einer leichten Gehirnerschütterung davon. Maria S. dagegen wird voll am Unterarm getroffen. Ihr Knochen splittert, schnell ist die Frau blutüberströmt. Noch am Sonntag wird sie operiert. Ihr Arm muss mit mehreren Platten stabilisiert werden.

Von all dem ahnt der Böllerschütze nichts. Ihm wird erst am Montag bei der Zeitungslektüre klar, was passiert ist. Wahnsinn: Er hat seinen Ladestock, mit dem die Schützen das Schießpulver im Böller verdichten, einfach in der Waffe vergessen! „Das darf, das kann überhaupt nicht passieren“, meint dazu Werner Kammermeier (65). Der Landesreferent der Bayerischen Böllerschützen ist richtig sauer auf den Waginger Kollegen. „Die Kugel schaut ja vorn aus dem Lauf raus, die kann man doch gar nicht übersehen, und auch vom Gewicht her muss man das doch merken.“

Fragen, die jetzt auch die Polizei zu klären versucht. Sie hat gegen den Unglücksschützen eine Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Vorwurf: fahrlässige Körperverletzung. Manfred Straßer, Vorsitzender des Bayern-Fanclubs De rodn Waginga war am Dienstag erleichtert, dass kein „Irrer“ das Fußballfest kaputt machen wollte, „Aber das nimmt den Opfern natürlich nicht den Schmerz“. Der Verein ist um Wiedergutmachung bemüht. Straßer: „Wir werden beiden einen Genesungsbesuch abstatten und wollen sie zu einem Heimspiel der Bayern einladen. Das Gastspiel in Waging konnten sie ja leider nicht mehr sehen.“

WdP

Der Spielplan der Bayern zum Durchklicken

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Schweres Auftakt-Programm für Bayerns neuen Trainer Louis van Gaal. Den gesamten Spielplan des FC Bayern sehen Sie hier in unserer Fotostrecke zum Durchklicken. © dpa
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1. Spieltag: Hopp, hopp zum Aufgalopp! Der FC Bayern muss zu 1899 Hoffenheim reisen. Am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison reichte es nur zu einem 2:2. © dpa
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2. Spieltag: Das erste Heimspiel, der erste Schlager. Der Rekordmeister empfängt den SV Werder Bremen - da war doch was... 5:2 siegten die Norddeutschen in der abgelaufenen Spielzeit in der Arena. Es gilt Revanche zu üben. © dpa
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3. Spieltag: Auf dem Papier ist die Sache klar, doch in der Praxis wird es schwer. Der Rekordmeister muss zum Freudenhaus der Liga, zum Aufsteiger FSV Mainz 05. © dpa
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4. Spieltag: 1:5 in Wolfsburg verloren, der VfL holte die Schale... das dürefte genügend Motivation für die Bayern sein. Der Deutsche Meister VfL Wolfsburg kommt in die Arena. © dpa
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5. Spieltag: Ein alter Klassiker vor mehr als 80 000 Fans - der FCB reist zu Borussia Dortmund. Heiße Atmosphäre auf den Rängen und auf dem Platz sind sicher. © dpa
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6. Spieltag: Derby zur Wiesn-Zeit - ein Wahnsinn. Der 1. FC Nürnberg gibt sich die Ehre in der Arena. Das wird ein Wochenende, an dem München Kopf stehen wird. © dpa
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7. Spieltag: Ab in den hohen Norden zum Hamburger SV. Allerdings gab es dort in den letzten Jahren nicht immer viel zu holen für die Bayern. Zuletzt unterlag man mit 0:1. © dpa
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8. Spieltag: Zweites Wiesn-Heimspiel und die Jecken kommen - mit Lukas Podolski. Wie wird der Ex-Bayer und sein 1. FC Köln in München empfangen werden? © dpa
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9. Spieltag: Es geht zum Zweitliga-Meister in den Breisgau. Bayern gastiert beim SC Freiburg. © dpa
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10. Spieltag: Während die Löwen beim FSV Frankfurt antreten, empfängt der FC Bayern parallel den Lokalrivalen, die Eintracht. © dpa
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11. Spieltag: Südschlager ist angesagt! Der Rekordmeister muss zum VfB Stuttgart reisen. Ein besonderes Spiel v.a. für Mario Gomez. Erwechselte bekanntlich für 30 Millionen vom VfB zum FCB. © dpa
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12. Spieltag: Wiedersehen macht Freude. Der Ex-Bayern-Trainer und amtierende Meistertrainer Felix Magath kommt mit seinem FC Schalke 04 in die Arena. S04 gewann zuletzt in München mit 1:0, das will Magath wiederholen. © dpa
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13. Spieltag: Bayer gegen Bayer - oder van Gaal gegen seinen Vorgänger Heynckes. Ein Duell mit ganz viel Spannung. © dpa
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14. Spieltag: Die Elf von van Gaal muss in Hannover antreten. Auch hier tat sich der Rekordmeister oft schwer, allerdings müssen hier natürlich die Punkte eingefahren werden. © dpa
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15. Spieltag: Ebenfalls gewonnen werden sollte gegen den Ex-Verein von Alexander Baumjohann, Borussia Mönchengladbach. Die Borussia kommt nach München. © dpa
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16. Spieltag: Drei Punkte sind fest eingeplant beim Duell im Ruhrpott gegen den VfL Bochum. © dpa
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17. Spieltag: Letztes Spiel des Jahres, es geht in der Arena gegen Hertha BSC Berlin. Schafft der Rekordmeister den Sprung an die Tabellenspitze, um dort zu überwintern? © dpa

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