Müller fordert mehr Zeit für Top-Talent

Mehrere Teams an Cuisance interessiert: FC Bayern hat klare Haltung

Bayern-Talent Michael Cuisance hofft auf mehr Einsatzminuten. Nun soll es Interesse von anderen Teams geben. Der FC Bayern hat eine klare Haltung in der Causa.

  • Michael Cuisance hofft im Trainingslager in Doha auf mehr Einsatzzeiten in der Rückrunde beim FC Bayern München.
  • Das Top-Talent bringt alle Voraussetzungen dafür mit, muss sich aber charakterlich noch verbessern.
  • Trainer Hansi Flick lobt den Youngster.

Update vom 19. Januar 2020, 17.31 Uhr: Michael Cuisance kommt beim FC Bayern noch nicht so richtig zum Zuge. Das soll auch verschiedenen Vereinen in seinem Geburtsland Frankreich aufgefallen sein. Wie RMC Sport berichtet, sollen mit Marseille, Toulouse, Reims und Metz gleich vier Teams aus der Ligue 1 Interesse an dem Youngster haben. Der FC Bayern will das Talent aber nach tz-Informationen nicht abgeben. Zumindest m Winter ist ein Verkauf demnach ausgeschlossen und auch eine Leihe ist aktuell kein Thema. Die Roten wollen Cuisance helfen den nächsten Schritt zu gehen.

Hoffnung für Cuisance durch Gespräche mit Flick und Brazzo

Doha - Er ist der Bayern-Bubi mit der meisten Bundesliga-Erfahrung im Trainingslager in Doha: Michael Cuisance (20). Als der Mittelfeldspieler im Sommer 2017 aus der A-Jugend des AS Nancy zu Borussia Mönchengladbach wechselte (schon damals hatte sich auch der FC Bayern um einen Transfer bemüht), war er auf Anhieb Stammspieler bei den Fohlen, kam insgesamt auf 24 Bundesliga-Einsätze und wurde von den Gladbachern zum Spieler der Saison gewählt. Im Folgejahr bestritt er nur noch elf Ligaspiele, musste sich von den Gladbacher Verantwortlichen Disziplinlosigkeit nachsagen lassen – und trotzdem schnappte der FC Bayern im vergangenen Sommer zu. Cuisances bisherige Bayern-Bilanz ist noch mau: Zwei Profi- und fünf Drittliga-Einsätze.

Ende der Vorrunde musste er den ganzen Dezember wegen einer Sprunggelenksverletzung pausieren. „Er hatte am Ende der Hinrunde Pech, dass er sich verletzt hat, sonst hätte er mehr Einsätze bekommen“, sagte Trainer Hansi Flick jüngst. In Katar kämpft Cuisance nun um mehr Spielminuten in der Rückrunde. Dank seiner guten Technik hat der Franzose keine Probleme, mit dem scharfen Direktpassspiel und dem hohen Tempo der Bayern-Stars im Training mitzuhalten. Das wird vor allem bei Spielformen auf engem Raum deutlich. „Micka ist am Ball sehr stark, technisch stark und hat ein gutes Spielverständnis. Gerade im Ballbesitz bringt er enorme Qualitäten mit. Wir versuchen, dass wir ihn dementsprechend aufbauen. Er zeigt es im Training, er kann da gut mithalten“, sagt Flick über den Youngster.

Cuisance lässt schnell den Kopf hängen

Was in Katar allerdings ebenfalls auffällt: Wenn es während der Einheiten bei Cuisance mal nicht läuft, lässt er schnell den Kopf hängen. Dann fehlt der nötige Biss in den jeweiligen Aktionen und er wirkt verunsichert. Darum sind sowohl Flick als auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic in Doha bemüht, Cuisance mit vielen Gesprächen auf und abseits des Trainingsplatzes das nötige Selbstbewusstsein zu vermitteln. Trotzdem fordern sie von ihm auch absolute Leistungsbereitschaft, die auf dem Trainingsplatz sichtbar sein muss.

Thomas Müller hat bisher im Trainingslager häufig mit Cuisance in kleineren Trainingsmannschaften zusammengespielt und sagt über ihn: „Dass er sehr talentiert ist, ist klar und auch ersichtlich. Aber man muss ihm auch Zeit geben, um beim besten Verein Deutschlands und in den knallharten Wettbewerben hier reinzufinden. Es geht immer um Performance. Er ist sehr talentiert und wird da auch sicherlich noch reinwachsen.“

Heißt zusammengefasst: Cuisance bringt alle Voraussetzungen mit, um künftig beim FC Bayern eine wichtige Rolle zu spielen, muss sich aber erst noch an das Umfeld und den großen Druck in München gewöhnen. Einsatzminuten wären dafür sicherlich förderlich.

Manuel Bonke

Der FC Bayern München sucht auf dem Transfermarkt Verstärkungen. Wilfried Zaha aus der Premier League gilt als Kandidat. Doch es hakt an einer Stelle.

Robert Lewandowski gehört mittlerweile zur älteren Spielergeneration. Den Hype um immer jüngere Spieler sieht er kritisch.

Rubriklistenbild: © MIS / Bernd Feil/M.i.S.

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