Sky-Moderatorin mit Faux-Pas

Mit Sky auf „den Wiesen“ - TV-Kritik zu Bayern gegen Augsburg

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Didi Hamann und Esther Sedlaczek überzeugten bei ihrer TV-Premiere als Moderatoren-/Expertenduo.

Britta Hofmann ist noch nicht ganz Wiesn-firm - und Kai Dittmann überzeugt als Sportfreunde Stiller. Die TV-Kritik zum Bayern-Spiel gegen Augsburg.

München - Am Dienstag war in der Bundesliga der „Aktionstag Schweigen“. Aus Protest gegen diversen Kommerz-Unfug haben die Ultras zwanzig Minuten lang das Jubeln verweigert. So eine vorgezogene staade Zeit hat man sich oft genug von Sky gewünscht, wenn Lothar den Schweigefuchs wieder ignoriert hat. Aber gestern war fast alles prima – bis auf die ärgerliche Tatsache, dass Sky vor lauter Reklame den Anpfiff zur zweiten Halbzeit versäumte. Irgendwie schaffen sie’s halt immer, ihrer Kundschaft auf die Nerven zu gehen.

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Das neue Traumpaar: Erstmals haben Esther Sedlaczek und Didi Hamann zusammen Fußball übertragen – und hoffentlich nicht zum letzten Mal. Natürlich muss auch Superesther den Quatsch vom „Superdienstag“ runterleiern, das steht ausdrücklich so in ihrer Superdienstanweisung. Aber ansonsten war’s ein kurzes, entspanntes Analysieren, bei dem Hamann schon am frühen Abend klug und empathisch erklärte, wie es Augsburgs Trainer Manuel Baum mit seinem Torwartdrama ergeht. Vor dem Spiel dann noch ein prima Interview von Britta Hofmann mit Datschiburg-Manager Stefan Reuter, und schon war Fußball. Klasse. Und dass das Oktoberfest nicht „die Wiesen“ im Plural sind, wird die Britta auch noch lernen.

Dittmann: Nachfrost ist angesagt

Sky Go: Sogar die Verdruss-App, die öfter streikt als ein renitenter französischer Weinbauer, hat funktioniert. Oft dachte man ja, wie sich das Wunder von Bern 1954 bei Sky Go angehört hätte: „Aus dem Hintergrund müsste Rah…“ Dann wieder Absturz, genau wie 1966 beim dritten Tor, als der Ball gerade von der Latte auf die Torlinie flatschte. Gestern klappte aber alles. Ob’s so bleibt? Diese Frage ist spannender als der Kampf um die Meisterschaft.

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Kai Dittmann: Der Sky-Kai versuchte sich zunächst als Bezahlfernseh-Kachelmann und drohte an, „es wird Herbst, es wird frisch, Nachtfrost ist angesagt“. Für das Schweigegelübde in der Arena konnte er sich trotzdem erwärmen: „Eine der wenigen Situationen in der Bundesliga, in denen man mal Kommandos und Kommunikation mitkriegt.“ Und so hielt auch er sich zurück, man hörte beinahe mehr von Niko Kovac als von Fröstel-Kai. Insgesamt also ein recht verschwiegener Abend auf Sky, das als Sportfreunde Stiller eine gute Figur machte, als Erfinder der 16-Minuten-Halbzeitpause aber eher nicht.

Jörg Heinrich

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