Beschwerde über Zwei-Klassen-Gesellschaft

Mithäftling: "Hoeneß ist der König"

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Uli Hoeneß ist am 13. März wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden.

München - Ein Mithäftling von Bayerns Ex-Präsident Uli Hoeneß klagt laut einem Medienbericht über eine Zwei-Klassen-Gesellschaft in der JVA Landsberg.

Es ist eine ungewohnte Situation für Uli Hoeneß. Aber es ist offenbar eine, die der Ex-Präsident des FC Bayern als Häftling der JVA Landsberg gut und vor allem vorbildlich meistert. "Uli Hoeneß beißt sich durch. Er hat die Herausforderung angenommen, ist sehr willensstark und hat ordentlich an Gewicht abgenommen“, sagte kürzlich ein  Insider aus dem Umfeld des FCB. "Auch seinen Knast-Job erledigt er tadellos."

Ganz so vorbildlich scheint der 62-Jährige bei seinen Mitinsassen allerdings nicht anzukommen. Ein Häftling hat sich nun an den stern gewandt und eine Zwei-Klassen-Gesellschaft beklagt. "Uli ist hier so etwas wie ein König", wird der Verurteilte Oliver K. in der neuen Ausgabe des Magazins zitiert. "Er regiert den Knast." Die Zwei-Klassen-Gesellschaft begründet er unter anderem mit einer größeren Zelle für den prominenten Häftling.

Bestätigt wurde zudem, dass Hoeneß erneut namhaften Besuch hatte. So war Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber gleich zweimal zu Gast bei Hoeneß. Stoiber bestätigte dem stern die beiden Besuche, "jeweils etwa eine Stunde". Er habe davor ordnungsgemäß Besuchsanträge gestellt. Sonderwünsche habe er nicht geäußert, "das Prozedere wurde von der JVA Landsberg vorgegeben", erklärte Stoiber.

Das Münchner Landgericht hatte Hoeneß am 13. März wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Am 2. Juni rückte er ins Gefängnis ein.

Steuer-Affäre Hoeneß - eine Chronologie

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