Scholl-Lob für den Bayern-Profi

Müller: "Den Rückpass habe ich gesehen"

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Thomas Müller (r.) jubelt mit Robert Lewandowski.

München - Mit seinem cleveren Einsatz leitete Thomas Müller den Führungstreffer des FC Bayern beim HSV ein. Im Anschluss erklärte er die Szene - und bekam Lob von Mehmet Scholl.

Bayern-Zentrum, Ballverteiler, der Mann für die Balance im Spiel – Xabi Alonso erntete am Mittwoch bereits vor Anpfiff der Partie in Hamburg viel Lob. „Er ist Dreh- und Angelpunkt. Er bestimmt den Takt und den Rhythmus“, lobte ARD-Experte Mehmet Scholl und ergänzte: „Es ist verdammt schwer, sich auf diese Bayern einzustellen.“

Dass hinter ihm ein Bayernstürmer laufen könnte, damit hätte Heiko Westermann aber rechnen können – tat der HSV-Verteidiger aber nicht. Deshalb stand es schnell 1:0 durch Robert Lewandowski. „So etwas ist mir noch nie passiert, das ist natürlich ganz klar mein Ding, damit habe ich der Mannschaft keinen Gefallen getan“, sagte Unglücksrabe Westermann und ergänzte: „Wir haben heute alles versucht, aber heute war nicht unser Tag. Am Ende waren die Bayern zu stark.“

Das sah auch Thomas Müller so: „Wir haben immer wieder gefährliche Pässe gespielt.“ Den Westermann-Rückpass hatte er ein typischer Müller-Manier geahnt: „Ich habe gesehen, dass Heiko in Richtung Eckfahne läuft und zum Torwart zurückschaut. Wenn er ihn nicht so kurz spielt, bekomme ich ihn nicht.“ Scholl ergänzte: „Bei 50 Pässen passiert das einmal, aber Thomas läuft eben 50 Mal hin.“

Xabi Alonso (84 Ballkontakte in 68 Minuten) hatte mit alldem wenig zu tun, beim 2:0 durch David Alaba leistete er immerhin eine Art Assist. „Nach dem frühen Rückstand war es schon schwer. Das zweite Gegentor war dann fast ein Todesstoß“, gestand HSV-Trainer Joe Zinnbauer. Scholl wusste trotz der Niederlage Positives über die Hanseaten zu berichten. „Die Hamburger haben sie in einen Bereich gebracht, den sie bisher nicht kannten. Daraus resultierten viele Fehlpässe“, so Scholl. Zumindest in den ersten 45 Minuten, da war die Passquote „nur“ bei 85 Prozent.

„Der HSV hat agressiv angegriffen, das macht den Spielaufbau schwieriger“, analysierte Müller. Philipp Lahm war froh, dass die Bayern die Herausfoderung meisterten: „In der Liga kann man Punkte aufholen, im Pokal wären wir ausgeschieden gewesen. Im Pokal ist es ein großes Ziel für uns, bis zum Ende dabei zu bleiben.“ Mehmet Scholl brachte es abschließend auf den Punkt: „Der HSV hat nicht viele Fehler gemacht, aber wenn, dann halt große.“

tz

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