So werden die Roten wieder zur ballernden Tormaschine

MLC: Pep braucht wieder sein Super-Trio

+
Auf sie kommt’s an: Müller, Costa und Lewandowski (von links).

München - Real Madrid hat BBC, der FC Barcelona MSN. Und der FC Bayern? Der verlässt sich gerne auf MLC, wenn es ujms Tore schießen geht. Das Trio ist gegen den FC Arsenal in der Champions League gefordert.

Das haben sie nun davon! Zehn Spieltage ist der FCB-Tornado durch die Stadien der Bundesliga gewütet. Kein Wunder also, dass sich die Gegner irgendwann in ihre Abwehrbunker zurückziehen. Besserung ist nicht in Sicht, haben Arsenal (0:2) und Frankfurt (0:0) doch gezeigt, dass nur dicker Beton ein Mittel gegen die übermächtigen Münchner ist. Was tun also? Über den Antifußball der Gegner motzen wie nach der Nullnummer in Hessen? Wohl kaum. Die tz zeigt was, oder vielmehr wer, die Roten wieder zur ballernden Tormaschine macht:

Bei Real lautet des Rätsels Lösung BBC. In Barcelona hingegen schwört man auf das Wundermittel MSN. Doch was auf den ersten Blick nach einem TV-Sender und einem antiquierten Chatdienst klingt, sind in Wahrheit zwei gute Mittel gegen Betonmischer. Denn ganz egal, wie viele Abwehrreihen die spanischen Mannschaften vor ihrem Tor versammeln, Benzema-Bale-Cristiano (22 Saisontore) und Messi-Suárez-Neymar (26) finden am Ende immer eine Lücke. So wie Müller-Lewy-Costa auch für den FCB. MLC geht vielleicht nur halb so geschmeidig über die Lippen wie BBC oder MSN, die Wirkung hingegen ist doppelt so explosiv.

Zusammen hat das Spaßdreieck diese Saison 34 Hütten (Lewy 17, Müller 14, Costa 3) gemacht, was nicht nur mehr sind als bei BBC und MSN, sondern auch knapp drei Viertel der insgesamt 51 Saisontore des FCB ergibt. Dass Costa dazu mit 12 Assists knapp ein Viertel aller Vorlagen beigesteuert hat, tut sein Übriges. Doch im Gegensatz zur BBC und MSN funktioniert das FCB-Spaßdreieck nur vereint.

Ein Blick auf die vergangenen Startformationen zeigt: Immer dann, wenn eine Spitze des Dreizacks nicht von Beginn an ran durfte, taten sich die Roten schwer. In Frankfurt ließ Pep Guardiola zum Beispiel Thomas Müller auf der Bank, und prompt sprang zum ersten Mal in der Bundesliga kein Sieg heraus. Oder das knappe 1:0 in Bremen, bei dem die Münchner ohne Douglas Costa agierten und am Ende nur dank einer Müller-Picke die drei Punkte mit nach Hause nahmen. Einzige Ausnahme: Die 0:2-Pleite bei Arsenal. Dort standen zwar alle drei in der Startelf und hatten auch genug Chancen, nur hatte diesmal keiner von ihnen so richtig am Zielwasser genippt. Was im Umkehrschluss zeigt: Läuft es beim Spaßdreieck nicht, läuft es auch insgesamt beim FCB nicht rund.

„Wenn ich mit Thomas spiele, verstehen wir uns sehr gut. Manchmal können wir sogar mit geschlossenen Augen spielen. Mit Douglas ist das genauso. Deswegen schießen wir so viele Tore und machen so viele Vorlagen“, so Lewandowski auf tz-Nachfrage. „Der Trainer weiß auch: Wenn wir zusammen spielen, ist es auch für die Mannschaft viel besser.“

Und deswegen setzt Pep verstärkt auf Bayerns Spaßdreieck. Auf ingesamt 15 Saisoneinsätze kommen die drei Raketen, einzig David Alaba wurde einmal öfter eingesetzt. Und auch die drei bis dato besten Saisonleistungen wären ohne das Trio nicht möglich gewesen. Beim 5:1 gegen Wolfsburg ging es erst dann rund, als Lewy zur Pause kam und die drei wieder auf dem Platz vereint waren. Beim 5:1 gegen den BVB und dem 3:1 gegen die Wölfe im Pokal standen Müller-Lewy-Costa in der Startelf. Morgen gegen die Gunners kann es also nur eine Waffe geben: MLC. Und zwar in Überdosis.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Neuer Versuch: Zidane will Alaba zu Real locken
Neuer Versuch: Zidane will Alaba zu Real locken
Goretzka: Angeblich gibt es eine Tendenz
Goretzka: Angeblich gibt es eine Tendenz
Comeback-Pläne: Ribéry gibt Versprechen ab
Comeback-Pläne: Ribéry gibt Versprechen ab
Heynckes adelt Robben: Auf einer Stufe mit Cruyff oder Gullit
Heynckes adelt Robben: Auf einer Stufe mit Cruyff oder Gullit

Kommentare