Zehn Spieler für vier Positionen

Müller und Robben - Problem für Guardiola?

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Pep Guardiola stehen für vier Positionen schon jetzt zehn Spieler zur Verfügung. Und es sollen weitere Spieler verpflichtet werden.

Santo Andre - Zwei Spieler vom FC Bayern München sorgen bei der WM für reichlich Furore: Arjen Robben und Thomas Müller. Für Pep Guardiola könnte sich ein Problem ergeben.

Ob Pep Guardiola wenigstens die WM-Spiele entspannt verfolgen kann, ist nicht überliefert. Womöglich geht der Trainer von Bayern München auch da in die genaue Analyse. Sicher ist, dass er sich über den Auftritt zweier seiner insgesamt 14 Spieler bei dieser WM bislang besonders freuen kann: Arjen Robben und Thomas Müller sorgen nicht nur wegen ihrer jeweils drei Treffer in Brasilien für Furore - und schon jetzt für ein (Luxus-)Problem beim Rekordmeister.

Wenn der FC Bayern am 9. Juli in die Vorbereitung auf die neue Saisonstartet, werden Robben und Müller noch fehlen. Doch nach aktuellem Stand hat Guardiola zehn (!) Spieler für nur vier Offensivpositionen zur Verfügung. Es zeichnet sich ein gnadenloser Konkurrenzkampf ab. Selbst Neuzugang und Wunschkandidat Robert Lewandowski von Borussia Dortmund sollte sich seiner Sache nicht allzu sicher sein.

Ein Angriff mit Müller und Robben? Schon beim 2:0 n.V. im Pokalfinale gegen Borussia Dortmund am 17. Mai hatten beide eindrucksvoll demonstriert, dass sie in vorderster Front sehr gut harmonieren. Beide trafen. Mit Nebenrollen beim Double-Gewinner werden sie sich auch künftig nicht zufrieden geben. Vor allem dann nicht, wenn sie möglicherweise als gefeierte WM-Stars nach München zurückkehren.

Müller hatte seinen Status in der abgelaufenen Spielzeit erst kürzlich moniert. Die Bayern reagierten nun prompt und verlängerten den Vertrag des 24-Jährigen gleich einmal bis 2019. Auch Robben (29) ist langfristig (bis 2017) gebunden.

Guardiola wird wieder vor schwierigen Entscheidungen stehen. Neben Lewandowski, Müller und Robben drängen in der Offensive auch der derzeit verletzte Franck Ribery sowie die WM-Starter Mario Götze, Xherdan Shaqiri und Toni Kroos in die Mannschaft. Dazu kommen dann noch Routinier Claudio Pizarro, der kürzlich erst um ein Jahr verlängerte sowie der talentierte US-Nationalspieler Julian Green.

Und dann ist da auch noch Mario Mandzukic. Der Kroate, zweifacher WM-Torschütze seiner Mannschaft beim 4:0 gegen Kamerun, steht in München weiter unter Vertrag. Eine Zukunft hat er unter Guardiola aber nicht mehr. Dies hatte der Spanier dem Angreifer bereits verdeutlicht.

Unklar ist auch noch, was mit Toni Kroos passiert. Die Gespräche mit den Bayern über eine Verlängerung über 2015 hinaus verliefen ergebnislos. Kroos geht trotz prominenter Interessenten von einem Verbleib beim Rekordmeister aus. Guardiola hatte auch schon betont, dass er den Strategen unbedingt behalten will.

Für den Spanier wird es auf jeden Fall erneut ein Balanceakt, alle Interessen seiner Stars unter einen Hut zu bringen. In seinem ersten Jahr in München hatte er gezeigt, dass er auf Einzelschicksale keine Rücksicht nimmt. Und: Schon da hatte es hinter den Kulissen rumort. Nicht nur Müller war unzufrieden mit seiner Rolle. Auch Götze oder Shaqiri fühlten sich nicht genug beachtet.

Für Müller und Robben sind derartige Probleme derzeit noch weit weg. Sie wollen in Brasilien weiter auf Torejagd gehen - und Guardiolas Probleme vergrößern.

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SID

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