Offene Worte des Bayern-Stars

Bayerns B-Elf stärker als die Bundesliga?

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Thomas Müller bei der Pressekonferenz am Donnerstag.

Doha - Provokante These von Müller im Trainingslager in Doha (Katar): Ist die B-Elf des FC Bayern München stärker als die Bundesliga?

Ziemlich entspannt betrat Thomas Müller gestern den Medienraum des Grand Heritage Hotels. „Hab verloren“, meinte der 25-Jährige, als er auf seine Golfpartie am Vortag mit Bastian Schweinsteiger und Pepe Reina angesprochen wurde. „Golfprofi werde ich nicht mehr.“

Müller war bester Laune – kein Wunder, nach der Einheit am Mittwochvormittag mussten die Münchner erst gestern Nachmittag wieder auf den Trainingsplatz zurück. Dafür haben es die Einheiten in sich. „Es ist oftmals schwieriger, gegen unsere Trainingsmannschaft zu gewinnen als jetzt vielleicht gegen ein Team aus der Bundesliga.“ Der Offensivallrounder erklärt: „Das taktische Niveau ist völlig gleich. Jeder hat das gleiche Verständnis.“

Ist Bayerns B-Elf wirklich stärker als die Liga? Der mit Superstars gespickte Luxuskader der Roten sucht seinesgleichen, das ist kein Geheimnis. Shaqiri flüchtete vor dem Konkurrenzkampf nach Mailand, Höjbjerg erhofft sich in Augsburg mehr Spielanteile. Fakt ist: Die Bayern treten im Training jeden Tag gegen Weltstars an, die man woanders vergeblich sucht. Und mit Pep Guardiola steht ein Coach auf dem Feld, der seinen Spielern alles abverlangt. Müller: „Pep beansprucht den Kopf sehr stark – und damit meine ich nicht das Kopfballtraining.“

Vor allem nach der Ankunft im Wüstenstaat ließ Guardiola seine Spieler mächtig schwitzen. „Als wir an den ersten beiden Tagen jeweils zweimal trainiert haben, ging das schon an die Substanz. Zwar war fast immer der Ball dabei, aber die Übungen hatten es schon in sich“, so Müller. Bis auf Benatia, der nach wie vor an Rückenproblemen laboriert, haben alle die Strapazen gut verkraftet. „Nach vier, fünf Tagen zwickt es mal“, sagt Müller, aber die „Bedingungen lassen die Schmerzen schnell wieder verschwinden“.

Der 25-Jährige sieht seine Mannschaft gut vorbereitet für die Rückrunde. Mit elf Punkten Vorsprung auf Wolfsburg ist die Meisterschale ohnehin nur noch Formsache. Das wollte Müller gestern zwar nicht bestätigen, „hochinteressant“ wird es für ihn aber auch erst „im März oder April“. Dann warten nämlich auch in der Champions League die dicken Brocken auf die Bayern. Und die K.o.-Phase der Königsklasse ist dann nicht mehr mit einem Trainingsspielchen zu vergleichen.

Sven Westerschulze

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