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Barcelona opfert Holland-Star für Lewandowski-Deal - Knifflige Regel der spanischen Liga steckt dahinter

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Von: Patrick Mayer

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Der FC Barcelona steht vor einer Verpflichtung von Robert Lewandowski vom FC Bayern. Um Budget freizumachen, muss ein Holländer wohl wechseln. Denn: Die Katalanen müssen eine Regel im Blick haben.

München/Barcelona/Manchester - So hart kann das Fußball-Business sein. Plötzlich entscheidet dein Klub darüber, wo du spielst, wo du lebst und wo du dein Geld verdienst. Genau das blüht laut spanischen Medienberichten Frenkie de Jong vom FC Barcelona. Die Katalanen stehen kurz vor einem Verkauf des niederländischen Nationalspielers zu Manchester United, obwohl der 25-Jährige wohl lieber an der warmen Mittelmeerküste bleiben würde.

Frenkie de Jong: FC Barcelona verkauft Holländer für Lewandowski-Deal mit dem FC Bayern

Laut spanischer Sportzeitung Mundo Deportivo, die qua Redaktionssitz in Barcelona bestens informiert ist, wird ManUnited eine fixe Ablöse von 66 Millionen Euro überweisen, die mittels Boni demnach auf 85 Millionen Euro ansteigen kann. Es wäre weiteres Geld, das nach dem waghalsigen Verkauf künftiger Marketing- und TV-Rechte an Dritte in die Kassen des schwer verschuldeten Klubs fließen soll. Geld für einen Transfer von Robert Lewandowski (FC Bayern) nach Katalonien?

Name:Frenkie de Jong
geboren:12. Mai 1997
Nationalität:Niederlande
Klub:FC Barcelona (seit 2019)
frühere Vereine:Ajax Amsterdam, Willem II Tilburg
Position:Zentrales Mittelfeld
Länderspiele / -tore:44/1

Robert Lewandowski: Verlässt der Torjäger den FC Bayern noch diese Woche?

Übereinstimmenden Medienberichten vom Dienstag (12. Juli) zufolge soll Lewandowski schon bei der Teampräsentation der Münchner am Samstag (16. Juli) in der Allianz Arena nicht mehr mit dabei sein, nachdem Barcelona sein Angebot an die Bayern laut Sport1 auf eine fixe Ablöse von 50 Millionen Euro erhöht hat.

Seine Familie war Anfang der Woche erst gar nicht mit in die bayerische Landeshauptstadt gereist, nachdem der Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga wochenlang mit Frau Anna und den beiden Töchtern Laura sowie Klara auf den Balearen Urlaub gemacht hatte - genau vor der Haustüre Barcelonas. De Jong spielt hier seit Sommer 2019, nachdem Barca an Ajax Amsterdam kolportiert 86 Millionen Euro Ablöse gezahlt hatte. Jetzt, so heißt es aus Spanien, soll der Niederländer schwer von seinem (Noch-) Arbeitgeber enttäuscht sein. So soll de Jong laut Mundo Deportivo sogar „angewidert“ sein, weil Trainer Xavi ihm die bevorstehende Trennung nur am Telefonat und nicht persönlich mitgeteilt habe.

Dass der Spanien-Riese ihn nicht mehr will, hat offenbar weniger mit seinen Leistungen in der vergangenen Saison zu tun. De Jong spielte eine gute Rückrunde, war als Stammspieler auf der Acht daran beteiligt, dass der Klub nach katastrophaler Hinserie noch von Platz sieben auf Rang zwei kletterte.

Seit 2019 beim FC Barcelona: Frenkie de Jong (li.).
Seit 2019 beim FC Barcelona: Frenkie de Jong (li.). © IMAGO / NurPhoto

Robert Lewandowski: FC Barcelona macht im Gehaltsgefüge Platz für Stürmer des FC Bayern

Es dürfte vielmehr einen Zusammenhang zum Financial Fairplay innerhalb der spanischen Liga geben (Das in diesem Dokument einsehbar ist, siehe Link). La Liga setzt dieses konsequent um. Vereinfacht beschrieben: Virtuell werden Gehälter von Spielern und Trainern eines jeden Klubs registriert. Den Profi-Vereinen wird je nach ausgewiesenem Saisonbudget ein Limit abgesegnet, um Bruttogehälter zu bezahlen. Sichere Fixkosten und etwaige Schuldenraten fließen mit in die Rechnung ein und werden ins Verhältnis zu den erwarteten Einnahmen gesetzt. Eine weitere Verschuldung soll unbedingt vermieden werden.

Falls ein Klub sich nicht an das Financial Fairplay hält oder das zugewiesene Limit überschreitet, kann die Liga finanzielle Strafen erheben oder Punkte in der Tabelle abziehen. Im schlimmsten Fall droht ein Zwangsabstieg. Nachdem Barca bereits Franck Kessié vom AC Mailand und Andreas Christensen (FC Chelsea) jeweils ablösefrei verpflichtet hat, machen die Katalanen im Saisonbudget in puncto Gehälter nun weiter Platz.

Robert Lewandowski: Weniger Gehalt in Barcelona als in München?

Spanischen Medienberichten zufolge soll Lewandowski jährlich bis zu zwölf Millionen Euro netto in Barcelona verdienen. Er wäre damit zu einem ordentlichen Gehaltsverzicht bereit. Denn: Wie die Fußballportale Goal und Spox schreiben, verdiente der Torjäger in München zuletzt angeblich 23 Millionen Euro brutto im Jahr. (pm)

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