Insgesamt 28.575 Euro 

Streit mit Krankenversicherung: Ex-Bayern-Star Badstuber fordert Geld - Urteil gefallen

+
Holger Badstuber spielte bis 2017 beim FC Bayern München.

Holger Badstuber hat vor dem Münchner Landgericht gegen seine private Krankenversicherung geklagt. Es ging um eine fünfstellige Summe.

Update 29. Oktober: Von seiner Krankenversicherung hatte der Ex-Bayern-Profi insgesamt 28.575 Euro gefordert (siehe Erstmeldung) – und nun erhält er sie auch. In dem Fall ging es um Krankentagegeld für die Zeiträume, in denen Badstuber arbeitsunfähig erkrankt war und nicht kicken konnte. Konkret ging es um die Zeiträume Ende 2014 und Mitte 2016, als Badstuber noch beim FC Bayern kickte. 

Weil er sich während der verletzungsbedingten Ausfallzeit teilweise im Ausland aufgehalten hatte, wollte die „DKV“ zunächst nicht zahlen. Badstuber fühlte sich dadurch benachteiligt und klagte. „Heute Morgen ist ein Anerkenntnisurteil ergangen“, bestätigt Gerichtssprecherin Anne Fricke auf tz-Nachfrage. Bedeutet: Die Krankenversicherung hat Badstubers Forderung akzeptiert, aber ein Grundsatzurteil in der Sache vermieden.

Ex-Bayern-Star Badstuber zieht in München vor Gericht - es geht um 28.575 Euro

Erstmeldung vom 22. Juli 2019:

München - Er war der Liebling der Bayern-Fans – aber immer wieder wurde Holger Badstuber (30) von Verletzungen zurückgeworfen. Zwischenzeitlich drohte dem Ex-Nationalspieler (31 Länderspiele) sogar das Karriere-Aus. Bis er den FC Bayern Anfang 2017 verließ und zum FC Schalke 04 wechselte.

In Stuttgart kickte Badstuber zuletzt wieder regelmäßig, stieg aber ab. Auf insgesamt 166 Bundesligaspiele kommt der Innenverteidiger – wie viele mehr hätten es sein können, wenn Badstuber sich nicht so oft am Knie verletzt hätte? 

Ex-Bayern-Star verklagt private Krankenversicherung: es geht um 28.575 Euro

Seine Krankengeschichte wird jetzt auch am Münchner Landgericht aufgearbeitet. Denn Badstuber fordert noch Geld von seiner privaten Krankenversicherung: Konkret geht es um die Zahlung von Krankentagegeld für die Zeiträume, in denen er arbeitsunfähig erkrankt war. Streit gab es, weil er sich währenddessen im Ausland aufgehalten hatte. 

Nach tz-Informationen sieht eine Klausel in Badstubers Vertrag vor, dass die Versicherung kein Krankentagegeld zahlen muss, wenn sich der Versicherungsnehmer nicht in Deutschland aufhält.

Holger Badstuber hatte in seiner Bayern-Zeit viele Verletzungen. Jetzt zieht er in München vor Gericht.

Holger Badstuber fühlt sich benachteiligt - und zieht in München vor Gericht

Badstuber sieht es anders: Er ist der Ansicht, dass die Klausel den Versicherungsnehmer, also ihn selbst, grob benachteilige und daher unwirksam sei. Laut Gericht beträgt der Streitwert insgesamt 28.575 Euro. 

Der Prozess war eigentlich für diesen Donnerstag angesetzt, nun wurde die mündliche Anhörung aber auf den 1. Oktober verschoben. 

Ein anderer Youngster, der in der Vergangenheit beim FC Bayern gehandelt wurde, hat in letzter Zeit auch mit erheblichen Verletzungsproblemen zu kämpfen.

Holger Badstuber machte außerdem kürzlich mit einer umstritteneren Aussage Ärger: Er beschimpfte Schiedsrichter als „Muschis“.

Andreas Thieme

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

„Es lag was in der Luft“: Lewandowski spricht über möglichen Wechsel zu Real Madrid
„Es lag was in der Luft“: Lewandowski spricht über möglichen Wechsel zu Real Madrid
Falls Transfer von Leroy Sané nicht klappt: Hat der FC Bayern schon einen Ersatz gefunden?
Falls Transfer von Leroy Sané nicht klappt: Hat der FC Bayern schon einen Ersatz gefunden?
Zukunft von Pep Guardiola? Sein Vater macht eine besondere Ankündigung
Zukunft von Pep Guardiola? Sein Vater macht eine besondere Ankündigung
Niederschmetternde Prognose: TV-Sender Sky gibt FC Bayern fast keine Chance mehr auf den Meistertitel
Niederschmetternde Prognose: TV-Sender Sky gibt FC Bayern fast keine Chance mehr auf den Meistertitel

Kommentare