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Bedient sich Barcelona wieder beim FC Bayern? Diesmal wollen die Katalanen einen Mittelfeld-Star

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Von: Antonio José Riether

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Der FC Barcelona sucht nach einem würdigen Nachfolger für Sergio Busquets und ist offenbar wieder beim FC Bayern München fündig geworden.

München - Der FC Barcelona beschäftigt sich angesichts eines personellen Umbruchs im Mittelfeld mit mehreren hochkarätigen Spielern. Erst diesen Sommer verpflichteten die Katalanen mit Robert Lewandowski einen absoluten Star vom FC Bayern, Berichten zufolge sollen sie bereits den nächsten Münchner Leistungsträger beobachten.

FC Barcelona: Busquets hört im Sommer auf - die Suche nach einem Nachfolger läuft

Im kommenden Sommer laufen beim FC Barcelona gleich sechs Verträge aus. Auch der inzwischen 34-jährige Sergio Busquets wird den Verein voraussichtlich verlassen, Berichten zufolge ist für den Kapitän nach 17 Jahren im Verein Schluss. Nun sucht der Erstligist nach einem Ersatz für die Vereinslegende, die im Barcelona-Trikot dreimal die Champions League gewinnen konnte und künftig nächste Saison in die MLS wechselt. Dabei gibt es interne Lösungsverschläge, etwa durch die Förderung eines Eigengewächses, oder aber durch die wahrscheinlichere externe Mittel, also einen Transfer.

Die spanische Fachtageszeitung Sport schreibt, will sich Barcelona mit einem defensiven Mittelfeldspieler verstärken, allerdings sollte dieser bereits über entsprechende Erfahrung verfügen. Neben dem 22-jährigen Italiener Sandro Tonali von der AC Mailand wird auch der ein Jahr ältere Martín Zubimendi von Real Sociedad San Sebastián als günstigere, weil unerfahrene Alternative genannt.

FC Barcelona sucht Busquets-Ersatz: Kimmich eine Option für die Katalanen?

Die Wunschlösung wäre der 26 Jahre alte Rodrigo Hernández – oder nur „Rodri“ – von Manchester City, doch auch Joshua Kimmich, eine der Identifikations- und Schlüsselfiguren beim FC Bayern, steht demnach auf dem Zettel des FC Barcelona. Mit 27 Jahren und seiner bisherigen Vita ist Kimmich nicht umsonst ein Kandidat in Barcelona.

Joshua Kimmich (l.) wird mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht.
Joshua Kimmich (l.) wird mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht. © Frank Hoermann/imago

Sowohl bei Kimmich als auch bei Rodri wird der Marktwert von transfermarkt.de auf 80 Millionen Euro taxiert. Da der Spanier und der deutsche Nationalspieler bis 2027 respektive 2025 an ihre Klubs gebunden sind, wäre die Ablöse aber erwartungsgemäß um einiges höher.

Barcelona offenbar an Kimmich interessiert - im Gegensatz zu Lewandowski hat er keinen Berater

Doch wie realistisch ist ein Kimmich-Transfer? Erst 2021 verlängerte der Rottweiler sein Arbeitspapier in München und entwickelte sich in den vergangenen Jahren stetig zu einer unverzichtbaren – und folglich auch unverkäuflichen – Größe im Kader. Anders als der heutige Barcelona-Stürmer Lewandowski, der in seinen sieben Jahren beim FC Bayern nie für seine emotionale Bindung zum Verein bekannt war, wäre diese Komponente bei Kimmich wohl ausschlaggebender.

Zudem kämpft Barcelona ständig um seine finanzielle Sicherheit, die Schulden des Klubs belaufen sich auf mehr als eine Milliarde Euro. Zuletzt mussten aufgrund dessen sogar Star-Neuzugänge um ihre Spielerlaubnis zittern. Ob sich Kimmich, der zu den Großverdienern beim FC Bayern gehört, diesem Risiko aussetzen würde, ist fraglich. Ein Wechsel wäre angesichts der Vertragslaufzeit in den nächsten zwei Transfersommern wohl nicht drin, auch verfügt Kimmich – Gegensatz zu Lewandowski – branchenunüblich über keinen Spielerberater, der an einer möglichen Zahlung im Falle eines Transfers profitieren könnte. (ajr)

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